Spielberichte

SV Redlove Kukmirn, Trainer Mario Bauer: „Im Großen und Ganzen eine gute Schiedsrichterleistung“ – 2:1-Auswärtssieg nach spätem Stich

SK Unterschützen
SV Kukmirn

Ein Nachmittag, der von hohem Tempo, engen Duellen und lauten Reaktionen von der Seitenlinie geprägt war: In der II. Liga Süd traf der SK Unterschützen auf den SV Redlove Kukmirn – und Mario Bauer, Trainer des SV Redlove Kukmirn, ordnete die intensive Partie mit klaren Worten ein. Seine Mannschaft ging früh in Führung, musste nach dem Ausgleich viel verteidigen und setzte mit einem entschlossenen Angriff den entscheidenden Nadelstich. Bauer beschrieb ein Spiel mit vielen Zweikämpfen, spritzigen Umschaltmomenten und robusten Standardsituationen des Gegners. Er lobte die Stimmung am Platz, die hervorragenden Bedingungen und die insgesamt gute Leitung des Schiedsrichters – und machte zugleich deutlich, dass es im Ballbesitz- wie im Defensivspiel noch einiges zu verfeinern gibt.


Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Intensität und Spielcharakter

Mario Bauer stellte den Grundton des Nachmittags unmissverständlich heraus: „Es war sehr intensiv; beide Mannschaften haben wenig abgewartet. Das Spiel lebte von Zweikämpfen und Ballgewinnen.“ Die Anfangsphase sah er bei seinem Team: „Zu Beginn waren wir etwas besser im Spiel und sind mit 1:0 in Führung gegangen. Mit zunehmender Dauer hatte Unterschützen mehr Spielanteile, und wir mussten uns auf viel Defensivarbeit und das Spiel gegen den Ball einstellen.“

Schlüsselmomente und Tore

Bereits in der 16. Minute traf Alexander Radl zum 1:0. Nach der Pause drückte Unterschützen und glich in der 71. Minute durch Leon Kalcsics zum 1:1 aus. Der entscheidende Moment folgte in der 77. Minute: Gabriel Kappel stellte auf 2:1. Bauer hob die Qualität der Chancen und die besondere Entstehung des Siegtreffers hervor: „Es gab einige Torsituationen auf beiden Seiten, vielleicht sogar etwas mehr für Unterschützen. Wegen der Bodenverhältnisse ist der Ball im letzten Moment oft versprungen, sodass Chancen nicht sauber verwertet werden konnten. Unsere beiden Tore waren sehr schön herausgespielt und abgeschlossen, vor allem das zweite von Gabriel Kappel.“ Zum 2:1 schilderte er: „Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld haben wir uns durchs Zentrum gut durchkombiniert – mit einem Pass in die Tiefe und einem sehr guten Sprint von Gabriel hinter die Abwehr. Er war dann allein vor dem Tormann und hat stark abgeschlossen.“ Die Phase nach dem Ausgleich beschrieb Bauer als offen – bis zum finalen Stich seiner Elf: „Nach dem 1:1 war nicht absehbar, in welche Richtung das Spiel kippen würde. Unterschützen hat sehr gut gespielt und noch Chancen kreiert. Das 2:1 war dann eine starke Aktion von uns und hat die Partie auf unsere Seite gezogen.“

Standards, Platz und Schiedsrichter

Ein zentrales Thema waren für Bauer die ruhenden Bälle des Gastgebers: „Wir haben gewusst, dass Unterschützen bei Standards sehr, sehr gut ist. Sie haben viele große Spieler in der Mannschaft, hatten auch einige Eckbälle und Freistöße, die wir verteidigen mussten. Wir hatten das eine oder andere Mal auch Glück, dass der zweite Ball zu uns gekommen ist beziehungsweise wir ein-, zweimal zweite Bälle und Abschlüsse verhindern oder wegblocken konnten.“ Die Rahmenbedingungen fasste er ebenso prägnant zusammen: „Die Platzverhältnisse waren für diese Jahreszeit sensationell gut – das ist in Unterschützen bekannt. Ansonsten war alles im Rahmen, so wie es zu einem Fußballspiel gehört. Es war eine gute Stimmung am Platz, im weitesten Sinne nichts Gehässiges.“ Zur Leitung auf dem Feld sagte Bauer: „Im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter das Spiel im Griff gehabt. Das eine oder andere Mal, als Spieler am Boden waren, hat er weiterlaufen lassen – aber das gehört dazu. Insgesamt war es eine gute Schiedsrichterleistung.“

Arbeitspunkte und Pauschallob

Inhaltlich nahm Bauer klare Hausaufgaben mit: „Es gibt noch viele Dinge, die wir im Spiel gegen den Ball sowie im Spiel mit dem Ball verbessern müssen. Aufgrund des Wetters und der Platzverhältnisse konnten wir in den letzten beiden Wochen keine Vorbereitungsspiele absolvieren. Von daher war nicht ganz klar, wo wir stehen und wie es uns ergehen wird. Es war sehr intensiv, und im taktischen Bereich gibt es noch vieles, das wir besser machen können.“ Zum Schluss richtete er den Blick auf die eigene Kabine – und zollte Respekt für den Gegner: „Ich kann meiner Mannschaft ein Pauschallob aussprechen: wie sie gekämpft haben und wie sie diesen Sieg unbedingt über die Zeit bringen wollten. Das war sehr positiv. Ich möchte aber auch dem Gegner ein Lob aussprechen: Sie haben wirklich sehr gut gespielt und werden ihre Siege in nächster Zeit auch einfahren.“ Am Ende steht ein Auswärtssieg mit 2:1 – und das Gefühl, in einem harten, aber fairen Spiel die entscheidenden Antworten gefunden zu haben.

II. Liga Süd: Unterschützen : Kukmirn - 1:2 (0:1)

  • 77
    Gabriel Matteo Kappel 1:2
  • 71
    Leon Kalcsics 1:1
  • 16
    Alexander Radl 0:1