Die SpG Neudorf/Parndorf Juniors absolvierte ihr erstes Jahr in der Burgenland-Energie-Landesliga durchaus mit gutem Erfolg und konnte sich am Ende der Saison als zweitbester Aufsteiger auf dem siebten Tabellenplatz einreihen. Für einen Liga-Neuling ist diese Platzierung zweifellos als beachtlich zu bewerten, zumal sich die Mannschaft in einer anspruchsvollen Liga behaupten und mehrere etablierte Teams hinter sich lassen konnte.
Was der Aufsteiger über weite Strecken der Meisterschaft allerdings vermissen ließ, war die nötige Konstanz. Die Formkurve glich phasenweise einer Achterbahnfahrt: Auf überzeugende Auftritte folgten immer wieder Spiele, in denen man sich nicht an die zuvor gezeigten Leistungen anschließen konnte. Dadurch ging es auch in der Tabelle regelmäßig auf und ab, eine längere Serie mit stabilen Ergebnissen blieb weitgehend aus.
Ein weiterer Punkt, der im Saisonverlauf auffiel, war die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. Zwar stellte die SpG mit Eric Baumann, der sechs Treffer erzielte und damit Rang 31 in der Torschützenliste belegte, ihren erfolgreichsten Torjäger, insgesamt blieb die Torausbeute aber überschaubar. Nur Jennersdorf und Edelserpentin erzielten noch weniger Treffer. Gerade in engen Spielen fehlte der Mannschaft daher oftmals jener Spieler, der mit regelmäßigen Toren den Unterschied ausmachen konnte. Dennoch darf die Premierensaison in der Burgenland-Energie-Landesliga insgesamt als gelungener erster Schritt gewertet werden.
Tischler: „Die Auslosung ist ein Wahnsinn“
Ligaportal sprach mit Trainer Christoph Tischler über die abgelaufene Frühjahrssaison, die Kaderplanung, die Vorbereitung und die Ziele der SpG Neudorf/Parndorf Juniors für die neue Spielzeit.
Ligaportal: Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur Frühjahrssaison aus?
Tischler: „Positiv. Vor allem gegen Ende der Saison hat man gesehen, wozu die Mannschaft imstande ist. Als der Druck etwas weggefallen ist, hat sie hervorragenden Fußball gezeigt. Meine Erkenntnis daraus ist, dass sich junge Spieler mit Druck oft schwerer tun als Routiniers.“
Ligaportal: Gab es im Frühjahr einen bestimmten Zeitpunkt, an dem Sie gespürt haben, dass die Mannschaft nun ins Laufen kommt?
Tischler: „Ja, das war im Spiel gegen Jennersdorf. Wir haben kurz vor Schluss noch das 2:2 kassiert, konnten die Partie aber dennoch mit 4:2 gewinnen. Das war eine reine Willenssache und hat gezeigt, welche Moral in dieser Mannschaft steckt.“
Ligaportal: Wie sieht es mit Transfers aus? Gab es Zu- und Abgänge?
Tischler: „Als Zugänge dürfen wir Max Wendelin aus Andau, Tarik Akbiyik aus Oberpullendorf sowie Samuel Kovasitz, Sebastian Planinger, Markus Leidenfrost und Philip Kaltenböck von Parndorf 1c begrüßen.
Verlassen haben uns Andreas Spadt in Richtung Bad Sauerbrunn, Samuel Luntzer nach Tadten, Patrik Ciernik mit noch unbekanntem Ziel, Bastian Thalhammer und Frederic Baumann, die beide eine Karrierepause einlegen, sowie Michael Lager, der nach Gattendorf wechselt.“
Ligaportal: Worauf wurde bei den Neuverpflichtungen besonders geachtet? Konnte auch ein klassischer Knipser verpflichtet werden?
Tischler: „Einen echten Knipser haben wir bislang noch nicht gefunden. Es ist aber möglich, dass wir noch einen Offensivspieler dazuholen. Wichtig war uns, Spieler zu verpflichten, die eine gewisse Qualität für die Burgenland-Energie-Landesliga mitbringen und gleichzeitig aus der Region kommen.“
Ligaportal: Wie läuft die Sommervorbereitung?
Tischler: „Wir haben am 29. Juni mit dem Training begonnen und am 2. Juli, trotz dezimiertem Kader, ein Testspiel gegen Wallern mit 4:3 gewonnen. Derzeit haben wir einen relativ kleinen Kader, der bei Bedarf mit Spielern aus der RLO-Mannschaft aufgefüllt wird.“
Ligaportal: In den ersten beiden Runden warten mit Deutschkreutz und Halbturn gleich zwei schwere Auswärtsspiele. Wie wichtig wird ein guter Saisonstart sein, um Ruhe in die Mannschaft zu bringen?
Tischler: „Die Auslosung ist überhaupt ein Wahnsinn. Da muss ich mich schon fragen, wer dafür verantwortlich ist. Natürlich muss man im Laufe einer Saison gegen alle Mannschaften spielen, aber gleich zum Auftakt gegen die beste Rückrundenmannschaft Deutschkreutz und danach bei den heimstarken Halbturnern antreten zu müssen, ist schon hart. Trotzdem haben wir die Qualität, um aus diesen beiden Spielen etwas mitzunehmen.“
Ligaportal: Welche sportlichen Ziele wurden intern ausgegeben?
Tischler: „Einerseits wollen wir den einen oder anderen Spieler an die RLO-Mannschaft heranführen. Andererseits sollen sich jene Spieler, die von oben zu uns kommen, mit guten Leistungen wieder für die Regionalliga-Mannschaft empfehlen. Sportlich streben wir am Saisonende einen Platz im gesicherten Mittelfeld an.“