In der II. Liga Nord trennten sich der SC Gattendorf und der FC Andau am Samstag mit 0:0. Es war ein intensives Spiel, in dem Gattendorf vor allem vor der Pause viel Risiko ging – auch begünstigt durch den Wind. Trainer Dietmar Bader sprach danach von ordentlichem Passspiel, vielen Standards, aber fehlender Durchschlagskraft. „Es haben die Tore gefehlt“, brachte er es auf den Punkt. Weil beide Abwehrreihen stark arbeiteten, blieb es trotz Chancen auf beiden Seiten beim torlosen Remis.

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Der Plan der Hausherren war klar: früh draufgehen, Spielkontrolle holen und mit dem Wind Druck machen. Dietmar Bader erklärte die Marschroute deutlich: „Wir haben sehr offensiv gespielt, weil wir wussten, dass Andau Verletzungsprobleme hat.“ Über weite Strecken klappte der Aufbau gut, Gattendorf kombinierte sich sauber nach vorne. „Wir sind bis auf 16, 20 Meter gut durchgekommen, aber vorne haben die Lösungen gefehlt“, sagte Bader. So blieb der Aufwand zunächst ohne Ertrag. Abschlüsse waren da, aber eben nicht zwingend genug. Andau verteidigte leidenschaftlich, schob die Räume eng und ließ wenig klare Möglichkeiten zu. Folgerichtig stand zur Pause ein 0:0 auf der Tafel, das die Kräfteverhältnisse ganz gut widerspiegelte: Gattendorf hatte mehr vom Spiel, aber das letzte Zuspiel und die Genauigkeit im Abschluss fehlten.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur bedingt, nun allerdings gegen den Wind. „Gegen den Wind war das Bild ähnlich. Andau hat gute Konter gefahren, wir mussten auf der Hut sein“, so Bader. Beide Teams kamen zu Möglichkeiten, ohne die ganz große zu finden. Was Gattendorf besonders wurmte: „Im Gedächtnis geblieben sind mir viele Standards, die wir nicht nutzen konnten.“ Einmal lag der Führungstreffer gefühlt in der Luft: „Wir hatten einen guten Pass nach vorne, der Tormann war eigentlich schon geschlagen, aber der Ball ging neben das Tor.“ Weil Andau seine Umschaltmomente ebenfalls nicht sauber zu Ende spielte und die Defensivreihen konzentriert blieben, lief die Uhr herunter. „Beide Mannschaften hatten Chancen, aber die Abwehren standen gut. Deshalb ist es 0:0 ausgegangen“, fasste Bader zusammen.
Im Fazit trennte der Gattendorfer Trainer sauber zwischen Leistung und Ertrag. „Passspiel und Bewegung waren in Ordnung, und die Abwehr hat gut gestanden. Die war neu formiert“, lobte Dietmar Bader seine Mannschaft. Gleichzeitig benannte er ohne Umschweife den Knackpunkt: „Es haben die Tore gefehlt und die Großchancen.“ Den Gegner würdigte er fair: „Andau hat mit Leidenschaft gekämpft.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen gab es keine Diskussionen: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ In der Tabelle bleibt Gattendorf nach 23 Runden mit 36 Punkten im soliden Mittelfeld, Andau hält bei 32 Zählern. Für die kommenden Wochen ist die Aufgabenliste klar: mehr Konsequenz bei Standards, mehr Lösungen im letzten Drittel. An der Stabilität hinten will man festhalten – sie war an diesem Tag die Basis für den Punkt.