In der II. Liga Nord hat sich UFC Tadten nach einer schwierigen Hinrunde noch auf Platz zehn geschoben und den Klassenerhalt klar geschafft. Trainer Michael Pittnauer zieht nach seinem Einstieg im Winter eine positive Bilanz. 22 Punkte in der Rückrunde geben seiner Einschätzung Gewicht und zeigen, warum rund um den Verein wieder deutlich mehr Zuversicht zu spüren ist.

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Die nackten Zahlen erzählen bei Tadten in dieser Saison zwei Geschichten. In den ersten Runden ging es in der Tabelle Schritt für Schritt nach unten, zeitweise stand die Mannschaft nur auf Rang 14. Nach dem Winter sah das Bild aber anders aus. Pittnauer sagt: „Wenn man sich unsere Rückrunde ansieht, muss man sagen, dass wir sehr viel richtig gemacht haben.“ Der Trainer verweist dabei nicht nur auf die 22 Punkte, sondern auch auf die Entwicklung dahinter. „Die Mannschaft hat einen positiven Schritt nach vorne gemacht“, sagt er und nennt dafür zwei Gründe: „Zum einen gute und intensive Gespräche, zum anderen eine Trainingsbeteiligung, die enorm gestiegen ist.“ Dass er die Hinrunde nicht bewerten will, sagt er ebenfalls klar: „Seit ich am Trainerposten sitze, greifen die Funktionen relativ gut.“
Am Ende stand für Tadten Rang zehn mit 35 Punkten, punktgleich mit FC Illmitz und deutlich vor den beiden Abstiegsplätzen. Genau darum war es Pittnauer von Anfang an gegangen. „Ziel Nummer eins war der Nichtabstieg“, sagt er, und dieses Ziel sei „mit dem zehnten Platz sehr, sehr gut erreicht“ worden. Bemerkenswert ist für ihn dabei weniger die nackte Platzierung als der Weg dorthin. Sogar die Chance auf einen Cup-Platz sei zwischenzeitlich noch da gewesen. „Dass wir diese Möglichkeit überhaupt hatten, zeigt, wie sehr sich die Mannschaft in diesem halben Jahr entwickelt hat“, betont der Trainer. Auch die letzten Wochen passen in dieses Bild: Es gab Siege gegen FC Andau und ASV Hornstein, aber auch Rückschläge gegen ASV Steinbrunn, ASV Deutsch Jahrndorf und SV Gols. Gerade dieses Auf und Ab sieht Pittnauer als Teil eines Prozesses, nicht als Rückschritt.
Die gute Stimmung soll nun in den Sommer mitgenommen werden, auch wenn es im Kader einige Änderungen gibt. Pittnauer spricht offen darüber, dass der Verein wieder stärker auf regionale Lösungen setzen will. „Unser Ziel ist, dass wir wieder ein bisschen regionaler werden“, sagt er. Konkret heißt das: einheimische Spieler zurückholen oder österreichische Alternativen finden und dafür den Anteil ausländischer Spieler verringern. Laut Trainer wurden fünf ausländische Spieler verabschiedet, gleichzeitig kamen bisher vier Neue dazu, darunter drei Österreicher. „Mit einem Spieler sind wir noch im Gespräch. Wenn das abgeschlossen ist, dann haben wir unser Transferprogramm beendet“, erklärt Pittnauer. Im Betreuerteam bleibt dagegen alles ruhig, personelle Veränderungen im Trainerstab gibt es für die Sommerübertrittszeit nicht. Auch die Personalsituation klingt entspannt: „Aktuell glaube ich, dass es keine Verletzungen gibt“, sagt der Trainer. Die Mannschaft ist in der Erholungsphase, sein Wunsch für den Trainingsstart ist klar: alle wieder „fit und munter“ zurückzubekommen.
Typisch für Pittnauer ist auch, dass er die Entwicklung nicht an einzelnen Namen festmacht. Obwohl in der Rückrunde vieles besser lief, will er bewusst niemanden herausheben. „Ich bin grundsätzlich nicht der Typ, der Spieler herausheben will. Im Endeffekt ist immer die Mannschaft, die zählt“, sagt er. Genau dieses Denken zieht sich durch seine Analyse. Es habe auch Partien gegeben, „wo es dann nicht so gelaufen ist“, aber man habe gewusst, woran es liegt und dort angesetzt. Für Pittnauer ist das Ganze „ein Prozess, um die Spieler einzeln und auch als Mannschaft auf die nächste Stufe zu heben“. Ein Spiel ist ihm dabei besonders hängen geblieben: die Partie gegen den SC Rust. „Da haben beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt“, erinnert er sich. „Es war sehr guter Fußball beider Mannschaften, mit vielen Spielstafetten und hoher Intensität.“ Dass auch Zuschauer diese Begegnung besonders stark fanden, wertet er als Bestätigung dafür, in welche Richtung es für Tadten gehen soll. Nach einer bescheidenen Hinrunde hat sich der Verein so jedenfalls wieder in eine deutlich bessere Ausgangslage gebracht.