In der II. Liga Nord feierte der ASV COLDAMARIS Hornstein beim ASV Poolshop Austria Neufeld einen klaren 3:0-Auswärtssieg (0:1). Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brachte Zsolt Szücs die Gäste in Front, nach der Pause legten Mark Erik Orosz und Sascha Kovacs nach. Obmann Rainer Schmitl sprach von einem Sieg, der nach dem Führungstor Fahrt aufnahm, und hob die Geschlossenheit seines Teams ebenso hervor wie Neufelds starke Anfangsphase.
Beide Mannschaften kamen ordentlich ins Spiel, und was folgte, bestätigte die Einschätzung von Hornsteins Obmann. „Die ersten dreißig Minuten waren sehr ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten“, sagte Rainer Schmitl. Genau in dieser Phase fiel in Minute 24 das 0:1 durch Zsolt Szücs, das aus seiner Sicht der Knackpunkt war. „Ja, das Eins zu null“, so knapp fasste er den entscheidenden Moment zusammen; zur Entstehung konnte er nichts ergänzen: „Das habe ich leider nicht genau gesehen.“ Zur Halbzeit stand es 0:1, und nach der Pause wurde es, wie Schmitl meinte, „eine sehr klare Angelegenheit für Hornstein“. In diese Überlegenheit passte das 0:2 von Mark Erik Orosz nach 65 Minuten, ehe Sascha Kovacs in der Nachspielzeit zum 0:3-Endstand traf.
Nach dem Abpfiff rückte Schmitl vor allem die Geschlossenheit seiner Mannschaft in den Mittelpunkt. „Das Kollektiv war wieder ausgezeichnet. Das war auch der Schlüssel zum Erfolg“, betonte der Obmann. Er blieb dabei sachlich und verwies im selben Atemzug auf die starken Minuten des Gegners: „Die ersten dreißig Minuten waren auch aus meiner Sicht hervorragend von Neufeld gespielt, mit guten Chancen.“ Der Unterschied war für ihn der lange Atem: „Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr ist das Zepter nach Hornstein ausgeschlagen.“ Aus diesen Sätzen lässt sich gut ablesen, wie die Gäste nach dem Führungstreffer Ruhe fanden und die Partie mit zunehmender Dauer immer besser kontrollierten, ohne von ihrem gemeinsamen Plan abzuweichen.
Zur Einordnung des Spiels gehörten für Schmitl auch die heiklen Szenen im Strafraum. „Es waren zwei Elfer-verdächtige Fouls für Hornstein. Kann man geben, muss man nicht geben“, sagte er und stellte gleichzeitig klar: „Der Schiedsrichter war sonst ein sehr guter Spielleiter.“ Abseits dieser Diskussionen steht ein klares 3:0 und eine Tabellenlage, die sich sehen lassen kann: Hornstein führt mit 37 Punkten die Liga an, während Neufeld bei 27 Zählern hält. Für die Gäste bedeutet der souveräne Auswärtssieg Rückenwind für die nächste Aufgabe, Neufeld wird an die gute Anfangsphase anknüpfen wollen, um bald wieder zu punkten.