In der II. Liga Süd setzte sich der SC Grafenschachen beim ASV Gemeinde Tobaj klar mit 3:0 durch. Nach einer frühen Drangphase der Hausherren brachte Michael Strobl die Gäste in Minute 22 in Führung, nach der Pause legte Stefan Hettlinger mit einem Doppelpack (48., 52.) nach. Trainer Lukas Halwachs sprach von einem verdienten Auswärtssieg: "Wir waren im Ballbesitz deutlich besser und haben die entscheidenden Momente genutzt." Tobaj hielt lange gut dagegen, brachte seine aussichtsreiche Anfangsphase aber nicht auf die Anzeigetafel, während Grafenschachen ab dem 1:0 die Kontrolle übernahm.

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Die ersten zwanzig Minuten gehörten dem Heimteam. "Tobaj war in dieser Phase etwas gefährlicher, wir hatten anfangs Probleme, die Zweikämpfe anzunehmen", schilderte Lukas Halwachs den Start. Dann kam der Umschwung: In der 22. Minute traf Michael Strobl zum 0:1 und gab dem Spiel eine neue Richtung. "Das 1:0 hat uns sehr gutgetan. Ab da hat sich die Partie auf unsere Seite verschoben, wir hatten viel Ballbesitz", so der Trainer. Zur Pause stand es 0:1, und Grafenschachen kam hellwach aus der Kabine. "Gleich nach der Halbzeit haben wir den Doppelschlag gesetzt", sagte Halwachs – Stefan Hettlinger erhöhte in der 48. und 52. Minute auf 0:3. Der Coach beschrieb die Entstehung nüchtern: "Vor dem 2:0 war es ein Pass zwischen die Kette, Michael Oberrisser spielt auf Stefan Hettlinger, der bleibt vor dem Tormann cool. Beim 3:0 kommt Michael Strobl von rechts zur Mitte, und Stefan Hettlinger schiebt aus kurzer Distanz ein." Mit dem Drei-Tore-Polster blieb es bis zum Schluss klar.
In seiner Analyse hob Halwachs vor allem die Entwicklung nach dem Führungstreffer hervor. "Wir haben ab der 20. Minute richtig gut verteidigt und waren im Ballbesitz sehr, sehr dominant", betonte er. Seine Mannschaft fand wiederholt spielerische Lösungen: "Wir hatten super fußballerische Ideen und ein gutes Timing, wenn wir die Tiefe bespielen." Genau dieses Timing zeigte sich vor und nach der Pause, als Grafenschachen aus wenigen offenen Räumen maximalen Ertrag holte. Gleichzeitig gefiel dem Trainer die Arbeit gegen den Ball: "Wir haben als ganze Mannschaft richtig gut verteidigt." Den Gegner sah er keineswegs schwach, vielmehr neutralisiert: "Tobaj hat sehr gute Einzelspieler. Wir haben es als Kollektiv gut gemacht und ihre Stärken kaum zur Geltung kommen lassen." In Summe, so Halwachs, sei der Auswärtssieg folgerichtig: "Wir haben uns lange nicht nur auf Ballbesitz verlassen, sondern uns auch belohnt."
Die Partie war intensiv, gerade in vielen direkten Duellen. "Es war ein sehr hartes Spiel", sagte Halwachs offen. "Wir haben eine Gelb-Rote bekommen, Tobaj hat eine Gelb-Rote bekommen." Dass es ruppige Phasen gab, blieb nicht folgenlos. "Wir haben zwei verletzte Spieler aufgrund sehr harter Zweikampfführung vom Gegner", hielt der Coach fest, ohne nachzutreten. Trotz der Schärfe auf dem Platz verlor Grafenschachen den Faden nicht, stand kompakt und brachte den klaren Vorsprung abgeklärt ins Ziel. Auch der Unparteiische bekam von Halwachs ein faires Zeugnis ausgestellt: "Grundsätzlich hat der Schiedsrichter das im Großen und Ganzen gut geleitet. Es war intensiv, aber die Entscheidungen haben alle gestimmt." Unter dem Strich blieb es damit ein robustes, aber geordnetes Auswärtsspiel, in dem Disziplin und Klarheit im eigenen Plan die Oberhand behielten.
Mit dem Dreier von Tobaj unterstreicht Grafenschachen seine stabile Saison. In der Tabelle hält das Team nach 24 Runden bei 40 Punkten und liegt auf Rang vier, Tobaj bleibt mit 36 Zählern Sechster. Sportlich passte an diesem Abend vieles zusammen: Strobls wichtiges 1:0 in Minute 22, Hettlingers schneller Doppelschlag kurz nach Wiederbeginn und ein Auftritt, der nach der Startphase immer sicherer wirkte.
Den Unterschied fasste Halwachs zum Schluss kompakt zusammen: "Wir waren im Ballbesitz deutlich besser und haben in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht. Über das ganze Spiel haben wir als Kollektiv richtig gut verteidigt." Genau darauf will Grafenschachen aufbauen – auf Ballbesitz mit Tempo in die Tiefe und auf eine Mannschaft, die gemeinsam arbeitet und sich für ihre Phasen am Drücker auch belohnt.