Spektakel in der II. Liga Süd: Der SV Olbendorf feierte gegen den SV Güssing einen klaren 8:2-Heimsieg. Trotz Handicap – „vier Spieler haben verletzungsbedingt gefehlt“, wie Sektionsleiter Dietmar Graf betonte – hatte Olbendorf das Geschehen im Griff und legte nach der Pause entscheidend nach. „Es war sicher erst in der zweiten Spielhälfte“, sagte Graf, der neben dem deutlichen Resultat vor allem den ungebrochenen Einsatz seiner Mannschaft hervorhob: „Wir haben nicht aufgesteckt, auch die Jungen sind hineingekommen und haben Vollgas gegeben.“

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Olbendorf erwischte den perfekten Start und lag schon nach der ersten Aktion vorn: In Minute 1 schob Franko Knez zum 1:0 ein. Der Gastgeber blieb am Drücker, nach 16 Minuten stellte Marc Handel Mazetti auf 2:0. Güssing meldete sich durch Nik Wukitsevits zurück (22.), doch Olbendorf antwortete noch vor der Pause: Knez schnürte in der 32. Minute seinen Doppelpack zum 3:1, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Dietmar Graf ordnete die erste Hälfte nüchtern ein: „Solche Spiele sind immer schwierig. Wir waren auch gehandicapt, weil vier Spieler verletzt gefehlt haben. Nichtsdestotrotz war es irrsinnig schwierig, solch einen Gegner zu bespielen.“ Gleichzeitig hielt er fest: „Der Spielanteil war sehr hoch bei uns – in beiden Halbzeiten.“ Die Führung zur Halbzeit war verdient, weil Olbendorf zielstrebiger auftrat und vorn die Chancen nutzte.
Nach dem Seitenwechsel fiel die von Graf angesprochene Entscheidung. In der 63. Minute traf Thomas Nebl zum 4:1 – genau jener Moment, den der Sektionsleiter als Weichenstellung bezeichnete: „Das 4:1 war entscheidend. Bis zum 3:1 war es immer wieder eine Partie, in der Güssing hätte zurückkommen können.“ Statt wacklig zu werden, legte Olbendorf eiskalt nach: Leon Hofer erhöhte auf 5:1 (66.), Ivan Markota machte das 6:1 (68.). Güssing verkürzte durch Julian Laky auf 6:2 (69.), doch die Antwort kam prompt: Raphael Gallop stellte in Minute 71 auf 7:2, und erneut Leon Hofer setzte mit dem 8:2 den Schlusspunkt (76.). Graf lobte die Gier seiner Elf: „Wir haben nicht aufgesteckt, wir wollten unbedingt diesen Sieg.“ Er hob auch die Einwechselspieler hervor: „Die jungen Spieler sind hineingekommen und haben toll weitergespielt, Vollgas gegeben.“ Bei allem Torjubel fand er faire Worte für den Gegner: „Der gegnerische Tormann hat eine höhere Niederlage verhindert.“
In seiner Analyse blieb Graf respektvoll gegenüber dem Tabellenletzten: „Die Güssinger stecken hinten drinnen. Solch ein Gegner ist immer angeschlagen, es ist schwierig, dagegen zu spielen.“ Genau deshalb war Olbendorf auf der Hut und suchte konsequent den Abschluss – mit Erfolg. „Wir haben unsere Vorteile ausgespielt“, fasste der Sektionsleiter zusammen.
Durch den Dreier steht Olbendorf nach 25 Runden bei 36 Punkten auf Rang acht, während Güssing mit 15 Zählern Schlusslicht bleibt. Graf wollte nach dem klaren Heimsieg nichts verklären und hob nochmals die Basis hervor: viel Ballbesitz, hoher Einsatz und die Bereitschaft, weiterzugehen, statt zu verwalten. „Es war sicher erst in der zweiten Spielhälfte“, sagte er, und meinte damit nicht nur den Zeitpunkt der Entscheidung, sondern auch die Haltung seiner Mannschaft. Mit dieser Mischung kann Olbendorf die kommenden Aufgaben mit breiter Brust anpacken – unabhängig davon, wer fehlt.