Burgenlandliga

SK Pama möchte den Frühjahrs-Schwung in die neue Saison mitnehmen

Als Liganeuling sorgte der SK Pama bereits in seiner ersten Saison in der Burgenland-Energie-Landesliga für eine durchaus respektable Platzierung und beendete die Meisterschaft damals auf Rang zwölf. In der abgelaufenen Saison mussten die Nordburgenländer jedoch zunächst einen Rückschritt hinnehmen. Nach einer durchwachsenen Herbstsaison fand sich die Mannschaft zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz wieder und stand damit gehörig unter Druck.

Im Frühjahr zeigte der SK Pama jedoch ein vollkommen anderes Gesicht. Die Mannschaft steigerte sich deutlich, präsentierte sich wesentlich stabiler und sammelte mit sieben Siegen und sechs Remis fleißig Punkte. Dank dieser starken Rückrunde gelang nicht nur der Sprung aus der Gefahrenzone, sondern am Ende auch noch der Abschluss auf dem zehnten Tabellenplatz.

Was in dieser Saison allerdings nicht wie gewohnt funktionierte, war die Heimstärke. Das SK-Stadion galt lange Zeit als echte Festung, doch dieses Mal bröckelte diese merklich. Nur fünf Heimsiege konnte Pama vor eigenem Publikum einfahren. Auswärts trat die Mannschaft hingegen erfolgreicher auf und holte in der Fremde sogar mehr Punkte als auf eigener Anlage. Genau diese ungewohnte Heimschwäche verhinderte letztlich eine noch bessere Platzierung im Klassement.

 

Ligaportal.at sprach mit dem sportlichen Leiter David Pototschnig über die Gründe für den Aufschwung, die Kaderplanung im Sommer und die Ziele für die kommende Saison.

Ligaportal: Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur abgelaufenen Saison aus? Was waren Ihrer Meinung nach die Gründe für das Durchstarten in der Rückrunde?
David Pototschnig: „Wir haben mit einer ausgezeichneten Leistung im Frühjahr den Abstieg vermieden. Die Gründe für das Durchstarten waren, dass wir enger zusammengerückt sind, die Situation genau analysiert und Fehler ganz offen angesprochen haben. Außerdem haben wir eine Systemumstellung vorgenommen und kleine Änderungen im Kader gehabt.“

Ligaportal: Was waren aus Ihrer Sicht die größten Höhepunkte der Saison?
Pototschnig: „Einer der Höhepunkte war auf jeden Fall das torlose Remis in Eberau. Dort haben wir den Klassenerhalt fixiert und anschließend auf der Heimreise im Bus gefeiert.“

Ligaportal: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Mannschaft – sowohl sportlich als auch im Teamgefüge?
Pototschnig: „Die Frühjahrsrunde war vom Teamgefüge her einzigartig. Was im Frühjahr entstanden ist, habe ich so noch nie erlebt. Jeder ist für den anderen gerannt. Auch sportlich hat der Trainer mit der Systemumstellung einen großen Impact gehabt. In der Hinrunde haben wir 33 Gegentore bekommen, in der Rückrunde waren es nur neun.“

Ligaportal: Gab es in dieser Saison besondere Herausforderungen – sei es durch Verletzungen, Kaderplanung oder andere äußere Umstände?
Pototschnig: „Eine große Herausforderung war der Start in die Frühjahrsrunde, weil Trainer Fekete für zwei Spiele gesperrt war.“

Ligaportal: Welche Zugänge und Abgänge gibt es im Sommer zu vermelden?
Pototschnig: „Als Zugang haben wir derzeit Andreas Pittnauer vom SC Neusiedl und Torwart Mihailo Brankovic von TWL Elektra.  Eventuell werden noch zwei weitere Neuzugänge dazukommen. Den Verein verlassen Daniel Pototschnig, der seine Karriere beendet, Julian Jech in Richtung Neusiedl, Michael Vajda und Marco Mravec mit noch unbekanntem Ziel, Marko Simoncic, der eine Karrierepause einlegt, sowie Sebastian Bazelides, der in die Slowakei wechselt.“

Ligaportal: Aus der Statistik ist zu ersehen, dass ihr in dieser Saison auswärts mehr Punkte errungen habt als auf heimischem Rasen. Was waren die Gründe dafür?
Pototschnig: „Wir bringen auswärts meistens sehr viele Fans mit, die uns stimmgewaltig unterstützen. Das ist eine zusätzliche Motivation für die Mannschaft. Außerdem sind wir bei Auswärtsspielen oft der Außenseiter, da muss der Gegner das Spiel machen.“

Ligaportal: Wann beginnt das Mannschaftstraining?
Pototschnig: „Wir haben gestern mit dem Mannschaftstraining begonnen.“

Ligaportal: Welche sportlichen Ziele wurden intern ausgegeben?
Pototschnig: „Unser oberstes Ziel ist es, so bald wie möglich den Klassenerhalt zu fixieren und die sportliche Entwicklung so weiterzuführen, wie sie im Frühjahr war. Außerdem möchten wir im BFV-Cup so weit wie möglich kommen.“