In der II. Liga Süd hat ASKÖ Schlaining beim SV Olbendorf eine 1:2-Niederlage hinnehmen müssen. Nach torloser erster Hälfte gerieten die Gäste direkt nach dem Seitenwechsel in Rückstand, kamen durch Philip Penzinger noch einmal zurück, brachten den Punkt aber nicht über die Zeit. Trainer Roman Schaffer machte nach dem Spiel vor allem den fehlenden Kampf zum Thema.

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Schaffer hatte schon vor dem Anpfiff damit gerechnet, dass in Olbendorf kein leichtes Auswärtsspiel warten würde. „Wir wussten, dass es eine kampfbetonte Partie wird, speziell von Olbendorf“, sagte der Trainer. Genau darin sah er später auch einen entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams. Die Gastgeber hielten die Partie über weite Strecken eng, ließen Schlaining nicht richtig in den eigenen Rhythmus kommen und gingen immer wieder hart in die Zweikämpfe. „Wir wussten, dass Olbendorf unser Spiel zerstören wird, und das haben sie auch gemacht“, so Schaffer. Zur Pause stand es zwar noch 0:0, doch kurz davor kippte das Spiel aus seiner Sicht bereits. Schaffer sah den Wendepunkt noch vor dem Seitenwechsel.
Wie schwer die Aufgabe werden würde, zeigte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel. In der 47. Minute brachte Ivan Markota Olbendorf mit 1:0 in Führung, und damit musste Schlaining einem Rückstand hinterherlaufen. Schaffer hob dennoch hervor, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. „Wir haben uns nach dem Rückstand noch zum 1:1 zurückgekämpft“, sagte er, und genau das passierte in der 80. Minute, als Philip Penzinger der Ausgleich gelang. Damit war der Punkt wieder greifbar. Gerade deshalb schmerzt die Niederlage aus Schlaininger Sicht besonders, denn nur sechs Minuten später stellte Franko Knez auf 2:1 für die Gastgeber. „Trotz toller Einstellung und Moral haben wir die letzten paar Minuten das Unentschieden nicht nach Hause gebracht. Das war von uns sehr nachlässig“, fasste Schaffer die Schlussphase zusammen.
Nach dem Abpfiff sprach der Trainer nicht nur über die Niederlage, sondern auch über Themen, die seine Mannschaft schon länger begleiten. „Wir haben intern einige Dinge angesprochen, an denen wir seit Wochen arbeiten. Die haben heute leider auch nicht funktioniert“, sagte Schaffer. Gleichzeitig schob er die Niederlage nicht allein auf äußere Umstände. „Natürlich war auch eigenes Fehlverhalten dabei“, stellte er klar. Noch deutlicher wurde er bei der grundsätzlichen Einordnung: „Der Unterschied war ganz einfach, dass der Wille und der Kampf bei Olbendorf größer waren.“ Für Schlaining, das nach sieben Runden bei sechs Punkten hält, ist die Botschaft damit klar. „Es muss jetzt jeder die Situation erkennen. Es geht mehr über den Kampf. Wenn wir diesen Kampf annehmen, werden wir uns auch selber wieder aus unserer Situation rausholen“, sagte Schaffer. Olbendorf hält nach dem 2:1-Erfolg nun bei zehn Zählern.