Intensität, Zweikämpfe und bittere Eigenfehler prägten das Duell in der II. Liga Süd zwischen dem SV KB-Performance Rechnitz und dem SV Mühlgraben. Unmittelbar nach der Partie ordnete Joachim Parapatits, Trainer des SV KB-Performance Rechnitz, die Ereignisse klar ein: Es sei eine „kampfbetonte, intensive“ Begegnung gewesen. Seine Mannschaft startete mutig, doch Ballverluste und Unachtsamkeiten wurden zu Knackpunkten. Auf kurze Hoffnung folgten sofort Rückschläge, weil Mühlgraben früh und effizient zuschlug. Am Ende stand ein 3:5, das sich – aus Sicht des Trainers – aus wiederkehrenden Mustern speiste.

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Der Nachmittag kippte früh: Simon Kropf traf in der 5. Minute zum 0:1 und legte in der 14. Minute das 0:2 nach. Rechnitz antwortete prompt durch Peter Gergö, der in der 18. Minute zum 1:2 einschoss – ein erstes Lebenszeichen, das sich im nächsten Moment relativierte. Nur vier Minuten später stellte Leo Jakopec in der 22. Minute auf 1:3. Nach der Pause legte Leo Jakopec weiter nach und erhöhte in der 56. Minute auf 1:4 sowie in der 66. Minute auf 1:5. In der Schlussphase verkürzten die Gastgeber noch zweimal: Jakob Varga traf in der 81. Minute zum 2:5, Jan Kaiser stellte in der 91. Minute den 3:5-Endstand her. Parapatits fasste die Chancenqualität so zusammen: „Die erste Chance war von uns, da haben wir den Gegner richtig geärgert. Dann kam der Gegner – nach unserem Fehler. Sie haben eiskalt die ersten drei Chancen genutzt. Das ist der Unterschied zu einer Top-Mannschaft und zu einem Team, das momentan nicht so einen Lauf hat wie wir. Das war entscheidend.“ Den emotionalen Wendepunkt markierte für ihn die Phase nach dem Anschluss: „Nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 waren wir kurz im Spiel, aber dann führte ein individueller Fehler zum 1:3 – das hat uns das Genick gebrochen.“
Am Unparteiischen lag es aus Sicht des Trainers nicht: „Der Schiedsrichter hat eine sehr korrekte Leistung abgeliefert.“ Auch ruhende Bälle spielten diesmal keine Rolle beim Toreschießen: „Aus Standards ist kein Tor gefallen. Da waren wir konzentriert. Wie gesagt, es waren Eigenfehler, meistens sogar im Spielaufbau unsererseits.“ Diese Einordnung zieht sich wie ein roter Faden durch die Analyse von Parapatits: Der Matchplan stimmte phasenweise, doch Mühlgraben bestrafte Aufbaufehler konsequent und nutzte die frühen Gelegenheiten maximal effizient.
Parapatits sprach die Platzverhältnisse an, ohne sie als Ausrede gelten zu lassen: „Wir dürfen nicht vergessen, es ist März. Vorige Woche wurden noch Spiele abgesagt. Der Platz ist nicht ideal, aber das gilt für beide Mannschaften – also keine Ausreden.“ Der Auftrag für die kommenden Tage ist klar umrissen: „Definitiv viel kompakter stehen, weniger Fehler machen. Zu Null muss wieder das Ziel sein. Und vorne die Chancen, die wir haben, eiskalt nutzen – am besten gleich am Mittwoch im Cup-Rückspiel gegen Mühlgraben.“ Zum Abschluss betonte er die notwendige Konsequenz: „Alles gesagt. Die Mannschaft ist sich hoffentlich bewusst, worum es geht, und wir versuchen, es besser zu machen als gestern.“