Nach einem taktisch geprägten Duell zwischen SV Rechnitz und Bad Tatzmannsdorf ordnete Joachim Parapatits die Lage in der II. Liga Süd ein: Seine Mannschaft brauchte viel Ballbesitz und Geduld, der Gegner stand tief, verteidigte kompakt und lauerte auf Konter. Nach dem 2:0 kippte die Partie spürbar zu ihren Gunsten – mit vielen Umschaltmomenten und Chancen. Dennoch blieb die Mahnung: zweimal Aluminium, die Chancenverwertung bleibt ein Thema.

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„Man hat gemerkt, dass es um viel geht: Beide Teams brauchten Punkte im Abstiegskampf. Bad Tatzmannsdorf stand sehr defensiv, wollte kompakt verteidigen und auf Konter spielen. Wir hatten viel Ballbesitz – das machte es nicht einfach“, sagte Parapatits. In der ersten Halbzeit prägten lange Ballbesitzphasen und viel Geduld das Bild, während die Gäste über schnelle Umschalter Nadelstiche setzten. „Der Gegner war vor der Pause im Konter gefährlich. Es wurde öfter Abseits reklamiert – das ist schwer zu beurteilen.“
Den Knoten löste eine Standardsituation: In der 23. Minute köpfte Adam Schreiner nach einer Ecke zum 1:0 ein. Kurz darauf zeigte sich erstmals das Lattenpech – ein Weitschuss klatschte an die Innenstange. Mit 1:0 ging es in die Pause. Direkt nach Wiederbeginn folgte der nächste Einschnitt: Peter Gergö stellte in der 51. Minute auf 2:0 – ab da, so der Trainer, verschob sich die Statik endgültig. „Nach dem 2:0 hatten wir noch mehr Ballbesitz, viele Umschaltmomente und zahlreiche Chancen; insgesamt trafen wir zweimal die Stange – der Sieg war verdient.“ In der 77. Minute erhöhte Florian Kurtz abgeklärt auf 3:0, ehe Jan Balogh in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 4:0 setzte. Die größte Gelegenheit der Gäste kam aus Sicht des Trainers ganz spät: „Die richtig große Chance hatte der Gegner erst in der Nachspielzeit – unser Tormann hat sehr gut gehalten.“
Zur Leitung auf dem Feld sagte er: „Der Schiedsrichter war sehr gut. Einige Abseitssituationen waren eng, aber bei diesem Ergebnis ist es nicht relevant, darüber zu reden.“
In der zweiten Hälfte stach ein Offensiver besonders heraus. „Florian Kurtz war nach der Pause sehr entscheidend – super Assist, super Tor, einer der Matchwinner“, lobte Parapatits. „Aber auch Adam Schreiner mit dem 1:0 und defensiv starke Arbeit von Jan Langer vor der Abwehr.“ Zudem freute sich der Coach über das Zu-null-Spiel: „Unser Tormann hat sich das verdient.“
Die Marschroute fürs Kommende bleibt klar – samt selbstkritischer Analyse: „Die Kampfkräftigkeit müssen wir beibehalten. In der Chancenverwertung ist noch Luft nach oben: Wir haben einige Möglichkeiten liegen lassen. Phasenweise hatten wir zu viele Fehlpässe – Bälle erobert und dann leichtfertig wieder hergegeben. Sicher auch dem schwer zu bespielenden Platz geschuldet, aber da gibt es Potenzial nach oben.“