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„Mit dem unteren Drittel nichts zu tun haben“: Illmitz geht mit klarer Ansage in die neue Saison

FC Illmitz

Beim II. Liga Nord-Klub FC Illmitz ist nach Platz elf mit 35 Punkten klar, wohin der Weg führen soll. Die starke Schlussphase mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen hat das Bild zum Saisonende zwar deutlich aufgehellt, trotzdem sieht Assistenztrainer Wolfgang Lentsch in mehreren Bereichen Luft nach oben. Vor allem im Körperlichen, in der Spritzigkeit und im taktischen Bereich soll die Mannschaft in der Vorbereitung den nächsten Schritt machen.


Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Eine zusammengeschworene Mannschaft als wichtigstes Plus

Wenn Lentsch auf die vergangene Saison zurückblickt, dann beginnt seine Einordnung nicht bei Tabellenplätzen oder einzelnen Ergebnissen, sondern bei der Mannschaft selbst. „Gut funktioniert hat die Geschlossenheit der Mannschaft. Das ist eine zusammengeschworene Mannschaft“, sagt der Trainer, und genau dieser Satz beschreibt ziemlich gut, worauf Illmitz in den vergangenen Monaten bauen konnte. Die Tabelle zeigte im Saisonverlauf zwar einige Ausschläge, vom dritten Platz nach Runde eins bis in die untere Tabellenhälfte hinein, doch ganz zum Schluss fing sich die Mannschaft wieder. Siege gegen SC Gattendorf, SV Wimpassing, FC Andau und ASV Deutsch Jahrndorf sorgten dafür, dass Illmitz die Saison auf Rang elf abschloss. Diese Serie passt zu dem Eindruck, den Lentsch von seiner Gruppe hat: Es ist eine intakte Truppe, die in schwierigen Phasen zusammengeblieben ist und sich zum Ende hin noch einmal stabilisiert hat.

Bei Körperlichkeit, Spritzigkeit und Taktik sieht Lentsch Luft nach oben

So positiv der Trainer über den Zusammenhalt spricht, so klar benennt er auch die Punkte, an denen gearbeitet werden muss. „Verbesserungspotenzial gibt es im Körperlichen, in der Spritzigkeit und im Taktischen ein bisschen“, sagt Lentsch offen. Das ist keine Ausrede und auch kein bloßes Schlagwort, sondern die klare Linie für die kommenden Wochen. In der Vorbereitung soll genau dort angesetzt werden. „Wir werden versuchen, dass wir im körperlichen Bereich anfangen und dann auch im Taktischen noch besser werden“, erklärt er. Damit ist die Richtung vorgegeben: Illmitz will nicht nur ordentlich durch die Vorbereitung kommen, sondern sich gezielt jene Reserven holen, die im Verlauf einer langen Saison oft den Unterschied machen. Gerade in einer Liga, in der viele Partien über Einsatz, Tempo und Konsequenz entschieden werden, ist diese Einschätzung nachvollziehbar und auch wichtig für die weitere Entwicklung.

U23 soll näher an die Kampfmannschaft rücken

Neben der Arbeit auf dem Platz schaut Lentsch auch stark auf die personelle Entwicklung im Verein. Die Stimmung bezeichnet er als stabil. „Derzeit ist die Stimmung in der Mannschaft gut und auch im Verein ist die Stimmung gut“, sagt er. Gleichzeitig gibt es noch offene Themen im Kader, weil einige Langzeitverletzte weiterhin in Behandlung sind. „Sie sollten hoffentlich zum Trainingsstart wieder zurückkommen. Bei ein, zwei weiß man leider nicht, ob sich das ausgehen wird“, so Lentsch. Umso wichtiger ist für ihn, dass aus der U23 Druck kommt. „Da haben sich schon der eine oder andere bewiesen“, sagt der Trainer, der hofft, dass in der Vorbereitung weitere junge Spieler nachrücken. Der Plan ist klar: Eigenbauspieler sollen nicht nur ergänzen, sondern sich so zeigen, dass sie sich einen fixen Platz in der Kampfmannschaft verdienen können. Dazu kommt auf der Trainerbank mit Mag. Ronald Hornek Kontinuität, weil der Verein auch in der neuen Saison auf den eingeschlagenen Weg setzen will.

Der Blick geht nach oben, der Maßstab kommt aus Wimpassing

Für die neue Saison formuliert Lentsch die Zielsetzung ohne große Umschweife. „Wir wollen mit dem unteren Drittel nichts zu tun haben“, sagt er, und das ist nach Rang elf eine deutliche Ansage. Gleichzeitig soll die Mannschaft nicht nur über Ergebnisse wachsen, sondern auch über die eigene Struktur. Der Trainer will, dass der eine oder andere U23-Spieler konstant in der Kampfmannschaft Fuß fasst. Dass der Weg dorthin kein leichter ist, zeigt für ihn auch der Blick auf die Konkurrenz. Besonders imponiert hat ihm in der vergangenen Saison der SV Wimpassing. „Wimpassing war für uns eine sehr starke Mannschaft. Sie waren taktisch gut, körperlich gut und haben sich für uns als eine der besten Mannschaften der II. Liga Nord herauskristallisiert“, sagt Lentsch. Genau in diesen Aussagen steckt auch viel vom eigenen Anspruch. Illmitz weiß, wo es zulegen muss, Illmitz weiß aber auch, worauf es aufbauen kann.