Spielberichte

„Nach dem 1:0 haben wir Gattendorf wieder ins Spiel kommen lassen“ – Tadten verliert trotz starker Anfangsphase

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UFC Tadten
SC Gattendorf

In der II. Liga Nord hat UFC Tadten gegen SC Gattendorf mit 1:3 verloren und aus Sicht von Trainer Michael Pittnauer vor allem im letzten Drittel zu viel liegen gelassen. Tadten ging durch einen Eckball in Führung, war vor der Pause das aktivere Team, brachte den Gegner nach einem Eigenfehler aber zurück in die Partie. Danach nutzte Gattendorf seine Möglichkeiten deutlich konsequenter.


Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Beginn, aber zu wenig Ertrag

Dass Tadten am Ende ohne Punkte dastand, passte für Pittnauer lange nicht zum Bild der Anfangsphase. „Wir waren vor allem die ersten zwanzig Minuten die klar bessere Mannschaft“, sagte der Trainer nach dem Spiel. „Wir haben den Gegner kaum Luft holen lassen.“ Dazu kamen aus seiner Sicht klare Vorteile beim Ballbesitz und eine ganze Reihe an Eckbällen. Einer dieser Standards brachte in der 16. Minute auch die Führung: Tomas Kadik ging nach Pittnauers Beschreibung „hervorragend in den Ball rein“ und sorgte für das 1:0. Genau darin lag später aber auch ein Teil des Ärgers, weil Tadten aus dieser Überlegenheit deutlich mehr hätte machen können.

Der Ausgleich kippt die gute Ausgangslage

Pittnauer machte keinen Hehl daraus, welcher Moment für ihn die Partie veränderte. „Der entscheidende Knackpunkt war, dass wir nach dem 1:0 durch individuelle Fehler den Gegner wieder ins Spiel kommen lassen haben“, erklärte er. Aus seiner Sicht half Tadten beim Ausgleich kräftig mit: Im eigenen Ballbesitz sei der Ball ohne Druck ins Out gegangen, danach seien Einwurf, Flanke und der Mann in der Mitte nicht sauber verteidigt worden. Peter Filkor traf in der 25. Minute zum 1:1, mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Für den Tadten-Trainer war das besonders bitter, weil nach seiner Einschätzung in dieser Phase eher das 2:0 näher gewesen wäre als der Gegentreffer.

Viel Ballbesitz, aber zu wenig Konsequenz

Auch nach dem Seitenwechsel sah Pittnauer seine Mannschaft nicht komplett von der Rolle. Er sprach von vielen Aktionen, viel Ballbesitz und zahlreichen Eckbällen, aus denen Tadten aber „kein Kapital schlagen“ konnte. Damit war für ihn das Hauptproblem dieses Nachmittags klar benannt. „Das Einzige, was nicht funktioniert hat, war die Passgenauigkeit, die letzte Konsequenz im letzten Drittel“, sagte er. Immer wieder seien in guten Situationen die falschen Entscheidungen gefallen. Als Tadten dann erneut im Angriff den Ball verlor, ließ man den Gegner nach Pittnauers Worten fast 40 Meter Richtung Tor laufen. Laszlo Tamas Vizler traf in der 61. Minute zum 1:2 und drehte das Spiel damit endgültig zugunsten der Gäste.

Gattendorf nutzt Tadtener Fehler eiskalt aus

In der Schlussphase riskierte Tadten alles, um doch noch zurückzukommen, bekam aber keinen Ertrag mehr. Das 1:3 fiel in der Nachspielzeit, als Gattendorf einen Konter zu Ende spielte und Peter Filkor mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte. Pittnauer blieb in seiner Gesamtbewertung dennoch differenziert. „Mit der Leistung der Mannschaft bin ich teilweise zufrieden“, sagte er, verwies aber zugleich auf die aktuelle Phase seiner Mannschaft: „Wir sind im letzten Drittel in einer Situation, in der wir immer wieder falsche Entscheidungen treffen.“ Dem Gegner sprach er ausdrücklich Respekt aus. Gattendorf habe die drei Möglichkeiten, die aus Tadtener Fehlern entstanden seien, „eiskalt ausgenutzt“. Nach sieben Runden bleibt Tadten damit bei zehn Punkten und hat den nächsten klaren Arbeitsauftrag schon vor Augen.

II. Liga Nord: Tadten : Gattendorf - 1:3 (1:1)

  • 93
    Peter Filkor 1:3
  • 61
    Laszlo Tamas Vizler 1:2
  • 25
    Peter Filkor 1:1
  • 16
    Tomas Kadik 1:0