In der II. Liga Süd feierte ASKÖ Oberdorf gegen den Tabellenführer SV Stegersbach einen 1:0-Heimsieg. Nach einer torlosen ersten Halbzeit entschied Joker Erik Reiner in der 84. Minute die intensive Partie. Trainer Christoph Kuh sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung und betonte die starke zweite Hälfte. Aus seiner Sicht fiel der Sieg verdient aus, weil Oberdorf nach der Pause zahlreiche Chancen vorfand und den Matchplan über neunzig Minuten konsequent durchzog.

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Der 24. Spieltag brachte eine Partie, in der Geduld gefragt war. Oberdorf blieb im ersten Durchgang ruhig, arbeitete konsequent und hielt die Ordnung. Zur Pause stand es 0:0, der torlose Zwischenstand wurde in Minute 45 festgehalten. Trainer Christoph Kuh hob genau dieses Fundament hervor: "Es war von unserer Seite eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben uns zu hundert Prozent an die Vorgaben gehalten und wurden durch das 1:0 belohnt." Gleichzeitig schilderte er seine Sicht auf eine heikle Szene vor dem Seitenwechsel: "Aus meiner Sicht hätten wir in der ersten Halbzeit mindestens einen Elfmeter bekommen müssen. Sonst war die Schiedsrichterleistung in Ordnung." Wichtiger als jede Nebengeschichte war ihm aber, dass seine Mannschaft geduldig blieb, den Plan durchzog und sich Schritt für Schritt in die Partie hineinarbeitete.
Aus der Kabine kam Oberdorf wacher und druckvoller, übernahm mit zunehmender Spielzeit immer mehr die Kontrolle. Kuh sah darin den Knackpunkt des Abends: "Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden wir immer stärker, konnten das Spiel auf unsere Seite ziehen und hatten sehr, sehr viele Torchancen." Die Gastgeber blieben dran – und belohnten sich spät. In der 84. Minute fiel das 1:0, Torschütze: Erik Reiner. Der Trainer ergänzte: "Das Tor erzielte Erik Reiner, der in der 80. Minute eingetauscht wurde." Mehr brauchte es nicht, der knappe Vorsprung reichte bis zum Schlusspfiff. Auch das Gesamtfazit des Coaches fiel eindeutig aus: "In der zweiten Halbzeit hatten wir sehr viele hundertprozentige Chancen und haben deshalb verdient gewonnen." Die zweite Hälfte trug klar die Handschrift der Hausherren.
Wie ordnete der Trainer den Gegner ein? "Meiner Meinung nach waren sie sehr nervös, zurückhaltend und wir haben ihnen alles abverlangt", sagte Kuh über Stegersbach, das als Tabellenführer angereist war. Der Sieg bekommt damit zusätzliches Gewicht. Oberdorf hält nach 24 Runden bei 35 Punkten und rangiert auf Platz acht, Stegersbach führt die Liga mit 52 Zählern an. Entscheidend war aus Sicht des Coaches aber nicht die Tabelle, sondern die Art des Auftritts. "Jeder hat für den anderen gekämpft und wollte diesen Sieg mit nach Hause nehmen", lobte Kuh die Einheit seiner Mannschaft. Mit diesem Spirit und dem Gefühl, den Matchplan über die volle Distanz durchgezogen zu haben, wollen die Oberdorfer auch in den kommenden Runden weiter punkten und die gute Linie bestätigen.