Spielberichte

Benjamin Posch (Trainer SC HERZ Pinkafeld): "Wir brauchten extrem viel Energie und Unterstützung"

SV Stegersbach
SC Pinkafeld

Im Spitzenspiel der II. Liga Süd hat der SV Stegersbach daheim gegen den SC HERZ Pinkafeld mit 0:2 verloren. Für die Gäste avancierte Doppelpacker Lukas Zapfel früh zum Matchwinner. Pinkafelds Trainer Benjamin Posch sprach von einem „unfassbaren Spiel für den neutralen Zuschauer“ und hob die Wucht seiner Mannschaft ebenso hervor wie die Qualität des Gegners. Sein Fazit nach dem Topduell Erster gegen Zweiter fiel respektvoll, aber klar aus: Die frühen Tore gaben Sicherheit, danach stemmte sich Stegersbach vehement gegen die Niederlage.


Fußballspieler legt sich den Ball auf

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Zwei frühe Zapfel-Treffer legen den Grundstein

Pinkafeld erwischte den besseren Start und nutzte die ersten klaren Momente eiskalt. In Minute 10 stellte Lukas Zapfel auf 0:1, in Minute 25 legte er zum 0:2 nach – beide Male traf der Angreifer, der am Ende zum Mann des Abends wurde. Posch ordnete die Schlüsselphase so ein: „Entscheidend waren der erste frühe und dann der zweite Treffer für uns, der natürlich Sicherheit gebracht hat.“ Den Ablauf beschrieb er detailliert: „Das erste Tor war im Anschluss an einen Eckball, wo wir einen langen Ball hinter die Kette geschlagen haben und Herczeg von dort aufspielte. Das zweite Tor war ebenfalls durch einen langen Ball hinter die Abwehr, wo Tadic dann querlegte.“ Zur Pause stand es 0:2, weitere Treffer fielen nicht mehr.

Stegersbach mit viel Ball, Pinkafeld dank Kollektiv und Rückenwind

Auch wenn das Ergebnis klar aussieht, wollte Posch die Leistung der Hausherren nicht kleinreden. „Stegersbach war, wenn man das gesamte Spiel betrachtet, teilweise feldüberlegen“, sagte der Coach und ergänzte: „Sie haben extrem gut im eigenen Ballbesitz agiert, uns immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Hut ab vor dieser Leistung der Mannschaft und auch des Trainerteams.“ Gleichzeitig erklärte er, warum Pinkafeld das Topspiel dennoch für sich entschied: „Es war nicht nur die Mannschaft. Was hier in den letzten Wochen im und um den Verein passiert, ist das Ergebnis von gestern. Um solche Spiele gewinnen zu können, braucht man extrem viel Energie und Unterstützung auch von außen.“ Genau diese Mischung aus Effizienz vorne und breitem Rückhalt habe den Ausschlag gegeben.

Fair geführtes Spitzenspiel und ein klarer Auftrag an die Fans

Diskussionen über die Leitung wollte Posch gar nicht erst aufmachen. „In so einem hitzigen Spiel bei diesen Wetterbedingungen vor dieser Kulisse gibt es immer Situationen, die man subjektiv anders sehen kann. Aber im Großen und Ganzen war es ein sehr fair geführtes Spitzenspiel, das auch dementsprechend vom Schiedsrichter geleitet wurde“, meinte er. Zum Schluss blickte der Trainer nach vorn – bei noch laufender Saison und engem Titelrennen: „Ich möchte ein Riesenkompliment an die Mannschaft, den gesamten Verein und die Zuseher aussprechen. Bitte unterstützt die Jungs in den nächsten Wochen weiterhin tatkräftig bei den Spielen, im Idealfall mit rotem Oberteil. Machen wir unseren Zusammenhalt sichtbar. Das haben sich die Burschen verdient. Sie werden ihr Bestes geben, um am Ende des Tages ganz oben zu stehen.“ Für Pinkafeld war der Sieg in Runde 27 ein dicker Schritt im Kampf an der Spitze, Stegersbach bleibt trotz der Niederlage ein ernstzunehmender Verfolger.

II. Liga Süd: Stegersbach : Pinkafeld - 0:2 (0:2)

  • 25
    Lukas Zapfel 0:2
  • 10
    Lukas Zapfel 0:1