In der II. Liga Süd feierte ASKÖ Oberdorf einen 3:1-Heimsieg gegen ASV Gemeinde Tobaj. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte sorgte Luka Klisanin für die Pausenführung. Kurz nach Wiederbeginn legte Marko Stojak nach – für Trainer Christoph Kuh der Knackpunkt. Tobaj kam spät zum Anschluss, ehe Stojak in der Nachspielzeit alles klar machte. Weil Oberdorf trotz vieler Ausfälle viel investierte, blieb am Ende das Gefühl eines verdienten, hart erarbeiteten Heimsieges.

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Oberdorf und Tobaj starteten vorsichtig in die Partie, viele Zweikämpfe prägten das Bild, ohne dass sich eines der Teams sofort absetzen konnte. Trainer Christoph Kuh ordnete die Anfangsphase nüchtern ein: „Es war in der ersten Halbzeit eine ausgeglichene Partie.“ Genau in diese Phase platzte der Führungstreffer der Hausherren. In der 32. Minute setzte Luka Klisanin zum Solo an und schloss zum 1:0 ab – eine Szene, die Kuh so zusammenfasste: „Das 1:0 war ein Solo von Luka Klisanin.“ Das Tor gab Oberdorf sichtbar Sicherheit, ohne dass sie überdrehten. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, was dem Plan der Gastgeber entgegenkam. „Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt“, sagte Kuh und meinte damit, dass sein Team jetzt ruhiger agieren konnte, das Zentrum besser schloss und mit der Führung im Rücken die nötige Geduld fand, um den Gegner laufen zu lassen.
Gleich nach Wiederbeginn erwischte Oberdorf den perfekten Start in Hälfte zwei. In der 47. Minute stellte Marko Stojak auf 2:0 – und das nach starker Vorarbeit von Luka Klisanin. „Das 2:0 war das Tor von Marko Stojak nach Vorlage von Luka Klisanin“, erklärte Kuh, der diesen Moment klar herausstrich: „Der wichtigste Moment war das 2:0.“ Mit dem Zwei-Tore-Vorsprung spielte Oberdorf pragmatisch, ließ wenig zu und arbeitete zweikampfstark weiter. Ganz ohne Nadelstiche blieb Tobaj aber nicht. „Sie waren immer wieder gefährlich“, so Kuh, dessen Team in der Schlussphase nochmals gefordert wurde, als Robin Jautz-Lackner in der 83. Minute auf 2:1 verkürzte. „Sie wollten den Sieg vielleicht nicht so wie wir“, ergänzte der Coach – eine Einschätzung, die zur Schlussphase passte: Oberdorf hielt dagegen, blieb wach und suchte den entscheidenden Konter, statt sich nur hinten hineindrücken zu lassen.
Als die Partie zu kippen drohte, setzte erneut Marko Stojak den Deckel drauf. In der 90.+3. Minute traf der Angreifer zum 3:1 und krönte damit seinen Auftritt. Besonders diese Szene blieb Trainer Kuh im Kopf: „Das 3:1 von Marko Stojak war ein Solo über vierzig Meter, mit unbändigem Willen.“ Der Treffer passte zum Gesamtbild, das der Coach zeichnete: „Wir haben uns aufgrund der vielen Ausfälle den Sieg erarbeitet beziehungsweise erkämpft und daher auch verdient.“ Er sprach über das Gefühl nach Abpfiff: „Es war eine Freude, nach den letzten Niederlagen wieder zu Hause diesen Sieg zu erreichen.“ Unterm Strich stand ein Auftritt, der weniger von Glanz lebte, dafür von Kompaktheit, Klarheit in den Momenten und einem Stürmer, der zweimal eiskalt zuschlug.