Spielberichte

Florian Mayer (Co-Trainer ASKÖ Korkisch Rotenturm): "Zweite Halbzeit hätten wir uns den Sieg verdient"

ASKÖ Rotenturm
SV Neuberg

In der II. Liga Süd trennten sich der ASKÖ Korkisch Rotenturm und der SV Marsch Neuberg 2:2. Rotenturm glich zweimal durch Daniel Fekete aus, lag zur Pause 1:2 hinten und drückte nach dem Wechsel klar auf den Sieg. Laut Co-Trainer Florian Mayer fielen beide Gegentore nach Standards, dazu traf sein Stürmer an die Latte und ein später Treffer wurde aberkannt. "Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir uns den Sieg absolut verdient", sagte Mayer.


Bällesack

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Neubergs frühe Führung, Feketes Doppelpack und eine wilde Schlussphase

Der Nachmittag begann abwartend, ehe Neuberg in Minute 12 zuschlug: Raffael Radakovits stellte auf 0:1 – laut Florian Mayer per direkt verwandeltem Eckball. Rotenturm fand danach besser rein, Daniel Fekete glich nach 31 Minuten zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause legte Neuberg durch Michael Marth wieder vor (40.), mit 1:2 ging es in die Kabinen. "Die erste Halbzeit war nichts. Das war viel zu wenig in allen Belangen", räumte Mayer ein und nannte die Gästeführung "sicherlich nicht unverdient". Nach dem Wechsel kippte das Spielbild: Rotenturm hatte mehr vom Spiel, blieb am Drücker und belohnte sich in der 73. durch Feketes zweiten Streich mit dem 2:2. "Wir waren spielbestimmend", so Mayer. Direkt danach bot sich die Riesenchance aufs 3:2, "eine Minute später hat Daniel Fekete leider nur Aluminium getroffen". In den Schlussminuten wurde Rotenturm zudem ein Tor aberkannt – am Ende blieb es trotz großer Moralleistung beim Remis.

Mayer über Standards, Reaktion und verpasste drei Punkte

In der Analyse nahm Florian Mayer kein Blatt vor den Mund. "Neuberg ist durch einen direkt verwandelten Eckball 1:0 in Führung gegangen. Insgesamt haben sie zweimal nach Standards getroffen", ärgerte sich der Co-Trainer, denn "aus dem Spiel heraus hatte Neuberg nicht wirklich etwas Gefährliches". Der Knackpunkt lag für ihn im schwachen Beginn seiner Elf: "Die erste Halbzeit war nichts, wir waren viel zu behäbig im Aufbauspiel und nicht durchschlagskräftig." Umso stärker der Auftritt nach dem Seitenwechsel: "Nach der Pause hat sich das Blatt gewendet. Wir waren spielbestimmend, haben uns mit dem 2:2 belohnt und zum Ende hin das dritte Tor versäumt." Der Lattentreffer kurz nach dem Ausgleich passte ins Bild. "Wenn wir da das 3:2 machen, gewinnen wir das Spiel sicher", betonte Mayer.

Kompakte Gäste, fehlendes Quäntchen und ein Blick auf die Tabelle

Mayer zollte dem Gegner dennoch Respekt: "Neuberg hat gut und clever agiert, ist in der ersten Halbzeit sehr kompakt gestanden und hat durch Standards seine Stärken ausgespielt." Dass für Rotenturm am Ende "nur" ein Punkt blieb, führt er auf zwei Dinge zurück: "Über weite Strecken hat mir die spielerische Komponente gefehlt, vor allem vor der Pause. Und zum Ende hin hat uns vielleicht das Quäntchen Glück gefehlt." Zum aberkannten späten Treffer meinte er nüchtern: "Darüber kann man sicher diskutieren, aber es ist nicht meine Aufgabe, mich dazu zu äußern."

In der Tabelle bleiben die Nachbarn eng beisammen: Neuberg rangiert nach 27 Runden mit 31 Punkten auf Platz 13, Rotenturm mit 29 Zählern auf Rang 14. Der Punkt ist wertvoll, die Ansage aber klar: Die Energie und Überzeugung aus der starken zweiten Hälfte sollen künftig über 90 Minuten auf den Platz.

II. Liga Süd: ASKÖ Rotenturm : Neuberg - 2:2 (1:2)

  • 73
    Daniel Fekete 2:2
  • 40
    Michael Marth 1:2
  • 31
    Daniel Fekete 1:1
  • 12
    Raffael Radakovits 0:1