In der II. Liga Süd trennten sich der SV Mühlgraben und ASKÖ Korkisch Rotenturm 1:1 (0:1). Rotenturm ging durch Jonas Urbauer kurz vor der Pause in Führung, Niklas Fasch-Tauschmann glich nach der Halbzeit aus. Co-Trainer Florian Mayer sprach von einem gerechten Remis, haderte aber erneut mit Gegentoren nach Standards und verpassten Kontern: „Wir müssen unsere Umschaltmomente besser fertig spielen – dann wären auch drei Punkte drinnen gewesen.“

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SV Mühlgraben begann forsch, setzte Rotenturm früh unter Druck und traf gleich in den Anfangsminuten die Latte. Mayer bestätigte das offen: „In den ersten Minuten war Mühlgraben stärker, gleich mit einem Lattenschuss. Ab der zehnten, fünfzehnten Minute sind wir aber ins Spiel gekommen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit war es ein Duell auf Augenhöhe.“ Dann schlug der Gast zu: In Minute 40 zog Rotenturm eine sehenswerte Kombination über mehrere Stationen auf, Thomas Pickl legte mit der Hacke ab, und Jonas Urbauer vollendete trocken zum 0:1. Für Mayer war es „die schönste Aktion des Spiels, mit einer Hacke von Pickl – und Urbauer hat eiskalt verwertet“. Mit der knappen Führung im Rücken ging Rotenturm in die Kabine; zur Pause stand es 0:1.
Sechs Minuten nach Wiederbeginn fiel der Ausgleich. Nach einem Eckball kam Mühlgraben zum 1:1, Torschütze in Minute 51 war Niklas Fasch-Tauschmann. Genau solche Szenen wurmen Mayer: „Nach der Pause ist uns wieder eine Unachtsamkeit bei einer Standardsituation passiert. Wir kriegen viel zu viele Tore aus Standards, das müssen wir in den Griff kriegen.“ Danach ging das Spiel hin und her. „Es war ein offener Schlagabtausch“, so der Co-Trainer, und die Hausherren hatten erneut Alu-Pech: „Mühlgraben hat insgesamt zweimal die Latte getroffen.“ Rotenturm blieb wachsam, hielt defensiv kompakt und suchte weiterhin den schnellen Weg nach vorn, ohne jedoch in dieser Phase zwingend zu werden.
Je näher die Schlussphase rückte, desto mehr öffneten sich Räume für die Gäste. Rotenturm setzte auf Umschalten, kam zu vielversprechenden Situationen, doch der letzte Pass und die Entschlossenheit fehlten. Mayer brachte es auf den Punkt: „Zum Ende hin hatten wir ein paar super Umschaltmomente. Die müssen wir besser fertig spielen, dann wären auch drei Punkte drinnen gewesen.“
Sein Gesamtfazit blieb klar: „Unterm Strich war es ein gerechtes Unentschieden. Der Matchplan ist im Großen und Ganzen aufgegangen – nur ein 1:0 bringen wir derzeit nicht über die Runden.“ Den Rahmen in Mühlgraben ordnete er ein: „Hier ist es immer schwierig, kleiner, schmaler Platz – wir sind froh über den Punkt.“ Lob gab’s obendrein für den Unparteiischen: „Sehr gut, tadellos gelöst.“ Für die Tabelle ist es ein brauchbarer Zähler: Rotenturm hält bei 25 Punkten als Zwölfter, Mühlgraben bei 38 als Fünfter.