In der II. Liga Süd hat ASV Gemeinde Tobaj gegen SV KB-Performance Rechnitz trotz Pausenführung 1:2 verloren. Aus Sicht von Rechnitz-Trainer Joachim Parapatits lag der Schlüssel in der Reaktion nach dem Rückstand: Seine Mannschaft sei gut gestartet, habe sich vom 0:1 nicht aus der Bahn werfen lassen und nach dem Ausgleich die Verunsicherung des Gegners konsequent ausgenutzt. Damit drehte der Tabellendritte eine Partie, in der Tobaj zur Pause noch vorne lag.

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Parapatits sah seine Mannschaft zunächst sogar in einer guten Position. „Wir sind sehr gut gestartet und haben uns in den ersten 15 Minuten sehr viele Chancen herausgespielt. Wir haben auch Corner-Serien gehabt“, sagte der Rechnitz-Trainer nach dem Spiel. Umso bitterer war aus seiner Sicht, dass gerade in dieser Phase der Rückstand fiel. In der 10. Minute brachte Roman Rasser die Gastgeber mit 1:0 in Führung, nachdem Tobaj laut Parapatits einen langen Ball und das schnelle Umschalten gut ausspielte. Der Coach nannte das Tor einen „Nackenschlag“, weil seine Elf davor viel richtig gemacht hatte. Trotzdem blieb Rechnitz aus seiner Sicht dran, kam wieder zu Möglichkeiten und ließ sich vom Rückstand nicht aus dem Tritt bringen. „Wir waren bis zur Halbzeit wirklich wieder gut im Spiel, haben aber leider kein Tor gemacht“, sagte Parapatits. So ging es für die Gäste trotz eines ordentlichen Auftritts mit einem 0:1 in die Pause.
Was in der ersten Hälfte noch gefehlt hatte, lieferte Rechnitz kurz nach Wiederbeginn nach. In der 51. Minute gelang Peter Gergö der Ausgleich zum 1:1, und genau dieses Tor hob Parapatits als Knackpunkt hervor. „Das 1:1 war sehr wichtig für die Moral der Mannschaft. Da sind wir zurück ins Spiel gekommen“, sagte er. Nach seiner Schilderung verlängerte Jan Langer den Ball per Kopf, Gergö spekulierte dahinter und verwertete zum Ausgleich. Rechnitz bekam dadurch merklich Rückenwind, während Tobaj laut Parapatits etwas verunsicherter wirkte. Die Gäste blieben am Drücker und nutzten diese Phase dann auch zur Führung. In der 66. Minute traf Jan Langer zum 2:1. Dem Tor ging laut Parapatits ein Foul und ein schnell abgespielter Freistoß voraus, danach setzte sich Langer stark durch und vollendete. „Das Selbstvertrauen war dann stark, und wir haben das ausgenutzt“, fasste der Trainer diese Phase zusammen.
Neben der Moral nach dem 1:1 stellte Parapatits vor allem die mannschaftliche Disziplin heraus. „Die Bereitschaft war auf jeden Fall da. Bis auf den einen langen Ball, bei dem wir ein bisschen spekuliert haben, sind wir wirklich gut gestanden und haben wenig Chancen zugelassen“, sagte er. Besonders mit der zweiten Halbzeit war der Rechnitz-Coach sehr zufrieden. „Ich glaube, da hatte der Gegner keinen einzigen Torschuss mehr. Das spricht eindeutig für die Mannschaftsleistung.“ Gerade gegen eine Mannschaft, die er vorne als schnell und gefährlich einschätzte, war das für ihn ein wichtiger Punkt. Auch deshalb fiel sein Urteil klar aus: „Wir waren über das ganze Spiel doch die bessere Mannschaft, hatten mehr vom Spiel, mehr Spielanteile und auch viel mehr Chancen.“ Dass sich das diesmal auch im Ergebnis zeigte, gefiel ihm besonders. „Heute waren wir effizienter als zum Beispiel gegen Neuberg oder Olbendorf, wo wir Punkte liegen gelassen haben. Heute haben wir aus nicht so vielen Chancen zwei Tore gemacht, und das ist im Fußball entscheidend, weil es ein Ergebnissport ist.“ Für Rechnitz sind es damit drei wichtige Auswärtspunkte, die nach dem Verlauf der zweiten Hälfte auch verdient sind.