Spielberichte

Stegersbach zündet nach der Pause: 4:0, Garger mit Doppelpack

SV Stegersbach
SV Rechnitz

In der II. Liga Süd setzte sich der SV Stegersbach in Runde 29 klar mit 4:0 gegen den SV KB-Performance Rechnitz durch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit legte Stegersbach nach Wiederbeginn los und stellte die Weichen binnen 15 Minuten auf Sieg. Trainer Matthias Dürnbeck hob den kontrollierten Auftritt seiner Mannschaft hervor und betonte, dass vor allem das erste Tor Sicherheit gab. Mit dem souveränen Heimerfolg festigten die Stegersbacher ihren Platz im Spitzenfeld und setzten ein klares Zeichen zum Saisonende.


Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach der Pause löst sich der Knoten

Die ersten 45 Minuten erzählten eine eigene Geschichte. Stegersbach hatte viel vom Ball, suchte ruhige Lösungen und ließ Rechnitz lange hinterherlaufen. Gleichzeitig blieb der Gast mit Kontern gefährlich. „Über die vollen neunzig Minuten waren wir spielbestimmend, wir hatten mehr Ballbesitz. Rechnitz hat auf Konter gesetzt und vor allem in der ersten Halbzeit Nadelstiche gesetzt“, sagte Matthias Dürnbeck. Früh wurde klar, wie eng es werden kann: Stegersbach kam trotz viel Ballbesitz zunächst nicht entscheidend durch, während Rechnitz mit seinen Umschaltmomenten gefährlich blieb. Nach der Pause übernahm der Gastgeber dann komplett: David Garger brach in der 54. Minute den Bann, Tobias Strobl erhöhte elf Minuten später, ehe Nico Benkö (68.) und erneut Garger (69.) innerhalb weniger Augenblicke das 4:0 fixierten. „Mit dem ersten Tor hat es in unsere Richtung gekippt und uns Sicherheit gegeben. Mit dem zweiten war das Spiel entschieden“, ordnete der Coach die schnelle Phase nach Wiederbeginn ein.

Dürnbeck über Ballbesitz, Sicherheit und Konsequenz

In seiner Analyse blieb Dürnbeck bei einem roten Faden: Stegersbachs Stärke mit dem Ball. „Wir sind generell ein sehr ballbesitzdominantes Team, das macht meine Mannschaft sehr gut“, erklärte er. Dass sich der Plan nach der Pause auszahlen würde, war aus seiner Sicht folgerichtig, weil Ruhe und Geduld blieben. Gleichzeitig legte der Trainer den Finger in zwei Baustellen, die trotz des klaren Sieges nicht aus dem Blick geraten: „Es sind die zwei Themenschwerpunkte, die wir in der kommenden Saison angehen müssen: die Entscheidungen im letzten Drittel und die Konterabsicherung.“ Genau in diesen Zonen will er mehr Konsequenz sehen – auch, weil Rechnitz in Halbzeit eins mit schnellen Umschaltmomenten aufzeigte. Positiv hob Dürnbeck zudem die Einstellung seiner Truppe hervor: „Auch wenn die Meisterschaft schon entschieden ist, sind meine Kicker motiviert und nehmen jedes Spiel mit hundert Prozent ernst.“ 

Gegner, Hitzefaktor und ein Gruß an den Meister

Respekt gab es vom Stegersbacher Trainer auch für den Gegner. „Rechnitz war vom Trainer sehr gut eingestellt, hat defensiv gut gearbeitet und über Konter Nadelstiche gesetzt – das haben sie wirklich gut gemacht“, sagte Dürnbeck. Eine kurze hitzige Phase mit „vielen kleinen Nettigkeiten“, wie er es nannte, überstand seine Elf ohne Folgen; die Bewertung des Unparteiischen fiel nüchtern aus: „Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung okay.“ Sportlich bleibt festzuhalten: Stegersbach ließ hinten nach der Pause wenig zu und nutzte vorne die Chancen eiskalt. Mit dem 4:0 festigte der SVS Rang zwei, während Rechnitz trotz engagierter erster Hälfte leer ausging. Zum Schluss wurde Dürnbeck grundsätzlich: „Ich möchte dem SC Pinkafeld zur verdienten Meisterschaft gratulieren und wünsche ihnen in der Landesliga alles Gute.“ Ein Satz, der zeigt, dass in Stegersbach trotz des klaren Heimsiegs der Blick schon weiter nach vorne geht – und dass der Fokus auf die nächste Saison mit klaren Hausaufgaben gerichtet ist.

II. Liga Süd: Stegersbach : Rechnitz - 4:0 (0:0)

  • 69
    David Garger 4:0
  • 68
    Nico Benkö 3:0
  • 65
    Tobias Strobl 2:0
  • 54
    David Garger 1:0