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„Wir wollen unsere jungen Talente hochziehen“ – Oberdorf zieht nach Platz neun eine positive Saisonbilanz

ASKÖ Oberdorf

Nach Rang neun in der II. Liga Süd und 41 Punkten zieht ASKÖ Oberdorf eine insgesamt zufriedene Bilanz. Obmann Günter Halper spricht von einer guten Saison, sieht ein intaktes Umfeld und gibt schon die Richtung für die nächste Phase vor. Der Schwerpunkt soll klar auf dem eigenen Nachwuchs liegen, dazu kommt die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr von Kapitän Stefan Halper.


Schiedsrichter hält einen Fußball in der Hand

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Eine Saison mit starker Mittelfeldphase

Ein Blick auf den Verlauf zeigt recht gut, warum der Rückblick in Oberdorf positiv ausfällt. Die Mannschaft war zwar nicht durchgehend ganz vorne dabei, hielt sich aber über weite Strecken stabil im oberen Mittelfeld. Nach einem Start zwischen Rang acht und zwölf arbeitete sich Oberdorf früh bis auf Platz fünf nach vorne. Besonders auffällig: Zwischen Runde neun und Runde 18 stand das Team fast durchgehend in dieser Region der Tabelle. Erst im letzten Saisondrittel ging es wieder etwas nach hinten, am Ende blieb mit Platz neun aber eine ordentliche Abschlussposition. Halper bringt diese Einordnung klar auf den Punkt: "Grundsätzlich bin ich mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden." Auch die letzten fünf Spiele passen zu diesem Bild. Auf Niederlagen gegen ASKÖ Rotenturm, SV Mühlgraben und SV Neuberg folgten dazwischen zwei Siege gegen ASV Tobaj und SV Kukmirn.

Der nächste Schritt soll über den Nachwuchs gehen

Wenn Halper auf Verbesserungspotenzial angesprochen wird, denkt er nicht zuerst an einzelne Zahlen oder an eine große Kaderdebatte. Sein Ansatz ist ein anderer. Für ihn geht es darum, den Verein langfristig breiter aufzustellen und den nächsten Schritt mit jungen Spielern zu machen. "Ich will noch mehr junge Spieler einbauen", sagt der Obmann, und er wird bei der Frage nach den konkreten Schritten noch deutlicher: "Wir wollen den eigenen Nachwuchs fördern und unsere jungen Talente hochziehen." Das ist keine Nebensache, sondern eine klare Linie für die kommende Phase. Gerade in einer Liga, in der Konstanz oft viel zählt, kann so ein Weg für einen Verein wie Oberdorf entscheidend sein. Halper beschreibt damit keinen radikalen Umbruch, sondern eine Entwicklung, die zum bisherigen Kurs passen soll. Die Saison war solide, jetzt soll die Mannschaft mit noch mehr Spielern aus den eigenen Reihen weiterwachsen.

Gute Stimmung im Verein, Kapitän auf dem Weg zurück

Dass Halper derzeit ruhig und positiv auf den Verein blickt, hängt nicht nur mit der Tabelle zusammen. Er hebt ausdrücklich hervor, dass die Basis im Klub stimmt. "Die Stimmung ist sehr gut, im Umfeld, im Verein und auch im Vorstand", sagt er. Dazu passt auch seine Aussage, dass es im Betreuerteam keine Umstellungen gegeben hat. Es bleibt also personell vieles beim Alten, was in dieser Phase durchaus ein Vorteil sein kann. Ganz ohne Sorgen ist die Lage im Kader aber nicht. Mit Stefan Halper fällt aktuell der Kapitän verletzt aus. Auch hier klingt der Obmann jedoch zuversichtlich. "Die Genesung schaut sehr gut aus. Er kann wahrscheinlich mit Anfang der Vorbereitung wieder mit dem Training beginnen." Für Oberdorf wäre das wichtig, weil der Kapitän in der Vorbereitung nicht nur sportlich, sondern auch innerhalb der Mannschaft eine zentrale Rolle einnehmen kann.

Abgang von Patrick Farkas schmerzt, der Blick bleibt trotzdem nach vorne

Ein Thema, das bei der weiteren Planung dennoch Gewicht hat, ist das Karriereende von Patrick Farkas. Halper spart dabei nicht mit Anerkennung. "Patrick Farkas hat sich menschlich und sportlich hervorgetan, aber leider sein Karriereende bekannt gegeben", sagt er. Dass ein solcher Spieler wegfällt, sieht man in Oberdorf naturgemäß nicht gern. "Das hat sicher großen Einfluss", sagt Halper offen. Gleichzeitig betont er aber auch, dass der Kontakt bestehen bleiben soll: "Er hat uns versprochen, uns mit seiner Mentalität weiter zu unterstützen, uns öfter zu besuchen und zu motivieren." Auch abseits der Mannschaft soll sich etwas tun. Der Vorstand bleibt laut Halper bestehen und soll nach der Generalversammlung vergrößert werden. "Ziel ist es, die Vereinsstruktur zu verbreitern und junge Funktionäre nachzubesetzen." So ergibt sich ein stimmiges Bild: sportlich eine zufriedenstellende Saison, personell ein schmerzlicher Abgang, strukturell aber ein Verein, der weiterarbeiten will. Und selbst auf die Konkurrenz hat Halper einen klaren Blick. Beeindruckt hat ihn "Grafenschachen mit einer sehr spielstarken Mannschaft" – ein Satz, der zeigt, woran sich Oberdorf in der kommenden Saison messen wird.