Spielberichte

„Unsere Fehler werden eiskalt bestraft“ – Dorner ordnet Grafenschachens 0:3 in Kukmirn ein

SV Kukmirn
Grafenschachen

In der II. Liga Süd musste sich SC Grafenschachen am Sonntag bei SV Redlove Kukmirn mit 0:3 geschlagen geben. Zur Pause war nach dem 0:1 durch Mihael Rebernik noch alles offen, nach dem Seitenwechsel machten Rebernik und Elias Fabsits den Heimsieg aber klar. Trainer Bernd Dorner sah die Ursachen deutlich bei seiner Mannschaft: drei schwere Eigenfehler in der Defensive und zu wenig Gefahr nach vorne.


Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

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Vor der Pause schon zu wenig Zug im eigenen Spiel

Lange blieb Grafenschachen in Kukmirn zumindest vom Ergebnis her in Reichweite. Erst in der 39. Minute gingen die Gastgeber durch Mihael Rebernik mit 1:0 in Führung, mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen. Dorner machte aber klar, dass ihn nicht nur das Resultat, sondern vor allem die Art und Weise störte. „Wir haben durch kapitale Eigenfehler drei Gegentore bekommen und waren im Spiel nach vorne einfach zu harmlos“, sagte der Trainer nach Schlusspfiff. Gerade in der ersten Hälfte habe seine Mannschaft offensiv keinen guten Zugriff gefunden. „Es war in der ersten Halbzeit zu viel mit langen Bällen“, sagte Dorner und sprach damit genau jenen Punkt an, der Grafenschachen den Aufbau eines besseren Offensivspiels erschwerte.

Das 2:0 als klarer Knackpunkt

Nach der Pause war die Partie aus Sicht der Gäste noch nicht entschieden, sie kippte dann aber innerhalb weniger Minuten endgültig. Rebernik erhöhte in der 63. Minute auf 2:0, nur drei Minuten später legte Elias Fabsits das 3:0 nach. Vor allem der zweite Gegentreffer war für Dorner der Moment, an dem das Spiel weg war. „Das 2:0 war sicher entscheidend. Das ist durch einen schweren Eigenfehler passiert, und da haben wir den Glauben schon ein bisschen verloren“, sagte der Grafenschachen-Coach. Damit war auch seine Erklärung für den weiteren Verlauf geliefert: Nicht eine einzelne Phase, sondern der nächste grobe Fehler nach dem Seitenwechsel nahm seiner Mannschaft die Chance, die Partie noch einmal offenzuhalten.

Kukmirn nutzte seine Möglichkeiten, Grafenschachen fand kein Tempo

Dass seine Mannschaft nach dem 0:2 nicht mehr zurückkam, erklärte Dorner auch mit den Problemen im eigenen Offensivspiel. „In der zweiten Halbzeit war das Problem, dass wir uns wenig hochkarätige Chancen herausgespielt haben“, sagte er. In der Gesamtbetrachtung fiel sein Urteil deshalb klar aus: „Wir haben drei gravierende Fehler in der Defensive gemacht und das wird sofort bestraft". Auch abseits davon hielt sich der Trainer kurz: Strittige Szenen habe es keine gegeben, der Schiedsrichter sei „in Ordnung“ gewesen.

Wenig Trost, aber eine klare Erkenntnis

Viel Positives nahm Dorner nach der Niederlage naturgemäß nicht mit, einen Satz wollte er aber dennoch stehen lassen. „Positiv ist, dass wir wissen, dass wir viel besser spielen können“, sagte er. Mehr ergänzte der Trainer unmittelbar nach dem Spiel nicht. Nach drei Runden bleibt Grafenschachen damit bei drei Punkten, während Kukmirn mit dem Heimsieg auf sieben Zähler kommt. Für die Gäste war dieser Nachmittag vor allem eine klare Lehre: Wer sich in der Defensive solche Fehler leistet und im Spiel nach vorne zu harmlos bleibt, wird es in dieser Liga schwer haben. Genau daran machte Dorner das 0:3 fest, und genau daraus lässt sich seine nüchterne Analyse dieses Auswärtsspiels ableiten.

II. Liga Süd: Kukmirn : Grafenschachen - 3:0 (1:0)

  • 66
    Elias Fabsits 3:0
  • 63
    Mihael Rebernik 2:0
  • 39
    Mihael Rebernik 1:0