Hohes Tempo, viele Zweikämpfe und am Ende die späte Entscheidung in der II. Liga Süd: Im Auswärtsspiel des SV Stegersbach beim ASKÖ Schlaining ordnete Matthias Dürnbeck, Trainer des SV Stegersbach, das Geschehen klar ein. Gleich zu Beginn prägte ein Elfmeter die Partie – den verwandelte Zoltan Nagy zur frühen Führung in der 2. Minute –, ehe sich ein intensives Duell mit zahlreichen Offensivaktionen entwickelte. Dürnbeck hob die Bedeutung der Standardsituationen hervor, sprach von einer merklichen Wende nach einer Gelb-Roten Karte und unterstrich die starke Atmosphäre. Neben der Analyse nahm er die Mentalität seiner Mannschaft in den Fokus und fand respektvolle Worte für Gegner und Trainerteam aus Schlaining.
„Es war mehr von Tempo und Zweikämpfen geprägt“, beschrieb Matthias Dürnbeck den Charakter des Duells. Zum Zugriff auf das Spiel ergänzte er: „Erste Halbzeit hat Schlaining gehört, zweite Halbzeit hat Stegersbach gehört.“ Früh stellte eine Schlüsselszene die Weichen: „Eine prägende Szene war auf jeden Fall der frühe Elfmeter in der 2. Minute. Das hat Schlaining ein bisschen in die Karten gespielt. Nichtsdestotrotz war es ein sehr temporeiches und offensiv geführtes Spiel, in dem beide Mannschaften sehr viele Offensivaktionen hatten – ein Remis wäre ein gerechter Ausgang gewesen.“ Den fälligen Strafstoß verwandelte Zoltan Nagy zur 1:0-Führung.
Aus Stegersbacher Sicht stand zunächst der 0:1-Rückstand durch Zoltan Nagy zu Buche, ehe Nico Benkö unmittelbar nach dem Seitenwechsel in der 46. Minute zum 1:1 ausglich. In einer intensiven Schlussphase traf David Garger in der 92. Minute zum 2:1 und krönte damit die Aufholjagd – Dürnbecks Einschätzung eines zweigeteilten Spiels spiegelte sich in den entscheidenden Momenten auf dem Platz wider.
Wie sehr ruhende Bälle den Nachmittag prägten, betonte Matthias Dürnbeck deutlich: „Der Elfmeter am Anfang war für uns kein guter Start. Aber wir sind bei Standardsituationen schon die ganze Saison über gefährlich – und wir haben das Spiel mit einem Standard gedreht und gewonnen. Standards waren heute sehr wichtig.“ Der schnelle Ausgleich nach Wiederanpfiff durch Nico Benkö gab Stegersbach Rückenwind; in der Schlussphase nutzten die Gäste erneut ihre Durchschlagskraft – der späte Treffer zum 2:1 durch David Garger belohnte die konsequente Arbeit bei ruhenden Bällen und in den Duellen.
Dürnbeck charakterisierte die Partie als robust und von vielen Unterbrechungen geprägt: „Es war generell eine sehr zweikampfbetonte Begegnung mit vielen Unterbrechungen aufgrund von Foulspielen – vielleicht auch nicht die besten Schiedsrichterentscheidungen, das betraf beide Seiten. Daher war es eher ein zerfahrenes Spiel mit viel Zweikampfhärte.“ Die Statik kippte endgültig nach einem Platzverweis gegen die Gastgeber: In der 74. Minute sah Lukas Röhrling vom ASKÖ Schlaining die Gelb-Rote Karte. „Nach der Gelb-Roten Karte waren wir überlegen. Nichtsdestotrotz hat Schlaining in dieser Phase sehr gut verteidigt und auch ein paar Konterchancen gehabt. Beide Mannschaften waren sehr offensiv ausgerichtet, was für die Zuschauer attraktiv war“, erläuterte Dürnbeck. Zur Stimmung sagte er: „Die Intensität auf dem Feld war sehr hoch, dementsprechend war die Atmosphäre im Stadion sehr gut. In der Liga ist aktuell ein hoher Zuschauerandrang, weil jede Mannschaft sehr guten Fußball spielt – dafür möchte ich alle Teams hervorheben.“
Auf die Lehren aus dem Spiel blickte Dürnbeck auf die innere Stabilität seines Teams: „Uns bestärkt, dass wir mental sehr gut drauf sind. Auf uns wird viel Druck ausgeübt – von außen, durch die Medien, und auch selbst. Aber die Mannschaft geht damit sehr gut um. Es war nicht nur in Schlaining, sondern auch in der ersten Rückrundenpartie kein idealer Einstand. Nichtsdestotrotz können wir mit dem Druck sehr gut umgehen. Das bestärkt uns, und wir wollen mit der richtigen Mentalität weitermachen.“ Zum Abschluss fand er anerkennende Worte für den Gegner: „Ein großes Lob an Schlaining – an die Mannschaft und den Trainer. Das Team war sehr gut eingestellt und hat uns vor wirkliche Schwierigkeiten gestellt.“