Nach einem intensiven Nachmittag in Neuberg sprach Benjamin Posch von einem extrem schwierigen Spiel seines SC HERZ Pinkafeld in der II. Liga Süd, in dem der SV Marsch Neuberg die Räume eng machte und seiner Mannschaft in allen Phasen viel Disziplin abverlangte. Seine Elf ging nach einer starken Einzelaktion von Lukas Zapfel in Führung, kassierte kurz vor der Pause nach einem Umschaltmoment den Ausgleich durch Valentin Gabriel und fand danach mit Ruhe, Engagement und Leidenschaft wieder die Kontrolle. Die Stimmung war entsprechend gelöst: geschlossenes Kollektiv statt Einzelglanz, spürbare Impulse von der Bank – und, als erfreulichste Nachricht, ein vollständig fitter Kader. Posch betonte: „Nein, unsere Jungs sind alle fit, und das ist definitiv die erfreulichste Nachricht an diesem Tag und auch unsere größte Stärke im Moment.“ Zudem habe seine Mannschaft „bis auf das Gegentor kaum etwas zugelassen“ – der Sieg sei verdient.

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„Der Gegner hat super verteidigt, hat uns kaum Räume gegeben in der Offensive und wir haben dann eine Einzelaktion von Lukas Zapfel gebraucht, um in Führung zu gehen.“ Diese erste Phase prägte das Bild: viel Ball am Fuß, wenig Tiefe – und das stete Risiko, in Konter zu laufen. Posch ordnete das so ein: „Der Ballbesitz war eindeutig bei uns, aber das macht solche Spiele auch extrem schwierig, weil die Gegner in Umschaltmomenten natürlich ihre Qualität haben und richtig gute Aktionen spielen.“ Gleichwohl gefiel ihm die Reife nach der Pause: „Heute haben die Jungs das super wegverteidigt und bis auf das Gegentor kaum etwas zugelassen und daher in meinen Augen einen verdienten Sieg eingefahren.“
Den Drehpunkt sah Posch klar nach Wiederbeginn: „Unser zweites Tor war extrem wichtig, weil wir in dieser Phase öfter vor das Tor der Neuberger kamen, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnten. Daher war der Abpraller von Dario Tadic enorm wichtig – der Toröffner für den Sieg.“ Die Chronologie aus Pinkafeld-Sicht unterstreicht das: In Minute 22 stellte Lukas Zapfel auf 1:0, Neuberg glich in Minute 38 durch Valentin Gabriel zum 1:1 aus. Nach der Pause traf Dario Tadic in Minute 65 zum 2:1 und legte in Minute 85 das 3:1 nach. Spät wurde es hitzig: In Minute 94 sah Bruno Zejavac Rot, insgesamt lief die Partie über 96 Minuten. Zur Pause stand es 1:1 – erst in der zweiten Hälfte fand Pinkafeld die entscheidenden Lösungen.
Individuelle Auszeichnungen standen für Posch nicht im Vordergrund: „Derzeit bin ich der Meinung, dass das gesamte Kollektiv uns jede Woche zu den Ergebnissen führt, die wir gerade haben. Da nimmt sich keiner extra heraus, und es obliegt mir nicht, irgendjemanden speziell herauszuheben – das Kollektiv war einfach so gut.“ Besonders hob er die Mischung aus Ruhe und Energie hervor: „Das hat mich heute richtig stolz gemacht: in welcher Ruhe unsere Jungs die zweite Halbzeit bestritten haben, mit welchem Engagement und mit welcher Energie die Verstärkungsspieler von der Bank die Mannschaft unterstützt haben und vor allem auch, wie die Jungs dann leidenschaftlich bis zum Ende verteidigt haben.“ Für den Gegner fand er klare Anerkennung: „Hut ab vor der Leistung von Neuberg. Das war richtig gut und sie haben uns das Leben extrem schwer gemacht.“ Der Tenor: ein reifer Auftritt einer geschlossenen Mannschaft – mit Respekt vor dem tief verteidigenden Kontrahenten und dem guten Gefühl, personell aus dem Vollen schöpfen zu können.