In der II. Liga Süd musste der UFC Markt Allhau gegen den ASKÖ Schlaining einen frühen Rückstand drehen – und gewann am Ende mit 4:2 (3:1). Schlaining legte durch Csanád Héra vor, doch Alexandru Sebastian Liuba stellte die Partie noch vor der Pause mit einem Doppelschlag auf den Kopf und machte spät seinen Dreierpack perfekt. Tobias Glösl brachte die Gäste nach der Pause noch einmal heran. Trainer Roman Schaffer haderte danach vor allem mit fehlender Durchschlagskraft vorne und teuren Umschaltmomenten hinten.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Der ASKÖ Schlaining erwischte die bessere Phase: Nach 25 Minuten traf Csanád Héra zum 0:1. Die Antwort der Gastgeber fiel umso schneller und härter aus. Alexandru Sebastian Liuba glich in der 29. Minute aus und legte nur eine Minute später das 2:1 nach – der frühe Vorsprung der Gäste war dahin. Kurz vor der Pause erhöhte Stefan Binder auf 3:1, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel meldete sich Schlaining zurück: In Minute 65 stellte Tobias Glösl auf 3:2. Aus Sicht von Trainer Roman Schaffer waren seine Männer nun am Drücker und suchten den Ausgleich. Doch in der Schlussphase setzte Liuba noch einen drauf: In der 86. Minute traf der Allhauer Stürmer zum 4:2 und komplettierte damit seinen Dreierpack – aus Schaffers Sicht fiel der Treffer nach einem Konter.
Roman Schaffer sprach nach Abpfiff von einem bitteren Abend: „Für uns leider enttäuschend. Wir haben uns sehr viel vorgenommen.“ Er sah seine Mannschaft „wie in den letzten Wochen sehr spielbestimmend, auch im Ballbesitz“. Das Problem ortete er erneut im Umschalten: „In den Umschaltphasen hat der Gegner starke Abschlüsse, die zu Toren führen. Da müssen wir uns klar verbessern.“ Besonders aufmerksam hatte Schlaining den Allhauer Torjäger Liuba auf dem Zettel: „Wir wussten, dass der gegnerische Stürmer Liuba in Form ist. Er hat seine starke Form wieder bewiesen und uns mit seinen Akzenten wehgetan.“ Selbst fehlte den Gästen das letzte Etwas: „Uns hat in der Offensive eindeutig die Durchschlagskraft gefehlt. In der Defensive haben wir uns leicht verunsichern lassen.“ Positives nahm er dennoch mit: „Wir haben bis zum Schluss gekämpft, machen nach dem 3:1 das 3:2, sind am Drücker – und kassieren dann im Konter leider das 4:2.“
Auf Nachfrage blieb Schaffer sachlich, verwies aber auf eine aus seiner Sicht erstaunliche Statistik: „Wenn in einem Match siebzehn gelbe Karten gegeben werden, braucht man nicht viel dazu sagen. Es war kein hitziges Spiel, die Anzahl der Karten spricht für sich.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Kompliment an Allhau, die haben uns das Leben schwer gemacht und eiskalt die Chancen genutzt.“ Den Blick richtete der Trainer sofort nach vorn: „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Diese Woche suchen wir Lösungen und setzen sie um.“ Für das anstehende letzte Heimspiel gab er die Marschroute aus: „Wir wollen zeigen, was in uns steckt, alles reinhauen für den Sieg und in den Top acht bleiben.“ In der Tabelle liegt Schlaining mit 38 Punkten auf Rang acht, Allhau mit 36 Zählern auf Platz zehn – das Rennen bleibt eng und verspricht Spannung bis zum Schluss.