In der II. Liga Süd feierte der SV KB-Performance Rechnitz am Freitagabend einen 4:1-Heimsieg gegen den SK Unterschützen. Nach einer zähen ersten Hälfte und dem 1:1 zur Pause kippte das Spiel kurz nach Wiederbeginn: Peter Gergö stellte auf 2:1 – der Dosenöffner für eine klare zweite Halbzeit. Danach erhöhten Ádám Mihály Schreiner und Jan Martin Balogh, während die Gäste in Unterzahl agieren mussten. Trainer Joachim Parapatits sprach von einem „harten Stück Arbeit“, das seine Mannschaft nach der Pause souverän zu Ende brachte.

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Der Abend begann für Rechnitz holprig. Unterschützen stand tief, lauerte auf Umschaltmomente und setzte mit dem 0:1 durch Jonathan Pahr in Minute 24 den ersten Stich. Die Hausherren fanden aber rasch die Antwort: Julian Reiter traf nur drei Minuten später zum 1:1 und stellte das Spiel wieder auf Anfang. Mit diesem Remis ging es in die Kabinen. Gleich nach dem Seitenwechsel fiel dann die Szene, die das Spiel entschied. „Das 2:1 nach der Halbzeit war der Wendepunkt“, sagte Joachim Parapatits. Er beschrieb das Tor als langen Ball, bei dem der Tormann der Gäste kurz zögerte. „Unser Spieler hat den Ball attackiert und dann das 2:1 gemacht.“ Peter Gergö schrieb in der 48. Minute an – und ab da gab Rechnitz den Takt vor. Nach der Roten Karte für Nico Portschy (76.) legten die Heimischen nach: Ádám Mihály Schreiner stellte in Minute 78 auf 3:1, Jan Martin Balogh besorgte in der 85. Minute den 4:1-Endstand. Der Sieg wirkte am Schluss klar, weil Rechnitz die Momente nach dem Führungstor konsequent nutzte.
Parapatits nahm nach dem Abpfiff kein Blatt vor den Mund. „In der ersten Halbzeit hat so gut wie gar nichts funktioniert. Ich war echt enttäuscht von der Leistung“, sagte der Rechnitz-Trainer offen. Die Kompaktheit der Gäste war dabei der Schlüssel, warum seine Elf lange anrannte. „Der Gegner ist defensiv sehr gut gestanden, hat die Räume eng gemacht. Wir haben uns wirklich schwergetan.“ Umso größer die Erleichterung nach dem frühen Treffer zum 2:1: „Das war der Dosenöffner. Mit dem Tor hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel nicht mehr aus der Hand geben.“ Er hob hervor, wie stark seine Mannschaft nach der Pause reagierte: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann das wahre Gesicht der Rechnitzer gezeigt.“ Ohne das 2:1, so Parapatits, „wäre es sicher schwierig geworden, das Spiel zu gewinnen, weil der Gegner gut verschoben und gut verteidigt hat“.
Als Unterschützen nach 76 Minuten durch die Rote Karte gegen Nico Portschy in Unterzahl geriet, öffnete sich der Raum, und Rechnitz legte die nächsten Tore nach. Parapatits wollte das aber nicht auf eine einzige Szene reduzieren. Für ihn war klar: Der Auftritt nach dem Seitenwechsel gab den Ausschlag. Zugleich fand er lobende Worte für das Gespann: „Der Schiedsrichter hat sehr souverän geleitet.“ In der größeren Einordnung zeigte sich der Trainer selbstbewusst: „Man merkt, dass wir einen Lauf haben, dass wir momentan wirklich gefestigt sind und die Automatismen greifen.“ Bei Unterschützen habe man, so sein Eindruck, „gemerkt, dass ein bisschen die Luft draußen ist – Klassenerhalt geschafft, viele Verletzte“. Mit dem 4:1 festigt Rechnitz Platz fünf und hält bei 46 Punkten. Der Plan für die letzten beiden Runden ist schlicht: den Schwung mitnehmen und weiter nachlegen – so wie nach dem frühen 2:1 an diesem Abend.