In der II. Liga Süd feierte der SC HERZ Pinkafeld beim ASKÖ Korkisch Rotenturm einen 0:2-Auswärtssieg und laut Trainer Benjamin Posch damit den vorzeitigen Meistertitel. Dario Tadic traf in Minute 20 und 66, zur Pause stand es 0:1. Pinkafeld hatte mehr vom Spiel, Rotenturm verteidigte kompakt, doch die Gäste blieben geduldig und nutzten ihre Chancen. Posch sprach von einem erkämpften Sieg und großem Stolz auf sein Team.
Pinkafeld übernahm von Beginn an das Kommando und ließ den Ball laufen. Rotenturm stand extrem eng, machte die Räume dicht und erschwerte jeden Weg in den Strafraum – genau so klang es auch bei Benjamin Posch: "Wir waren die dominante Mannschaft im Ballbesitz. Rotenturm hat extrem kompakt verteidigt und uns das Leben schwer gemacht." Das erste Durchkommen brachte die Führung: In der 20. Minute stellte Dario Tadic auf 0:1. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Pause, ein Zwischenstand, der zum Bild einer geduldigen, aber zielstrebigen Gästeelf passte. Nach Wiederbeginn änderte sich wenig am Grundmuster: Pinkafeld blieb das aktivere Team und wartete auf die nächste Lücke. Als sich in Minute 66 der Raum öffnete, war Tadic wieder zur Stelle und erhöhte auf 0:2 – die Entscheidung in einem abgeklärten Auswärtsspiel, an dessen Ergebnis sich bis zum Schluss nichts mehr änderte.
In der Analyse blieb Posch nah an den einfachen Wahrheiten dieses Abends. Auf die Frage nach dem Knackpunkt antwortete er: "Eigentlich von Beginn weg." Das 1:0 wollte er nicht als reinen Zufall stehen lassen: "Das 1:0 kam vielleicht glücklich zustande, aber wir haben es erzwungen – und vorne haben wir die Qualität." Gemeint war die Effizienz, mit der Doppeltorschütze Dario Tadic zuschlug. Den Hauptgrund für den Sieg legte der Coach jedoch breiter an: "Im Kollektiv." Pinkafeld blieb über weite Strecken am Drücker, ließ hinten wenig zu und nutzte die Chancen eiskalt. Auch zum Schiedsrichterteam fand Posch Worte, ohne nachzutreten: "Da gibt es definitiv Verbesserungspotenzial, aber heute sind wir einfach glücklich und dankbar." Seine Botschaft: harte Arbeit, Geduld und Zusammenhalt haben den Ausschlag gegeben.
Der sportliche Ertrag war mehr als drei Punkte. "Wir sind mit dem heutigen Sieg Meister geworden", stellte Posch klar – und verband den Moment mit einer breiten Danksagung: "Ich bin extrem stolz auf dieses Team. Dieses Team besteht aus Spielern der U23 und der Kampfmannschaft und auch aus dem Vorstand sowie den Zusehern. Was in den letzten Wochen und Monaten entstanden ist, ermöglicht den heutigen Meistertitel, und ich bin dankbar, Teil davon zu sein." In Richtung Verfolger fügte er an: "Danke an den SV Stegersbach für den coolen Fight – sie waren ein extrem herausfordernder Gegner." Und weil Feiern zum Fußball gehört, folgte der Ausblick: "Ich würde mich richtig freuen, wenn nächste Woche am Samstag ganz, ganz viele Leute zur finalen Meisterehrung kommen."
Für Pinkafeld heißt das: den letzten Spieltag befreit angehen – und nächste Woche gemeinsam mit den Fans feiern.