Nach dem bitteren Abstieg aus der Burgenland-Energie-Landesliga blieb beim SC Pinkafeld im vergangenen Sommer kaum ein Stein auf dem anderen. Der Kader wurde umfassend umgebaut, damit stellte sich der Verein sportlich neu auf und schuf die Grundlage für einen sofortigen Angriff auf den Wiederaufstieg.
Von enormer Bedeutung war dabei, dass Dario Dadic gehalten werden konnte. Der Angreifer war bereits im Winter 2024/25 nach Pinkafeld gekommen und hatte in der Rückrunde der Burgenlandliga mit 13 Treffern eindrucksvoll aufgezeigt. In der II. Liga Süd war Dadic dann endgültig nicht mehr zu stoppen. Mit unglaublichen 43 Saisontoren stellte er seine außergewöhnliche Qualität vor dem gegnerischen Tor unter Beweis und avancierte zum absoluten Unterschiedsspieler.
Doch Pinkafeld war offensiv keineswegs nur von einem Spieler abhängig. Auch Neuzugang Lukas Zapfel erwies sich als Volltreffer und zeigte ebenfalls ausgeprägte Torjägerqualitäten. Mit 27 Treffern hatte er auch maßgeblichen Anteil am sportlichen Erfolg. Gemeinsam erzielten Dadic und Zapfel unglaubliche 70 Tore – das entspricht rund 76 Prozent aller Pinkafelder Treffer. Diese enorme Durchschlagskraft im Angriff war einer der entscheidenden Faktoren auf dem Weg zurück in die höchste burgenländische Spielklasse.
Neben der beeindruckenden Offensive überzeugte der SC Pinkafeld aber auch in der Defensive. Die Mannschaft stellte nicht nur den stärksten Angriff, sondern auch die sicherste Abwehr der Liga dar. Diese Ausgewogenheit zwischen Offensivpower und defensiver Stabilität machte das Team von Trainer Benjamin Posch im Frühjahr besonders schwer zu bezwingen.
Vor allem auf fremden Plätzen präsentierten sich die Pinkafelder enorm stark. Die Auswärtsstärke wurde zu einem wichtigen Baustein im Titelrennen und brachte der Mannschaft in den entscheidenden Phasen die nötigen Punkte. Am Ende beherrschte der SC Pinkafeld die Meisterschaft eindrucksvoll und fixierte verdient den Aufstieg in die Burgenland-Energie-Landesliga.
Ligaportal.at sprach mit Obmann Mario Windhofer über das abgelaufene Spieljahr, den Anteil des Trainerteams, die Entwicklung der Mannschaft, die Kaderplanung und die Ziele für die kommende Saison.
Ligaportal: Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur abgelaufenen Saison aus? Haben Sie mit dem sofortigen Wiederaufstieg gerechnet?
Mario Windhofer: „Unser Plan war schon der sofortige Wiederaufstieg. Als wir am Ende der Herbstsaison allerdings acht Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze hatten, war die Situation schon deutlich schwieriger. Mit einem extrem starken Frühjahr sind wir am Ende aber doch noch Meister geworden und haben den sofortigen Wiederaufstieg geschafft.“
Ligaportal: Welchen Anteil hat Trainer Benjamin Posch am Aufstieg in die Burgenlandliga?
Windhofer: „Das war eine hervorragende Arbeit des gesamten Trainerteams. Benjamin Posch hat aus der Mannschaft wieder ein echtes Team geformt und viel Spirit sowie Energie in die Mannschaft und in das gesamte Umfeld gebracht.“
Ligaportal: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Mannschaft – sowohl sportlich als auch im Teamgefüge?
Windhofer: „Das ist kein Vergleich zur letzten Saison, in der wir abgestiegen sind. Es ist sensationell, welches Team sich geformt hat. Jeder steht für den anderen ein, und auch die jungen Spieler werden von den älteren und arrivierten Spielern hervorragend eingebunden.“
Ligaportal: Gab es ein Spiel, das für Sie sinnbildlich für diese Saison steht?
Windhofer: „Ja, das Auswärtsspiel in Schlaining. Das war eine kämpferisch und fußballerisch absolute Top-Leistung. Wir haben dort 6:0 gewonnen und damit den Aufstieg endgültig eingeläutet. Mit dem Auswärtssieg in Stegersbach und dem 7:1-Derbysieg gegen Grafenschachen war es insgesamt ein Bomben-Frühjahr.“
Ligaportal: Drei Zugänge stehen zwei Abgängen gegenüber. Werden Sie weiterhin am Transfermarkt aktiv bleiben?
Windhofer: „Wir haben mit Maximilian Bauer von Lafnitz, Gabriel Kappel von Kukmirn und Thomas Pickl von Rotenturm junge Spieler mit guter Qualität verpflichtet. Das sind unsere aktuellen Verstärkungen.“
Ligaportal: Wie sieht es mit der Sommervorbereitung aus?
Windhofer: „Wir haben am 15. Juni mit dem Training begonnen und bereits ein erfolgreiches Testspiel gegen Regionalliga-Aufsteiger Allerheiligen mit 4:1 gewonnen.“
Ligaportal: Was sind die sportlichen Ziele für die kommende Saison?
Windhofer: „Wir müssen uns nach dem ungewollten Abstieg wieder in der Liga stabilisieren und zu alter Stärke zurückfinden. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld wird angestrebt.“