In der II. Liga Süd hat SC Grafenschachen am Samstag ASKÖ Oberdorf mit 3:1 geschlagen und sich vor eigenem Publikum einen verdienten Heimsieg geholt. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Bernd Dorner, dass seine Mannschaft diesmal genau dort zulegte, wo es zuletzt oft gefehlt hatte. „Wir haben uns endlich mal wieder richtige Torchancen herausgespielt und diese dann auch verwertet“, sagte Dorner nach dem Spiel.

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Grafenschachen erwischte den besseren Start und ging bereits in der 6. Minute in Führung. Viktor Markus verwandelte einen Elfmeter zum 1:0, nachdem die Gastgeber laut Dorner in der Aktion davor gut nachgesetzt hatten und so erst den Druck erzeugten, der schließlich zum Foul führte. Diese frühe Führung gab der Heimelf einen guten Einstieg, auch wenn die Partie damit noch lange nicht entschieden war. Mit dem 1:0 ging es in die Pause, und Dorner sah bis dahin schon jenen Punkt, der für ihn den Unterschied ausmachte: Seine Mannschaft erspielte sich endlich wieder klare Möglichkeiten. Gleichzeitig konnte sich Grafenschachen auf dem knappen Vorsprung nicht ausruhen, weil auch Oberdorf nach vorne immer wieder gefährlich blieb.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, weil Oberdorf in der Offensive weiter präsent war. Dorner sprach davon, dass die Gäste in der „dritten Zone vorne sehr, sehr gefährlich“ gewesen seien, gute Einzelspieler hätten und immer wieder zu einem Tor kommen könnten. Hinten wiederum kam Oberdorf laut dem Grafenschachen-Trainer mit dem schnellen Spiel seiner Mannschaft nicht immer klar. Genau daraus zog die Heimelf in der Schlussphase den entscheidenden Vorteil. In der 75. Minute erhöhte Michael Oberrisser auf 2:0. Den Treffer beschrieb Dorner mit einem tiefen Pass, einer Hereingabe von der Seite und einem Abschluss unter die Latte. Fünf Minuten später stellte Michael Strobl auf 3:0, diesmal nach einer „schönen Einzelaktion“, wie es der Trainer formulierte. Dass David Zsolt Irmes in der Nachspielzeit noch auf 3:1 verkürzte, änderte am verdienten Heimsieg nichts mehr.
Für Dorner lag der Unterschied am Ende nicht darin, dass nur eine Mannschaft Chancen hatte, sondern darin, wer sie besser nutzte. „Chancen waren auf beiden Seiten da. Wir haben sie verwertet und deshalb geht der Sieg auch in Ordnung“, sagte der Grafenschachen-Trainer. Besonders zufrieden war er damit, dass seine Elf vorne wieder zu klaren Abschlüssen kam, nachdem genau das in den vergangenen Spielen gefehlt hatte. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. „Luft nach oben ist sicher noch im Spiel mit Ball. Wir müssen ruhiger sein, den Ball mehr laufen lassen und unser fußballerisches Können besser ausspielen“, meinte Dorner. Ein Lob gab es nach dem Schlusspfiff auch für den Schiedsrichter. „Er hat viel Ruhe ausgestrahlt und die Partie nie aufhitzen lassen und bis auf 1–2 Kleinigkeiten das Spiel gut geleitet“, sagte der Trainer. So bleibt unter dem Strich ein 3:1, das sich aus Grafenschachener Sicht vor allem mit besserer Chancenverwertung erklären lässt.