Der SV Lackenbach hat in den vergangenen 18 Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Noch im Herbst der Saison 2024/25 befand sich die Mannschaft in einer prekären Lage und musste sich mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. Doch bereits im Frühjahr zeigte das Team ein vollkommen anderes Gesicht, einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hatte Trainer Robert Serdar, der die Mannschaft im Winter 2024/25 übernommen hatte. Unter seiner Führung entwickelte sich das Team nicht nur sportlich weiter, sondern gewann auch an Stabilität, Selbstvertrauen und taktischer Reife. Der Aufstieg ist somit der verdiente Lohn für die exzellente Arbeit des Trainers und die konsequente Entwicklung der gesamten Mannschaft.
In der abgelaufenen Saison bestätigte der SV Lackenbach diesen positiven Weg auf beeindruckende Art und Weise. Bereits im Herbst präsentierte sich die Mannschaft als konstantestes Team der Liga und sicherte sich verdient den Herbstmeistertitel. Auch im Frühjahr ließ man sich nicht mehr von diesem Kurs abbringen. Mit starken Leistungen, großer Geschlossenheit und der nötigen Konstanz brachte Lackenbach den Vorsprung über die Ziellinie und fixierte schließlich mit sechs Punkten Vorsprung den Aufstieg in die Burgenland-Energie-Landesliga.
Ligaportal.at sprach mit Obmann Stefan Horvath über den unerwarteten Aufstieg, die Arbeit von Trainer Robert Serdar, die Kaderplanung und die Erwartungen für die kommende Spielzeit.
Ligaportal: Haben Sie zu Saisonbeginn mit diesem Erfolg gerechnet, also damit, den Aufstieg in die Burgenland-Energie-Landesliga zu fixieren?
Stefan Horvath: „Nein, das kam vollkommen unerwartet. Unser Ziel war es eigentlich, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dass am Ende der Saison der Aufstieg in die Burgenland-Energie-Landesliga steht, war für uns natürlich eine riesige Überraschung, denn vor 55 Jahren waren wir das letzte Mal in der Burgenlandliga.“
Ligaportal: Gab es einen bestimmten Zeitpunkt in der Saison, an dem Sie gespürt haben: Ja, das kann wirklich mit dem Aufstieg klappen?
Horvath: „Als wir Herbstmeister geworden sind, haben wir uns erstmals ernsthaft mit der Thematik Aufstieg befasst. Wir wollten intern klar definieren, ob wir im Frühjahr diesen Schritt weitergehen und den Aufstieg wirklich anpeilen.“
Ligaportal: Gab es Schlüsselspiele oder Schlüsselmomente, die aus Ihrer Sicht den Weg zum Aufstieg geebnet haben?
Horvath: „Nach dem Remis gegen Rohrbach, das übrigens ein sehr sehenswertes Match war und dem Sieg gegen Neudörfl, war uns bewusst, dass wir den Aufstieg wirklich schaffen können.“
Ligaportal: Mit Trainer Robert Serdar hat der Verein offensichtlich einen guten Fang gemacht. Von einem Abstiegsplatz in der Vorsaison ging es nun bis zum Meistertitel in der II. Liga Mitte. Wie beurteilen Sie die Arbeit des Trainers?
Horvath: „Unser Trainer hat einen enormen Anteil an diesem Erfolg. Er hat eine klare Linie, arbeitet sehr konsequent und hat aus der Mannschaft ein enorm starkes Offensivteam geformt. Das sieht man auch daran, dass bei uns jeder Feldspieler in der Torschützenliste aufscheint.“
Ligaportal: Einen klassischen Knipser hatte Ihre Mannschaft nicht in den eigenen Reihen. War genau diese Unberechenbarkeit ein Schlüssel zum Erfolg?
Horvath: „Ja, absolut. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass praktisch jeder Feldspieler torgefährlich war und wir dadurch für den Gegner sehr schwer auszurechnen waren. Außerdem hatten wir das Glück, dass wir kaum verletzte Spieler hatten und daher fast immer mit der stärksten Mannschaft antreten konnten.“
Ligaportal: Wie sieht es mit Transfers im Sommer aus? Gibt es bereits fixe Abgänge oder Zugänge?
Horvath: „Bei den Abgängen stehen David Marin, dessen neuer Verein noch offen ist, Hermann Stocker zur SPG Kaisersdorf/M. St. Martin, Roland Szabo zum SC Lockenhaus-Rattersdorf sowie Patrik Erdei zum SC Oberpullendorf fest.
Bei den Zugängen konnten wir Noah Exel und Julian Schöll von der FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach, Niklas Vlasich vom ASK eco-puls Horitschon, Tim Wiemer von Admira Wacker Mödling, zuletzt beim ASV Steinbrunn, sowie Nico Wukowitsch vom SV Licht-Loidl Lafnitz, Akademie Hartberg, verpflichten. Wir halten aber weiterhin nach einer offensiven Verstärkung im zentralen Mittelfeld Ausschau.“
Ligaportal: Wie sieht die Vorbereitung im Sommer aus?
Horvath: „In der letzten Juniwoche haben die Spieler einen Home-Trainingsplan bekommen. Am 1. Juli starten wir dann mit dem gemeinsamen Mannschaftstraining.“
Ligaportal: Was sind Ihre Erwartungen für die kommende Saison?
Horvath: „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Wir wissen, dass die Burgenland-Energie-Landesliga eine große Herausforderung wird und dass dort ein anderes Tempo und eine andere Qualität auf uns warten. Wichtig wird sein, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten, unsere Stärken beibehalten und uns möglichst rasch an die neue Liga gewöhnen. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir auch in der Burgenlandliga konkurrenzfähig sein können.“