Für die SpG Edelserpentin verlief die Herbstrunde in der Burgenland-Energie-Landesliga zunächst äußerst positiv. Die Mannschaft präsentierte sich über weite Strecken stabil, konnte sieben Partien für sich entscheiden und holte zusätzlich drei Unentschieden. Mit dieser starken Ausbeute überwinterte die SpG auf dem sechsten Tabellenrang und schien zu diesem Zeitpunkt auf einem guten Weg zu sein, sich im gesicherten Mittelfeld der Burgenlandliga festzusetzen.
Im Frühjahr konnte die Mannschaft jedoch nicht mehr an die Leistungen der Hinrunde anschließen. Die Punkteausbeute fiel deutlich geringer aus, am Ende holte man nur noch die Hälfte jener Zähler, die im Herbst erspielt worden waren. Vor allem in der Schlussphase der Meisterschaft geriet die SpG immer mehr unter Druck. Eine Serie von sieben sieglosen Spielen ließ den Vorsprung auf die Abstiegszone gefährlich schrumpfen und sorgte dafür, dass es zum Saisonende noch einmal unruhig wurde.
Schlussendlich konnte die SpG Edelserpentin den Klassenerhalt zwar fixieren, doch der starke Herbst war letztlich entscheidend dafür, dass man nicht noch tiefer in den Abstiegskampf hineingezogen wurde. Die Saison zeigte damit zwei vollkommen unterschiedliche Gesichter: einerseits eine überzeugende Hinrunde mit viel Stabilität, andererseits ein schwieriges Frühjahr, in dem Konstanz, Durchschlagskraft und Erfolgserlebnisse weitgehend fehlten.
Ligaportal.at sprach mit Obmann-Stellvertreter Peter Schönfeldinger über das Saisonfazit, die Entwicklung der Mannschaft, die Kaderplanung und die Ziele für die kommende Spielzeit.
Ligaportal: Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur abgelaufenen Saison aus?
Schönfeldinger: „In der Herbstsaison haben wir ausgezeichnet gespielt, im Frühjahr war es dann eher durchwachsen. Zum Glück haben wir in der Hinrunde genügend Punkte gesammelt. Wenn die Saison im Frühjahr noch zwei Runden länger gedauert hätte, wären wir vielleicht noch einmal in arge Bedrängnis gekommen.“
Ligaportal: Welche Ziele hatten Sie vor Saisonbeginn und wurden diese erreicht?
Schönfeldinger: „Unser eigentliches Ziel war der Klassenerhalt. Nach der starken Hinrunde haben wir dann schon mit einem einstelligen Tabellenplatz zum Saisonende gerechnet.“
Ligaportal: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Mannschaft – sowohl sportlich als auch im Teamgefüge?
Schönfeldinger: „Fußballerisch sind wir auf einem guten Weg. Das Teamgefüge hat sich im Frühjahr etwas verändert, aber das werden wir im Sommer wieder gerade biegen.“
Ligaportal: Gab es in dieser Saison besondere Herausforderungen – etwa durch Verletzungen, Kaderplanung oder andere äußere Umstände?
Schönfeldinger: „Der verletzungsbedingte Ausfall der gesamten Sturmreihe war für uns sehr herausfordernd. Phasenweise standen wir ohne einen echten Stürmer auf dem Platz.“
Ligaportal: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der jungen Spieler?
Schönfeldinger: „Die jungen Spieler sind auf einem guten Weg. Das Vertrauen, das sie vom Trainer bekommen haben, geben sie mit guten Leistungen zurück.“
Ligaportal: Werden Sie auf dem Transfermarkt aktiv werden?
Schönfeldinger: „Abgänge sind Michael Kirnbauer nach Pilgersdorf, Endrit Mucolli nach Horitschon und Sebö Deme, dessen neues Ziel noch unbekannt ist. Als Zugänge haben wir Arnold Horvath und Gergö Csonka beide aus Ungarn, Bastian Woppel aus Bad Tatzmannsdorf und Raphael Halper vom SV Klöcher Bau Oberwart.“
Ligaportal: Wie sieht es mit den Vorbereitungen aus?
Schönfeldinger: „Wir haben nach der Meisterschaft bis in diese Woche weitertrainiert. Danach machen wir zwei Wochen Pause und starten am 13. Juli mit dem Mannschaftstraining.“
Ligaportal: Was sind die sportlichen Ziele für die kommende Saison?
Schönfeldinger: „An erster Stelle steht der Klassenerhalt. Wir wollen bereits im Herbst so viele Punkte wie möglich ergattern, damit im Frühjahr kein unnötiger Stress aufkommt.“