Spielberichte

„Wir hatten den Gegner gut im Griff“ – Kittsee macht nach der Pause den Unterschied

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SC Kittsee
Siegendorf

In der II. Liga Nord hat sich SC Kittsee im Heimspiel gegen ASV Siegendorf 1930 mit 2:0 durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang fielen die Treffer erst nach der Pause, als Romulo Silva Santos und Ibrahim Kamasik für die Entscheidung sorgten. Trainer Martin Grabenbauer sah seine Mannschaft über weite Strecken als das aktivere Team, sprach von viel Disziplin und meinte auch, dass der Sieg sogar noch höher hätte ausfallen können.


Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Kittsee findet nach kurzer offener Phase den Zugriff

Grabenbauer beschrieb die Partie als sehr flott und von hohem Tempo geprägt. Beide Mannschaften seien aktiv gewesen, nach seiner Einschätzung habe aber Kittsee die klar bessere Linie ins Spiel gebracht. „Kittsee war die aktivere Mannschaft und hat mehr Torchancen vorgefunden“, sagte der Trainer. Gerade nach den ersten Minuten habe seine Mannschaft immer besser erkannt, worauf es an diesem Abend ankam. „In den ersten fünf bis zehn Minuten war das Spiel etwas offener, da war beidseitiges Abtasten. Ab diesem Zeitpunkt haben wir dann schon gemerkt, dass Siegendorf eigentlich nur mit hohen Chipbällen auf die Stürmer spielt.“ Genau darauf habe sich sein Team gut eingestellt, den Gegner danach relativ gut im Griff gehabt und nur wenig zugelassen.

Das 1:0 als Wendepunkt, danach nutzt Kittsee die Räume

Zur Pause stand es noch 0:0, doch für Grabenbauer hatte sich das Spiel schon vorher in die gewünschte Richtung entwickelt. Seine Mannschaft habe die Zweikämpfe gewonnen, viele erste Bälle geholt und nach Ballgewinnen immer wieder für Akzente gesorgt. Der eigentliche Wendepunkt kam dann in der 66. Minute. „Ausschlaggebend war sicherlich das 1:0“, sagte der Kittseer Trainer. Ein zu kurzer Rückpass der Gäste habe die Situation eingeleitet, Romulo Silva Santos habe den Ballgewinn geahnt und sei rechtzeitig gestartet. „Der Tormann konnte den Stürmer nur mehr von den Beinen holen.“ Santos verwandelte den Elfmeter zum 1:0, und genau dieser Treffer gab Kittsee laut Grabenbauer noch mehr Kontrolle. Weil Siegendorf danach mehr riskieren musste, öffneten sich Räume. In der 81. Minute legte Ibrahim Kamasik das 2:0 nach und machte die Sache damit endgültig klar.

Viel Disziplin, wenig zugelassen und trotzdem noch Luft nach oben

Besonders zufrieden war Grabenbauer mit dem geschlossenen Auftreten seiner Mannschaft. „Wir hatten dem Gegner keinen Raum gelassen. Wir waren permanent am Mann, wir waren permanent am Gegner“, sagte er. Gerade diese Disziplin in den Positionen und das konsequente gemeinsame Verteidigen seien für ihn ein Hauptgrund gewesen, warum Siegendorf kaum zu Möglichkeiten kam. Der Trainer sprach nur von zwei Halbschancen des Gegners: vor der Pause von einem Kopfball von Josic und nach dem Seitenwechsel von einer Szene nach einem Corner. Gleichzeitig sparte er aber auch den Punkt nicht aus, an dem seine Mannschaft noch arbeiten müsse. „Nach wie vor die Chancenverwertung“, betonte Grabenbauer. Vor allem in der zweiten Halbzeit habe Kittsee nach dem Führungstreffer noch zwei oder drei gute Konterchancen gehabt, die man sauberer zu Ende spielen hätte müssen. Dass erneut zwei Stammspieler fehlten, ordnete er positiv ein: Seine Mannschaft habe das gut aufgefangen und gezeigt, dass sie auch unter diesen Voraussetzungen produktiv bleiben könne.

Trainer mahnt zur Ruhe und lobt auch den Schiedsrichter

Trotz des Heimsiegs wollte Grabenbauer das Ergebnis nicht größer machen, als es für ihn ist. „Es ist nach wie vor nur ein Spiel“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Er legte Wert darauf, dass seine Mannschaft den Erfolg richtig einordnet und in der täglichen Arbeit bleibt. „Wir werden jetzt nicht hochmütig oder übermütig werden, sondern wir werden geduldig und demütig weiterarbeiten.“ Auch über den Gegner sprach er respektvoll und verwies auf die bekannten Namen im Kader von Siegendorf. Umso wichtiger sei es gewesen, die richtige Antwort auf viele Situationen zu finden. Ein Nebenaspekt, den der Trainer ausdrücklich ansprach, war die Leitung des Spiels. Strittige Szenen habe es für ihn nicht gegeben, und auch mit dem Unparteiischen zeigte er sich sehr zufrieden: „Es war alles klar, es war alles in Ordnung. Der Schiedsrichter war top.“ Für Kittsee war es damit ein Sieg, der nicht nur wegen des 2:0 zählt, sondern vor allem wegen der Art und Weise, wie die Mannschaft ihn herausgespielt hat.

II. Liga Nord: Kittsee : Siegendorf - 2:0 (0:0)

  • 81
    Ibrahim Kamasik 2:0
  • 66
    Romulo Silva Santos 1:0