Spielberichte

"Wir hätten das Spiel gewinnen müssen" – Ortauf hadert nach dem 2:2 mit der Chancenverwertung

USV Neuhaus
ASK Schlaining

In der II. Liga Süd wartet USV Autohaus Fortmüller Neuhaus nach dem 2:2 gegen ASKÖ Schlaining weiter auf den ersten Sieg, doch Trainer Stefan Ortauf sah seine Mannschaft keineswegs klar unterlegen. USV Autohaus Fortmüller Neuhaus war aus seiner Sicht über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, ließ sich von zwei Rückständen nicht aus der Bahn bringen und ärgerte sich am Ende vor allem über die mangelnde Effizienz vor dem Tor.


Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Zwei Rückstände, zwei Antworten

Stefan Ortauf ordnete die Partie nach dem Schlusspfiff als enges Spiel ein, in dem seine Mannschaft trotzdem mehr vom Spiel hatte. "Es war im Grunde genommen ein beinahe ausgeglichenes Spiel, in dem wir die spielbestimmende Mannschaft waren und aufgrund der klareren Torchancen das Spiel gewinnen hätten müssen", sagte der Trainer von USV Autohaus Fortmüller Neuhaus. Der Spielverlauf passte zu dieser Einschätzung insofern, als USV Autohaus Fortmüller Neuhaus zweimal einem Rückstand hinterherlaufen musste und beide Male noch die passende Antwort fand. In der 40. Minute brachte Philip Penzinger ASKÖ Schlaining mit 1:0 in Führung. Noch vor dem Pausenpfiff glich Patrik Hetesi in der 45. Minute zum 1:1 aus, womit USV Autohaus Fortmüller Neuhaus trotz des Nackenschlags mit einem 1:1 in die Kabine ging. Nach dem Seitenwechsel legte ASKÖ Schlaining durch Akos Füzi in der 67. Minute erneut vor, ehe Sebastian Weber in der 78. Minute das 2:2 fixierte. Dass seine Mannschaft zweimal zurückkam, wertete Ortauf klar als positiven Punkt.

Die Doppelchance nach der Pause als Knackpunkt

Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, machte der Trainer aber vor allem an zwei Themen fest: vorne die Chancenverwertung, hinten die Gegentore. Ortauf brachte das sehr klar auf den Punkt: "Wir nützen unsere Torchancen zurzeit nicht, und hinten bekommen wir zu leichtfertig Tore." Besonders hängen blieb ihm eine Szene kurz nach der Pause, als das Spiel beim Stand von 1:1 auf der Kippe stand. "Kurz nach der Pause hatten wir beim Stand von 1:1 eine große Doppelchance. Wenn wir da das 2:1 machen, schaut es für uns besser aus, das Spiel zu gewinnen", sagte Ortauf. Für USV Autohaus Fortmüller Neuhaus lag dort also jener Moment, in dem sich die Partie auf die eigene Seite hätte drehen können. Stattdessen blieb alles offen, ASKÖ Schlaining ging später noch einmal in Führung, und USV Autohaus Fortmüller Neuhaus musste erneut einem Rückstand nachlaufen. Auf die Frage, was am Ende zu mehr gefehlt habe, fiel die Antwort des Trainers entsprechend knapp aus: "Die Effizienz vor dem Tor."

Erster Punkt, aber weiter Arbeit vor dem Tor

Dass die Begegnung lange vorsichtig und ausgeglichen blieb, erklärte Ortauf auch mit der Ausgangslage vor dem Anpfiff. Beide Mannschaften waren noch ohne Zähler in die dritte Runde gegangen, und genau das war aus seiner Sicht auch im Spiel zu spüren. "ASKÖ Schlaining war spielerisch auch gut und hatte auch seine Möglichkeiten, aber dadurch, dass wir beide noch null Punkte hatten, ging keiner voll ins Risiko und beide waren bemüht, hinten sicher zu stehen", sagte der Trainer von USV Autohaus Fortmüller Neuhaus. Umso mehr nahm er aus Sicht seiner Mannschaft zumindest die Reaktion auf die beiden Rückschläge mit. "Die Moral war gut, weil wir zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen sind. Wir haben den Kopf nicht hängen lassen und in den letzten Minuten noch versucht, das Spiel ganz auf unsere Seite zu drehen", betonte Ortauf. Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen, dort sah er keinen Ansatzpunkt. So bleibt für USV Autohaus Fortmüller Neuhaus nach dem 2:2 der erste Punkt der Saison, aber auch die klare Erkenntnis, woran gearbeitet werden muss: Wenn aus den vorhandenen Chancen mehr gemacht wird, kann aus solchen Spielen künftig auch ein voller Erfolg werden.

II. Liga Süd: USV Neuhaus : Schlaining - 2:2 (1:1)

  • 78
    Sebastian Weber 2:2
  • 67
    Akos Füzi 1:2
  • 45
    Patrik Hetesi 1:1
  • 40
    Philip Penzinger 0:1