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"Das Spiel muss früher auf unsere Seite kippen" – Grafenschachen entscheidet das 3:1 erst spät

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Grafenschachen
ASK Schlaining

In der II. Liga Süd hat sich SC Grafenschachen am Sonntag in Runde neun mit 3:1 gegen ASKÖ Schlaining durchgesetzt. Entscheidend war laut Trainer Bernd Dorner nicht nur der frühe Freistoßtreffer, sondern vor allem die Effizienz in der Schlussphase. Lange blieb die Partie offen, weil die Gastgeber ihre Chancen zunächst nicht sauber zu Ende spielten, ehe ein später Doppelschlag den Heimsieg absicherte.


Torwart greift zur Trinkflasche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Blitzstart und die verpasste Vorentscheidung

Der Nachmittag begann für Grafenschachen genau so, wie man sich das daheim wünscht. Bereits in der 2. Minute brachte Viktor Markus die Gastgeber in Führung und Dorner beschrieb diesen Auftakt später sehr anschaulich: "Wir waren schnell in Führung durch ein Freistoßtor, und es war ein Treffer aus rund 30 Metern ins rechte Kreuz." Damit war früh alles auf einen guten Heimauftritt gestellt. Der Trainer verwies aber auch sofort auf jene Szene, die aus seiner Sicht viel früher für klare Verhältnisse hätte sorgen können. "Wir haben dann in der siebten Minute die große Chance aufs zweite Tor ausgelassen. Wenn wir das nutzen, kippt das Spiel sicher früher auf unsere Seite", sagte Dorner. So blieb es zur Pause beim 1:0, obwohl der Start nach mehr ausgesehen hatte.

Schlaining bleibt dran und kommt zurück

Dass die Partie offen blieb, lag nicht nur an der ausgelassenen Möglichkeit der Hausherren, sondern auch am Auftreten der Gäste. Dorner stellte Schlaining ausdrücklich ein gutes Zeugnis aus und sagte: "Der Gegner war Ende der ersten Hälfte sehr präsent, war mutig und hat sich nie aufgegeben." Genau dieses Bild zog sich weiter durch das Spiel. Nach dem Seitenwechsel kam Schlaining dann auch zurück, als Florian Glösl in der 56. Minute zum 1:1 traf. Für Grafenschachen war das ein Moment, in dem die Partie noch einmal neu begann. Dorner gefiel in dieser Phase aber, dass seine Mannschaft stabiler blieb als zuvor: "Gut war in der zweiten Hälfte, dass wir besser kompakt gestanden sind." Damit hielt sich Grafenschachen trotz des Ausgleichs in einer Partie, die jederzeit in beide Richtungen hätte kippen können.

Strobl macht den Sack spät zu

Die Entscheidung fiel dann erst ganz am Ende, dafür aber konsequent. In der 89. Minute stellte Michael Strobl auf 2:1, nachdem Grafenschachen einen Konter erfolgreich abschloss. In der Nachspielzeit legte derselbe Spieler noch das 3:1 nach und beseitigte damit auch die letzten Zweifel am Heimsieg. Dorner erklärte diese Schlussphase mit einfachen Worten: "Beim dritten Treffer half den Gastgebern auch die Spielsituation. Beim dritten Tor war der Tormann beim Eckball schon vorne, das Tor war leer und wir mussten nur noch ins leere Tor schießen", sagte der Trainer. Aus einem lange engen Spiel wurde so in wenigen Minuten doch noch ein klarer Heimerfolg.

Tempo nach vorne, im Spielerischen noch Luft nach oben

Für Dorner lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften am Ende vor allem im Offensivspiel seiner Elf. "Wir waren in der Offensive mit richtig viel Tempo immer gefährlich und haben die Tore gemacht", hielt der Grafenschachener Trainer fest. Gleichzeitig klang er nach dem 3:1 keineswegs so, als wäre schon alles so, wie er es sich vorstellt. Im Gegenteil: "Luft nach oben ist auf jeden Fall im Spielerischen, da fehlt uns schon noch sehr viel, so wie ich mir das vorstelle." Genau darin steckt nach diesem Nachmittag wohl die treffendste Einordnung. Grafenschachen hat sich in Runde neun drei Punkte geholt und steht nun bei elf Zählern, aber der Trainer sieht klar, dass der Sieg zwar verdient, aber noch kein Grund ist, sich zurückzulehnen. " Ich denke wir haben viel zu tun, vor allem im zweiten und dritten Drittel, da musst du Lösungen finden und den Ball über mehrere Stationen laufen lassen. Aber die Kurve geht langsam bergauf, ich bin zuversichtlich, dass wir uns weiter steigern werden."

II. Liga Süd: Grafenschachen : Schlaining - 3:1 (1:0)

  • 93
    Michael Strobl 3:1
  • 89
    Michael Strobl 2:1
  • 56
    Florian Glösl 1:1
  • 2
    Viktor Markus 1:0