Am 28. Spieltag der II. Liga Süd musste sich der SV Güssing dem SV Stegersbach klar mit 1:6 beugen. Die Gäste legten früh vor, kassierten zwar den Anschluss, trafen aber noch vor der Pause wieder und machten nach dem Seitenwechsel alles klar. Stegersbachs Trainer Matthias Dürnbeck ordnete den Auftritt selbstbewusst ein: „Wir waren über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft und haben in der Höhe verdient gewonnen.“ Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht „das frühe 1:0 nach einer Ecke und das 3:1 kurz vor der Pause“, die dem Team Sicherheit gaben.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Stegersbach erwischte einen Traumstart. Schon in Minute 3 war Manuel Fritz zur Stelle und stellte nach einem Eckball auf 0:1 – genau der frühe Moment, den Matthias Dürnbeck später herausstrich: „Das 1:0 nach einer Ecke hat uns in die Spur gebracht.“ Nur sieben Minuten später legte Erich Bencsics trocken zum 0:2 nach. Güssing gab sich jedoch nicht geschlagen, kam über Julian Laky in der 26. Minute zum 1:2 und war damit wieder im Spiel. Die Gäste ließen in dieser Phase mehrere Möglichkeiten aus, ehe kurz vor der Pause der nächste Wirkungstreffer gelang: In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs traf David Garger zum 1:3 (45+1). „Das 3:1 kurz vor der Pause war extrem wichtig, weil wir zuvor einige Chancen liegen gelassen haben. Es hat uns Sicherheit gegeben“, erklärte Dürnbeck den Knackpunkt des Abends.
Nach der Pause blieb Stegersbach das aktivere Team und schraubte das Ergebnis in einer kontrollierten zweiten Hälfte in die Höhe. Olivér László Tihanyi erhöhte zunächst in der 60. Minute auf 1:4 und legte in der 74. gleich noch das 1:5 nach – ein Doppelpack, mit dem die Messe endgültig gelesen war. Spätestens mit dem 1:6 durch Tobias Strobl (78.) war der Auswärtssieg in trockenen Tüchern. „Mit und gegen den Ball waren wir die bessere Mannschaft, deshalb war der Sieg verdient“, fasste Dürnbeck zusammen. Gleichzeitig blieb der Coach selbstkritisch: „In den ersten zwei Dritteln spielen wir sehr guten Fußball. Im letzten Drittel sind unsere Entscheidungen oft nicht klar genug, deshalb lassen wir viele Chancen liegen.“
Bei allem Jubel vergaß Matthias Dürnbeck den Gegner nicht: „Güssing hat sehr tief verteidigt und das auch gut gemacht. Aus Kontern hatten sie zwei, drei Chancen.“ Genau in diesen Momenten blieb Stegersbach wach und ließ hinten wenig zu. Auch die Spielleitung bekam ein klares Lob: „Das Schiedsrichterteam war sehr gut“, sagte der Trainer ohne jedes Aber. Der deutliche Auswärtserfolg passt in die starke Saison der Stegersbacher: Nach 28 Runden halten sie bei 58 Punkten und rangieren auf Platz zwei. Güssing steckt mit 15 Zählern am Tabellenende, zeigte aber Phasen, in denen der Anschluss möglich war. Für Stegersbach bleibt der Auftrag klar: weiter konsequent auftreten, die gute Basis aus Ballbesitz und Pressing mit mehr Klarheit im letzten Drittel verbinden – dann sind auch in den restlichen Partien die nächsten Punkte in Reichweite.