In Runde 28 der II. Liga Süd trennte sich Bad Tatzmannsdorf von ASKÖ Korkisch Rotenturm mit 2:2. Nach zäher erster Hälfte und 0:1-Pause lag der Gastgeber nach der Pause 2:1 voran, ehe in der Nachspielzeit doch noch der Ausgleich fiel. Trainer Patrick Bürger sprach von einer starken zweiten Hälfte und haderte damit, das 3:1 verpasst zu haben. Gleichzeitig sieht er sein Team in einem Negativlauf – die Stimmung bleibe dennoch gut, der Blick gehe auf ein rasches Erfolgserlebnis.

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Die Partie begann ausgeglichen, beide Seiten tasteten sich lange ab. Rotenturm nutzte kurz vor der Pause seine Chance: In Minute 38 stellte Ralph Ringbauer auf 0:1, mit diesem Rückstand ging Tatzmannsdorf in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren aktiver und drängten auf den Ausgleich. Der kam in der 62. Minute durch Ivan Cecura, nur drei Minuten später drehte Luka Grgic das Spiel auf 2:1. Der Gastgeber hatte damit alles in der Hand, doch das beruhigende dritte Tor fiel nicht. Und so kam es bitter: In der 90.+1 Minute traf Daniel Fekete für Rotenturm zum 2:2 und nahm Tatzmannsdorf den schon sicher geglaubten Heimsieg.
Trainer Patrick Bürger fasste den Nachmittag ohne Ausreden zusammen: "Die erste Halbzeit war ausgeglichen, nach der Pause waren wir richtig gut." Er sah sein Team auf Kurs: "Wir haben den Rückstand weggemacht und 2:1 geführt, da müssen wir das 3:1 machen." Dass am Ende nur ein Punkt blieb, ordnete er klar ein: "Mittlerweile sind wir in einen Negativstrudel gekommen, deshalb haben wir das Spiel heute nicht gewonnen." Auch zur Dramaturgie sagte er offen: "Es gab nicht viel Aufregendes." Lob verteilte Bürger trotzdem: "Der Gegner war sehr fair." Und er stellte klar, dass es aus seiner Sicht nichts zu diskutieren gab: "Mit dem Schiedsrichter passt das heute." Seine Kernbotschaft blieb, dass Leistung und Ertrag nicht zusammenfanden.
Der eine Punkt hilft Bad Tatzmannsdorf im Abstiegskampf nur bedingt: Nach 28 Runden hält das Team bei 19 Zählern auf Rang 15, Rotenturm liegt mit 30 Punkten auf Platz 14. Gerade deshalb schmerzt das Gegentor in der Nachspielzeit doppelt, denn nach Toren von Ivan Cecura und Luka Grgic war der Heimdreier greifbar. Bürger richtet den Fokus trotzdem nach vorne: "Die Stimmung im Team ist nach wie vor sehr gut und wir wollen die nächsten zwei Runden positiv gestalten." Sein Wunsch ist eindeutig: "Wir wollen einfach einen Sieg holen und ein Erfolgserlebnis feiern." Die zweite Halbzeit taugt dafür als Vorlage – nun geht es darum, Überlegenheit in Treffer umzumünzen und enge Spiele wieder in volle drei Punkte umzuwandeln.