Der ASV COLDAMARIS Hornstein hat in der 23. Runde der II. Liga Nord beim SC Kittsee mit 3:0 gewonnen. Nach torloser erster Hälfte traf zunächst Mateas Grgic, ein Eigentor von Michael Honz und ein später Treffer von Philip Marenich fixierten den Auswärtssieg. Obmann Rainer Schmitl sprach von einem reifen Auftritt nach der Pause und hob das starke Kollektiv sowie die bessere Chancenauswertung hervor – trotz eines zuvor vergebenen Elfmeters.

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Der Start in Kittsee gehörte keinem Team allein. Beide Seiten lieferten sich eine intensive erste Hälfte mit viel Laufarbeit und wenigen klaren Abschlüssen. Rainer Schmitl fasste diese Phase so zusammen: "Es war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften in der ersten Hälfte." Die große Chance auf die Führung hatte Hornstein trotzdem: In der 27. Minute gab es Elfmeter für die Gäste, doch der blieb ungenützt. "In der 27. Minute hatten wir einen Elfmeter – leider hat das nicht funktioniert", führte der Obmann aus. Zur Pause stand es 0:0. Gleich nach dem Seitenwechsel löste sich dann der Knoten. In Minute 52 staubte Mateas Grgic zum 1:0 ab – eine Szene, die Schmitl klar vor Augen hat: "Es war eine Hereingabe von der rechten Seite, kurz abgewehrt, und Mateas Grgic hat den Abpraller eiskalt in die linke Ecke verwertet." Und für ihn war klar: "Das 1:0 hat den Bann gebrochen und uns auf die Siegerstraße gebracht."
Nach der Führung wurde der Auftritt der Gäste reifer, ohne dass Kittsee abbaute. Schmitl lobte den Gegner ausdrücklich: "Sehr quirlige Spieler, die immer wieder für Gefahren gesorgt haben." Hornstein blieb aber das aktivere Team und arbeitete konsequent auf den zweiten Treffer hin. In der 80. Minute fiel das 0:2, als ein Eigentor von Michael Honz zugunsten der Gäste gewertet wurde. Spät machte Philip Marenich in der 87. Minute mit dem 0:3 endgültig alles klar. "Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser lief es für Hornstein und hat die Partie souverän zu Ende gespielt", so Schmitl. Was ihm besonders gefiel, fasste er knapp zusammen: "Der Kampfgeist war enorm, das Kollektiv war wieder sehr stark." Und auf die Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Teams antwortete er ohne Zögern: "Das Kollektiv und die Chancenauswertung."
Ganz ohne Gesprächsstoff ging es in Kittsee nicht ab. In der 74. Minute, so Schmitl, habe Zsolt Szücs per Kopfball an die Stange gesetzt, der Ball sei danach hinter der Linie gewesen, aber es sei kein Tor gegeben worden. "Das war für mich eine diskutierbare Entscheidung. Ansonsten war die Schiedsrichterleistung sehr gut", betonte er, der insgesamt zufrieden auf den Auswärtsabend blickte.
In der Tabelle hält Hornstein bei 43 Punkten und führt die Liga an, Kittsee liegt mit 37 Zählern weiter im Vorderfeld. Für Hornstein bleibt die Marschroute klar: die Stabilität aus der zweiten Hälfte in die nächsten Wochen mitnehmen und vorne bleiben – getragen von genau jenem Teamgeist, den Schmitl nach dem 3:0 besonders hervorhob.