In der II. Liga Nord hat der ASV Deutsch Jahrndorf am Freitagabend den SC Gattendorf mit 3:2 niedergerungen. Nach einer ersten Halbzeit mit vier Treffern stand es schon 2:2, ehe Frantisek Nagy in Minute 71 den Unterschied machte. Trainer Markus Tschida sah den Ausschlag in der Effizienz seiner Mannschaft und wusste zugleich, warum die Partie bis zuletzt unangenehm blieb: „Gattendorf hat über neunzig Minuten nie aufgesteckt.“

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Die Partie hatte kaum Anlaufzeit, denn Deutsch Jahrndorf lag nach zwölf Minuten vorne. Patrik Sabo brachte die Gastgeber mit dem 1:0 auf Kurs, doch die Antwort kam fast im selben Atemzug. Nur eine Minute später stellte Erik Micovcak auf 1:1, und damit war früh klar, dass sich Gattendorf keineswegs nur hinten hineinstellen würde. Auch nach Sabos zweitem Treffer zum 2:1 in Minute 25 bekam der Tabellenführer keine Ruhe hinein. Wieder dauerte es nur kurz, ehe die Gäste zurückschlugen, diesmal durch Laszlo Tamas Vizler zum 2:2. Tschida fasste genau dieses Bild der ersten 45 Minuten treffend zusammen: „Wir sind schnell 1:0 in Führung gegangen, jedoch hat Gattendorf über die neunzig Minuten nie aufgesteckt, sehr gut gegen den Ball gespielt und schnell in die Tiefe gespielt.“ Das machte die Aufgabe für die Gastgeber von Beginn an kompliziert.
Nach dem 2:2 zur Pause blieb die Partie offen, und genau so entwickelte sich auch die zweite Hälfte. Deutsch Jahrndorf musste geduldig bleiben, weil der Gegner weiter unangenehm arbeitete und das Spiel laut Tschida „schwierig“ machte. Die Entscheidung fiel dann erst in Minute 71, als Frantisek Nagy das 3:2 erzielte und seine Mannschaft damit wieder in Führung brachte. Für Tschida war das aber noch nicht der einzige Moment, der ihm zeigte, dass der Abend auf die Heimseite fallen würde. Er sagte: „Das Gefühl hatte ich nach dem 3:2 für uns und anschließend nach dem gehaltenen Elfmeter von Gattendorf.“ Spätestens da kippte die Partie aus seiner Sicht entscheidend in Richtung Deutsch Jahrndorf. Dass es bis zu diesem Punkt eng blieb, passte zu einem Abend, an dem die Gastgeber zwar ihre Qualität zeigten, den Gegner aber nie abschütteln konnten.
Gerade deshalb legte der Trainer nach dem Schlusspfiff den Schwerpunkt nicht nur auf das Ergebnis, sondern vor allem auf die Art, wie seine Mannschaft zu ihren Treffern kam. „Unsere Tore Nummer eins und Nummer zwei waren sehr gut rausgespielt. Da hat die Mannschaft ihre Offensivqualitäten gezeigt“, sagte Tschida. Noch klarer fiel seine Antwort auf die Frage aus, woran es gelegen habe: „Eindeutig an der Chancenverwertung.“ Gleichzeitig sparte er die Punkte nicht aus, die ihm trotz des Heimsiegs wichtig bleiben. „In der Arbeit gegen den Ball können wir noch etwas zulegen“, meinte der Coach. Auch die Gäste ordnete er deutlich ein: „Gattendorf hat unter der Woche den Trainer getauscht. Insofern war es schwierig, gegen sie zu spielen, weil sie neue Motivation geschöpft und ihr System wesentlich verändert haben.“ Für Deutsch Jahrndorf steht damit nach zehn Runden ein weiterer Sieg zu Buche, der die Mannschaft bei 22 Punkten an der Spitze hält. Der Ertrag passt, die Aussagen des Trainers zeigen aber ebenso klar, woran in den nächsten Einheiten weiter gearbeitet werden soll.