Spielberichte

Benjamin Posch (SC HERZ Pinkafeld): "Ich ziehe den Hut vor Kukmirn und vor allem vor unseren Jungs" – 2:1-Auswärtssieg

SV Kukmirn
SC Pinkafeld

Im Duell SV Redlove Kukmirn gegen SC HERZ Pinkafeld in der II. Liga Süd zeichnet Trainer Benjamin Posch ein Bild von wechselnden Spielphasen, schwierigen Bedingungen und großem Respekt vor dem Gegner. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit leichten Vorteilen für Kukmirn übernahm Pinkafeld zunehmend die Kontrolle, zur Pause stand es 0:0. In Hälfte zwei prägten – aus Sicht von Posch – ein früher Ausschluss bei Kukmirn, intensive Zweikämpfe sowie Standards und lange Bälle die Dynamik. Er betont die körperliche Note, die Wirkung von Wind und holprigem Platz – und hebt zugleich die Widerstandskraft des Gegners hervor, der trotz Unterzahl gefährlich blieb. Am Ende feierte Pinkafeld einen 2:1-Auswärtssieg.


Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Kontrolle, Chancen – und ein Knackpunkt nach der Pause

Posch ordnet den Verlauf klar in Phasen ein: "Die ersten zehn bis fünfzehn Minuten hatte Kukmirn mehr Spielanteile, ohne zu klaren Chancen zu kommen. Danach haben wir das Spiel immer mehr unter Kontrolle gebracht, sind in der ersten Halbzeit dreimal allein vor dem Tor des Gegners aufgetaucht, konnten den Ball allerdings nicht unterbringen. In der zweiten Halbzeit hat uns natürlich die frühe rote Karte der Kukmirner in die Karten gespielt." Seine Mannschaft verzeichnete vor der Pause laut eigener Wahrnehmung die klareren Möglichkeiten: "In der ersten Halbzeit waren es drei ganz klare Torchancen für uns. Bei Kukmirn hätte ich – außer Weitschüssen und Standardsituationen – keine klaren Chancen gesehen. In der zweiten Halbzeit war es dann zwischenzeitlich ein offener Schlagabtausch, wo auch Kukmirn des Öfteren mit hohen Bällen gut vors Tor gekommen ist."

Standards, Wind, Platz – die bestimmenden Faktoren

Für die Gastgeber wurden ruhende Bälle früh zum Thema, wie Posch herausstreicht: "Kukmirn hat sich in den ersten Minuten der ersten Halbzeit ein Momentum über viele Standardsituationen und Einwürfe kreiert, bei denen sie einfach gefährlich sind. Vor unserem Gegentor hatten sie mehrere Standards, aus denen sie nochmals nachsetzen konnten und so schließlich durch Mihael Rebernik zum Treffer kamen. Bei uns kam das weniger zum Tragen, weil wir unsere Akzente eher aus dem Spiel heraus setzen konnten." Der Trainer beschreibt zudem, wie äußere Einflüsse das Bild verschoben: "Es gab Phasen, in denen Kukmirn spielbestimmender war, danach – speziell nach dem Ausschluss – mehr Ballbesitz bei uns. In der zweiten Halbzeit hat Kukmirn mit dem deutlich spürbaren Wind im Rücken immer wieder mit langen Bällen Gefahr erzeugt." Insgesamt ergab das ein Duell auf Messers Schneide: "Aufgrund des starken Winds und des holprigen Platzes war es sehr körperbetont – sicher nicht schön anzusehen, aber geprägt von vielen individuellen Duellen und wechselnden Ballbesitzen."

Halbzeitbotschaft, Fairness und Ausblick

In der Kabine setzte Posch auf Klarheit und Geduld: "Wir haben in der Halbzeit besprochen, wie wir auf die zweiten Bälle reagieren möchten, und die Jungs bestärkt, dass sie in der ersten Halbzeit schon guten Fußball gespielt haben. Wir wollten ruhig auf unsere Chancen warten. Das haben die Burschen bravourös gemacht und zu jeder Zeit Ruhe bewahrt." Trotz der Brisanz lobt er die Art, wie das Spiel geführt wurde: "Wenn zwei ebenbürtige Gegner aufeinandertreffen, gibt es immer wieder Szenen, die man anders sehen kann, aber unterm Strich war es trotz der Brisanz sehr fair." Der Respekt vor dem Gegner zieht sich bis zum Schluss: "Großer Respekt vor der Leistung von Kukmirn, vor allem mit zehn Spielern. Diese Mannschaft steht nicht zu Unrecht so weit oben in der Liga und hat extrem viel individuelle Qualität." Mit Blick auf die nächste Aufgabe mahnt der Coach zur Wachsamkeit: "Von der tabellarischen Ausgangslage könnte man meinen, dass es klar ist, was uns erwartet. Solche Spiele sind aber oft sehr schwer. Jedoch ist unser Haufen richtig hungrig und daher erwarten wir uns, dass unsere Jungs wie in den letzten Wochen jedes Spiel für sich betrachten, unter der Woche hart arbeiten – dann werden wir wieder eine gute Performance abliefern."

II. Liga Süd: Kukmirn : Pinkafeld - 1:2 (0:0)

  • 71
    Dario Tadic 1:2
  • 69
    Mihael Rebernik 1:1
  • 55
    Dario Tadic 0:1

 

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