Burgenlandliga

USV Halbturn will wieder einstellig abschließen

In der vergangenen Saison spielte der USV Halbturn seine beste Meisterschaft seit dem Wiederaufstieg in die Burgenland-Energie-Landesliga. Am Ende stand ein starker fünfter Tabellenplatz zu Buche, der die positive Entwicklung der Mannschaft eindrucksvoll unterstreicht. Besonders bemerkenswert war dabei die Art und Weise, wie sich das Team nach einer schwierigen Phase im Frühjahr wieder zurückkämpfte.

Der Start in die Rückrunde verlief nämlich alles andere als nach Wunsch. Aus den ersten sieben Frühjahrsspielen holte Halbturn lediglich einen Sieg und zwei Remis, dazu kamen vier Niederlagen. Diese Negativserie hatte zur Folge, dass die Mannschaft zwischenzeitlich bis auf den zwölften Tabellenrang abrutschte und plötzlich wieder in Richtung unteres Tabellenmittelfeld schielen musste. Doch anstatt weiter an Boden zu verlieren, zeigte der USV in der entscheidenden Saisonphase Charakter, Stabilität und große Moral.

Im Endspurt präsentierte sich Halbturn wieder von seiner besten Seite. Mit fünf Siegen und einem Remis aus den letzten Spielen arbeitete sich die Mannschaft Schritt für Schritt nach vorn und sicherte sich am Ende verdient einen Platz in den Top fünf. Diese starke Schlussphase war letztlich der entscheidende Faktor für das beste Abschneiden seit dem Wiederaufstieg.

Ein wichtiger Baustein des Erfolges war auch die Offensivleistung von Fabian Ziniel und Ivan Hlushko. Das Duo erzielte gemeinsam 19 Treffer und war damit für rund 44 Prozent aller Halbturner Tore verantwortlich. Vor allem Ziniel spielte eine wichtige Rolle im Angriffsspiel des USV, wird dem Verein im Sommer jedoch nicht mehr zur Verfügung stehen. Er verlässt Halbturn und schließt sich dem SC/ESV Parndorf an. Für den USV bedeutet dieser Abgang zweifellos eine sportliche Herausforderung, denn diese Torgefahr muss in der kommenden Saison erst einmal kompensiert werden.

 

Der USV Halbturn blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück, auch wenn Sektionsleiter Werner Hoffmann der Meinung ist, dass für seine Mannschaft sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Ligaportal sprach mit ihm über das abgelaufene Spieljahr, die Entwicklung der Mannschaft, die Nachwuchsarbeit, die aktuelle Kadersituation und die Ziele für die kommende Saison.

Ligaportal: Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur abgelaufenen Saison aus?
Hoffmann: „Es war eine sehr erfolgreiche Saison, in der aber noch mehr drinnen gewesen wäre.“

Ligaportal: Sie hatten in der Winterpause die 21 Gegentreffer beanstandet, im Frühjahr waren es dann aber 23 Gegentore. Was waren die Gründe dafür?
Hoffmann: „Wir hatten immer wieder Phasen, in denen verletzte oder gesperrte Spieler in der Defensive gefehlt haben. Dadurch mussten wir die Abwehr öfter umstellen. Das war sicher ein Grund dafür, dass wir im Frühjahr mehr Gegentore bekommen und gleichzeitig weniger Treffer erzielt haben.“

Ligaportal: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Mannschaft – sowohl sportlich als auch im Teamgefüge?
Hoffmann: „Unser Kader ist dünn, deshalb müssen eigentlich immer alle Spieler verfügbar sein. Grundsätzlich passt die Mannschaft aber perfekt. Wir haben im Frühjahr nicht viel schlechter gespielt, es haben am Ende nur die Punkte gefehlt.“

Ligaportal: Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit des Trainerteams und der Nachwuchsarbeit?
Hoffmann: „Mit der Arbeit des Trainerteams sind wir sehr zufrieden. Wir sind ein kleiner Verein und versuchen immer wieder, junge Spieler in die Kampfmannschaft einzubauen. Das ist aber nicht jedes Jahr möglich, weil wir in gewissen Geburtsjahrgängen einfach keine Spieler zur Verfügung haben. Außerdem haben wir derzeit drei Nachwuchsspieler in der Akademie Burgenland. Das tut uns mit unserem kleinen Kader natürlich weh, weil wir sie eigentlich für die Kampfmannschaft benötigen würden. Ein klares Beispiel ist Jan Schneider, der bereits mit 16 Jahren in die Kampfmannschaft gekommen ist und seither Stammspieler ist.“

Ligaportal: Gab es in der Rückrunde besondere Herausforderungen – sei es durch Verletzungen, Kaderplanung oder andere äußere Umstände?
Hoffmann:
„Der Start in die Rückrunde ist uns nicht gelungen. Da sind im Umfeld schon einige Leute nervös geworden. Ich habe aber gewusst, dass sich die Mannschaft wieder finden und in die Erfolgsspur zurückkommen wird.“

Ligaportal: Derzeit stehen drei Abgänge und noch kein Zugang fest. Wird der Abgang von Fabian Ziniel noch kompensiert?
Hoffmann:
„Wir haben die beiden slowakischen Spieler Erik Ujlaky, der nach Neuhofen an der Ybbs wechselt, und Adrian Lehotsky, der nach Apetlon geht, abgegeben. Am Mittwoch kommen zwei neue Spieler aus der 1. Liga der Slowakei dazu – einer für die Defensive und einer für die Offensive. Die Namen darf ich derzeit noch nicht bekannt geben, da beide bis 30. Juni 2026 bei ihrem alten Verein unter Vertrag stehen.“

Ligaportal: Wann beginnt das Mannschaftstraining?
Hoffmann: „Mit dem Mannschaftstraining haben wir bereits gestern begonnen.“

Ligaportal: Was sind die sportlichen Ziele für die kommende Saison?
Hoffmann: „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben und die kommende Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden.“