In der II. Liga Süd hat USV Autohaus Fortmüller Neuhaus am Samstag ASKÖ Oberdorf mit 4:1 besiegt und damit einen Erfolg eingefahren, den Trainer Stefan Ortauf vor allem auf die Haltung seiner Mannschaft zurückführte. Lange war es eine offene Partie, ehe zwei Treffer kurz vor der Pause das Spiel in Richtung der Gastgeber kippen ließen. Genau dort sah Ortauf den entscheidenden Moment dieses Nachmittags.

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Lange Zeit war das Spiel nach Einschätzung des Neuhauser Trainers völlig offen. "Es war lange ein ausgeglichenes Spiel", sagte Stefan Ortauf, der erst kurz vor dem Seitenwechsel den klaren Ausschlag auf seiner Seite sah. In der 42. Minute brachte Andreas Lackner die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und diese Szene blieb auch deshalb hängen, weil sie aus Sicht des Trainers ungewöhnlich zustande kam. Ortauf schilderte das klar: "Beim 1:0 hatte der gegnerische Tormann einen Blackout. Er dachte, das Spiel sei unterbrochen, legte den Ball auf den Boden und unser Stürmer konnte frei einschießen." Noch vor der Pause legte Lackner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach. "Das 2:0 war ein sehr guter Counter, den wir erfolgreich abschließen konnten", sagte der Neuhauser Coach. Aus einem Spiel, das bis dahin auf Augenhöhe verlaufen war, wurde damit zur Pause ein 2:0 für Neuhaus.
Mit diesem Polster im Rücken legte Neuhaus nach dem Seitenwechsel nach und machte aus einer engen Partie ein klares Ergebnis. Wieder war es Andreas Lackner, der in der 59. Minute auf 3:0 stellte und damit seinen dritten Treffer des Tages erzielte. Sechs Minuten später erhöhte Patrik Hetesi sogar auf 4:0. Dass die Partie am Ende trotzdem nicht ganz ohne Gegentor blieb, änderte am Gesamteindruck aus Neuhauser Sicht nichts mehr. In der 74. Minute gelang Marko Stojak noch das 4:1 für Oberdorf. Ortauf wollte den Gegner trotz der klaren Niederlage nicht kleiner machen, als er war. "Oberdorf hat eine sehr gute Offensive und wenn sie die ein oder andere Chance auch genutzt hätten, wäre es sicherlich noch enger geworden", meinte er. Gerade deshalb fiel der Sieg zwar deutlich aus, war für den Trainer aber nicht einfach nur eine Sache des Resultats.
Für Ortauf lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften weniger in einem einzelnen Spielzug als in der Gesamtleistung seiner Elf. "Sehr gut hat das kollektive Auftreten funktioniert. Obwohl wir ein paar Ausfälle hatten, haben wir das kompensieren können", sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht genau das, was im Unterhaus oft über enge Spiele entscheidet: "Durch Leidenschaft, Einsatz und den unbedingten Willen haben wir verdient gewonnen." Noch deutlicher wurde er bei der Frage nach dem Schlüssel zum Erfolg: "Wir haben ein bisschen mehr Leidenschaft, Wille und Ehrgeiz aufgebracht und wollten den Sieg unbedingt." Dass es daneben keine Nebenschauplätze gab, passte ins Bild eines klaren Fußballnachmittags. "Es gab keine strittige Situation und die Schiedsrichterleistung war absolut in Ordnung", hielt Ortauf fest. Für Neuhaus ist dieser 4:1-Erfolg damit nicht nur wegen der vier Tore wertvoll, sondern auch, weil die Mannschaft trotz Ausfällen als geschlossene Einheit aufgetreten ist und sich genau dafür belohnt hat.