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SV Güssing – Co-Trainer/Spieler Lukas Haas: „Endergebnis viel zu hoch“

SV Kukmirn
SV Güssing

Nach einem intensiven Auswärtsspiel bei SV Redlove Kukmirn in der II. Liga Süd ordnete Lukas Haas die 1:4-Niederlage des SV Güssing ein: Trotz sieben verletzungsbedingter Ausfälle, zweier unglücklicher Abpraller-Tore vor der Pause und einer späten Gelb-Roten sah er lange ein offenes, hart geführtes Match. Der frische Trainerwechsel zu Karlheinz Mittendrein und der klare Fokus „von Spiel zu Spiel“ prägten seine Eindrücke.


Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Ausgangslage und Herangehensweise

Güssing reiste personell auf Kante genäht an. „Wir hatten sieben verletzungsbedingte Spieler vorzugeben. Die Ausgangslage war daher nicht rosig, aber wir sind gut ins Spiel gekommen.“ Haas beschrieb eine Begegnung auf Augenhöhe mit vielen robusten Zweikämpfen. Auch im Ballbesitz habe keine Seite klare Vorteile gehabt. Standardsituationen blieben weitgehend harmlos: Eine direkt aufs Tor gezogene Ecke der Gastgeber sowie ein Güssinger Freistoß knapp vorbei – mehr sprang zunächst nicht heraus. Im letzten Drittel agierte Kukmirn allerdings entschlossener und äußerst effizient.

Schlüsselphasen und Wendepunkte

Früh kippte die Partie – aus Güssinger Sicht bitter. Dominik Vrtaric brachte Kukmirn in der 11. Minute mit 0:1 in Führung, Julian Heindl erhöhte in Minute 32 auf 0:2; mit diesem 0:2 ging es in die Pause. Nach Wiederbeginn meldete sich Güssing entschlossen zurück: Roman Rasser verkürzte in der 50. Minute auf 1:2. „Mit dem 1:2 ging ein Ruck durch die Mannschaft, wir hatten sehr viel vom Spiel“, so Haas. Als der Ausgleich in der Luft lag, folgte der nächste Nackenschlag: Mihael Rebernik stellte in der 79. Minute auf 1:3, kurz darauf schwächte eine Gelb-Rote Karte die Gäste – „in der 80. Minute war die Partie im Grunde gelaufen“. In der Schlussphase setzte Michael Kulovits mit dem 1:4 in der 88. Minute den Schlusspunkt. Strittige, spielentscheidende Szenen sah Haas nicht: Die Hinausstellung sei nach unsauber geführtem Zweikampf vertretbar gewesen; zuvor habe es lediglich ein paar unglückliche Pfiffe gegeben, „aber nichts Matchentscheidendes“. Sein Fazit: „Das Endergebnis ist viel zu hoch. Meiner Meinung nach wäre ein Unentschieden drinnen gewesen.“

Blick nach vorn: Neustart an der Linie, Fokus auf Klassenerhalt

Abseits des Rasens sorgte ein Wechsel auf der Trainerbank für einen Neustart. Haas trat am Montag nach dem Mühlgraben-Match als Cheftrainer zurück; seitdem hat Karlheinz Mittendrein – im Herbst bereits für die letzten Runden verantwortlich – wieder übernommen. Haas unterstützt als Co-Trainer und Spieler, gemeinsam mit Martin Kroboth. Die Mannschaft wurde am Sonntag vor dem Spiel informiert.

Inhaltlich ist die Marschroute klar: stabilisieren, Chancen konsequenter nutzen, Fehler minimieren – und verletzte Spieler zurückbekommen. „Wir blicken jetzt nur mehr von Spiel zu Spiel und wollen die Saison so gut es geht retten, idealerweise mit dem Klassenerhalt“, betonte Haas.

II. Liga Süd: Kukmirn : SV Güssing - 4:1 (2:0)

  • 88
    Michael Kulovits 4:1
  • 79
    Mihael Rebernik 3:1
  • 50
    Roman Rasser 2:1
  • 32
    Julian Heindl 2:0
  • 11
    Dominik Vrtaric 1:0

 

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