In der II. Liga Mitte hat der SV Schattendorf eine starke Saison hingelegt: Platz fünf, viel Einsatzzeit für Talente – und am Ende doch ein Paukenschlag. Trainer Markus Buchner trat nach dem letzten Spiel zurück und ordnet im Gespräch seine Entscheidung sowie die vergangenen Monate ein. „Mit der Mannschaft waren wir eine Supereinheit“, sagt er. Über Nachfolge und Kaderfragen äußert er sich bewusst nicht – das soll der Verein bekannt geben. Die Spielzeit bewertet er dennoch klar positiv.

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Sportlich zieht Buchner eine runde Bilanz. „Rückblickend war das eine sehr gute Saison. Wir haben viele sehr junge Spieler hineingebaut“, hält er fest. Für ihn war die Mischung entscheidend: „Ein Sechzehnjähriger und zwei Achtzehnjährige sind Stammkräfte geworden. Die Mischung mit den Routiniers hat gut gepasst.“ Gemeint sind unter anderem der 16‑jährige Mateo Guttmann und die beiden 18‑jährigen Michi Pils und Leon Koch, die sich nachhaltig in die Startelf gespielt haben. „Von hinten rücken einige aus der U23 nach, da gibt es viel Potenzial“, betont Buchner und verweist auf die Breite an Nachwuchskräften. Das Resultat: 54 Punkte und Rang fünf – eine Ausbeute, die den eingeschlagenen Weg bestätigt und dem Klub ein stabiles Fundament für die kommenden Schritte gibt.
Der abrupte Schnitt kam unmittelbar nach dem Saisonabschluss. „Ich bin im letzten Spiel zurückgetreten – nach internen Sachen“, sagt Buchner. Über Details schweigt er bewusst: „Wie es dort weitergeht, kann ich nicht sagen. Das soll der Obmann klären.“ Klar ist: Es war keine sportliche Kurzschlussreaktion, sondern eine Entscheidung, die er sauber trennen möchte. „Mit der Mannschaft waren wir eine Supereinheit. Intern hat es super gepasst“, erklärt er und fügt an: „Leider gibt’s in einem Verein nicht nur die Mannschaft, sondern auch einen Vorstand. Da hat’s nicht gepasst.“ Mit ihm legte auch sein langjähriger Assistent das Amt zurück. „Mit mir ist auch mein Co‑Trainer zurückgetreten“, so Buchner. Mehr wolle und werde er dazu nicht sagen.
Persönlich hat ihn die Resonanz aus der Mannschaft bewegt. "Fast alle Spieler haben mich angerufen oder geschrieben und sich bedankt – für die Weiterentwicklung der Mannschaft und der einzelnen Spieler“, erzählt Buchner. Die Arbeit auf dem Platz blieb bis zuletzt fokussiert. „Es hat zuletzt einige Ausfälle gegeben, aber wir haben das mit unserem Kader und den jungen Spielern gut hinbekommen“, sagt er. Zu Transfers, Abgängen oder möglichen Neuzugängen nimmt er bewusst keine Stellung: „Das will ich nicht kommentieren. Das soll der Verein bekannt geben.“ Fest steht nur sein eigener Plan: „Ich möchte weiterhin Trainer sein, so schnell wie möglich. Meine Golfschläger bleiben verpackt.“ Buchner blickt also nach vorne – ohne Groll, aber mit klarer Fußballlust.
In seiner Einordnung der Liga spart Buchner nicht mit Lob für starke Gegner. „Rohrbach war in beiden Spielen gegen uns überragend. Schnelles Umschalten, gutes Tempo. Es hat mich gewundert, warum sie nicht Meister geworden sind“, sagt er über den späteren Zweiten (63 Punkte). Auch den Champion hat er genau im Blick: „Lackenbach hatte ich auf der Rechnung. Auswärts waren wir sicher stärker und zuhause haben wir klar gewonnen.“ Besonders beeindruckte ihn die Breite im Kader: „Was bei denen auf der Bank sitzt, ist Wahnsinn.“ Dass der Titel an Lackenbach (69 Punkte) ging, überrascht ihn daher nicht – zugleich zeigt Buchners Rückblick, dass Schattendorf mit seinem Team über weite Strecken auf Augenhöhe agierte. Und er hofft, dass er so schnell wie möglich wieder als Trainer auf dem Platz stehen kann.