Im Duell in der II. Liga Süd zwischen dem SV Mühlgraben und dem SV Stegersbach rückte Stegersbachs Trainer Matthias Dürnbeck vor allem die Wucht und Konsequenz seines Teams in den Mittelpunkt. Er hielt fest, dass das 6:1 den Verlauf widerspiegelt, ohne die Messlatte herunterzulegen. Prägend war für ihn ein ganz früher Strafstoßmoment, dazu ein Spiel auf engem Platz mit vielen Zweikämpfen – und ein klarer Fokus auf das Kollektiv statt auf Einzelleistungen.

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In der 3. Minute verwandelte Nico Benkö einen Elfmeter zum 1:0, nur wenig später legte der Angreifer in der 9. Minute zum 2:0 nach. In dieser Phase stellte Stegersbach die Weichen, ehe die Gäste in der 30. Minute durch Mark Horvath auf 3:0 erhöhten. Mühlgraben kam kurz darauf durch Matic Donko zum 3:1-Anschlusstreffer (35.), doch noch vor dem Halbzeitpfiff schraubte Sandro Csencsits mit einem Doppelschlag in der 36. Minute zum 1:4 und in der 39. Minute zum 1:5 den Zwischenstand auf 5:1. Nach dem Seitenwechsel setzten die Stegersbacher in der 50. Minute durch Mark Horvath den Schlusspunkt zum 6:1. Strittige Szenen sah Dürnbeck an diesem Abend keine; zu Standards meinte er kurz und knapp: „Standards waren nicht auffällig.“
Die Rahmenbedingungen prägten die Spielanlage und das Gefühl auf dem Platz. Dürnbeck betonte die vielen Duelle und die Bereitschaft seiner Mannschaft, genau dort die Kontrolle zu übernehmen: „Aufgrund des kleineren Platzes gab es mehr Zweikämpfe. Die Intensität war sehr hoch – und wir haben sie angenommen, waren in den Duellen die agilere, spitzigere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“
Einzelne herauszuheben, war für Dürnbeck keine Option. Auf die Frage nach dem besten Mann stellte er den Kollektivgedanken und die aktuelle Personallage in den Vordergrund: Seine Mannschaft habe trotz weiterhin einiger Verletzter geschlossen überzeugt. Ungeachtet des klaren Auswärtssieges ordnete er die Leistung nüchtern ein und sah Ansatzpunkte: „Wir haben sehr dominanten Ballbesitzfußball gespielt. Die Chancenverwertung war nicht gut, und aus einer Torchance des Gegners haben wir das Gegentor bekommen. Das muss besser werden.“