In der II. Liga Mitte schloss der ASK Neutal die Saison als Zwölfter mit 37 Punkten ab – und mit einem klaren Gefühl, woran es gehapert hat und was zuletzt wieder besser wurde. Trainer Dieter Komanovits ordnet den durchwachsenen Herbst und das stabilisierte Frühjahr ein, spricht über Abgänge, die Suche nach Verstärkungen und den kurzen Sommer. Vor allem die Chancenverwertung war lange ein Thema, der versöhnliche Abschluss im Frühjahr macht aber Mut. „Wir blicken positiv in die nächste Saison“, sagt der Coach – und der Fahrplan steht bereits.

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Der Rückblick von Dieter Komanovits auf den Herbst fällt deutlich aus. „Wir haben uns im Herbst nicht gut geschlagen. Wir haben sehr viele Spiele verloren. Wir hatten ein Problem in der Offensive. Wir haben viel zu viele Chancen gebraucht, um Tore zu erzielen. Das zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Herbst.“ Mehr musste der Trainer eigentlich nicht sagen, um die Hauptbaustelle zu benennen. Neutal hatte in vielen Partien mehr vom Spiel, belohnte sich aber zu selten. Was bleibt, ist die nüchterne Erkenntnis: Wenn du vor dem Tor zu lange brauchst, wird’s in dieser ausgeglichenen Liga schnell bitter. Genau an dieser Stellschraube will der Verein nun drehen.
Im Frühjahr stellte sich ein anderes Bild ein. Kein Hurra-Fußball, aber deutlich mehr Stabilität und die nötigen Zähler, um Ruhe in den Klub zu bringen. „Die Stimmung ist gut. Wir sind im Frühjahr nach Startschwierigkeiten ruhig geblieben und haben die nötigen Punkte für den Klassenerhalt gemacht. In der Frühjahrstabelle waren wir sogar auf Platz sieben. Das war ein versöhnlicher Ausklang“, erklärt Komanovits. Der Weg dahin war geprägt von mehr Konsequenz in den entscheidenden Momenten und einer Mannschaft, die an den Plan glaubte. „Wir blicken positiv in die nächste Saison und wollen an die Leistungen vom Frühjahr anschließen.“ Dieses Selbstverständnis war im Frühjahr spürbar; Neutal ließ hinten weniger zu, arbeitete geduldig und holte die Resultate, die im Herbst gefehlt hatten.
Während die Tabelle am Ende Platz zwölf ausweist, laufen hinter den Kulissen bereits die Weichenstellungen. „Fix verlassen haben uns Philipp Filz und Laszlo Vizler. Wir wollen zwei bis drei neue Spieler holen. Es laufen Verhandlungen, aber es ist noch nicht spruchreif“, so Komanovits. Die Personaldecke wirkt dennoch geordnet: „Die Spieler sind in der wohlverdienten Pause, aktuell ist niemand verletzt. Die Pause ist kurz: Am 26. Juni starten wir in die Vorbereitung.“ Konstanz gibt es auch abseits des grünen Rasens. „Das Funktionärsteam und das Betreuerteam bleiben unverändert“, betont der Trainer. Die Marschroute ist klar: Kader gezielt verbreitern, vorne zielstrebiger werden und die positiven Muster aus dem Frühjahr zur Basis machen. Der frühe Vorbereitungsstart soll genau das einspielen.
Wenn Komanovits einzelne Spieler nennt, fällt ein Name rasch: „Hervorzuheben ist unser Abwehrspieler Sebastian Berlakovich. Er ist im Frühjahr zu uns gestoßen und hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir erfolgreicher waren als im Herbst.“ Stabilität von hinten heraus war ein Baustein des Aufschwungs – und in einer Meisterschaft, die eng beieinander liegt, zählt jede kleine Serie. „Es gab keinen Gegner, der mich sehr beeindruckt hat. Die Liga war sehr ausgeglichen, jeder konnte jeden schlagen“, sagt der Coach. Genau darin sieht Neutal die Chance für die neue Saison: Wenn die Mannschaft die Ruhe aus dem Frühjahr mit einer besseren Ausbeute vor dem Tor verbindet, lässt sich im Tabellenmittelfeld rasch Boden gutmachen. Der Ton ist gesetzt – jetzt soll ab 26. Juni die Arbeit am Feinschliff beginnen.