Für den SK Pama ging es in der 19. Runde der Burgenland-Energie Landesliga um alles: Auf dem heimischen Pama-SK-Platz empfingen die Hausherren den Tabellensechsten ASK Kohfidisch zu einem richtungsweisenden Duell. Zwar ist Pama in der Rückrunde noch ungeschlagen, im Abstiegskampf zählen jedoch vor allem Siege. Ein voller Erfolg war daher Pflicht, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel hineingezogen zu werden.
Die Gäste aus Kohfidisch reisten hingegen mit dem klaren Ziel an, die überraschende Heimniederlage gegen Edelserpentin vergessen zu machen und wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Rund um das Stadion herrschte bei den Heimischen Volksfeststimmung: Der traditionelle Sautanz samt Preisschnapsen sorgte für beste Unterhaltung – und mit dem ersten Heimsieg nach sechs Monaten Abstinenz wurde den Pama-Anhängern schließlich ein rundum gelungenes Wochenende beschert.

Beide Teams fanden nur schwer ins Spiel. Ansehnliche Kombinationen blieben Mangelware, klare Torchancen waren zunächst kaum vorhanden. Das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Eine der wenigen Ausnahmen war ein Angriff von Florian Csencsits, der einen Stanglpass nicht verwerten konnte, weil der Ball vor ihm unkontrolliert aufsprang.
Für die Führung der Gastgeber musste schließlich ein Standard herhalten: In der 43. Minute segelte eine Cornerflanke in den Strafraum, wo Markus Szegner per Kopf zur Stelle war. Unter Mithilfe von Gästekeeper Nico Toth landete der Ball zum 1:0 im Netz. Mit dieser knappen Führung ging es auch in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht zwingend besser. Es blieb bei vielen Mittelfeldaktionen, allerdings mit optischer Überlegenheit für die Gastgeber. In der 68. Minute setzte der kurz zuvor eingewechselte Julian Jech seinen Mitspieler Patrik Lörincz in Szene, der den Ball im zweiten Versuch zur 2:0-Führung im Tor unterbrachte.
Nur sieben Minuten später legte Marcel Szikonya nach: Mit einer sehenswerten Einzelaktion erhöhte er auf 3:0 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Viel mehr gab es in dieser Partie nicht mehr zu berichten, denn Torraumszenen blieben auch in der Schlussphase selten. Mit diesem Sieg verließen die Nordburgenländer den direkten Abstiegsplatz.
„Vom Spielablauf her haben wir Kohfidisch heute keine Chance gelassen. Sie sind fast nie in unserem Strafraum aufgetaucht und haben nur kaum auf unser Tor geschossen. Wir haben aus unseren wenigen Torchancen Kapital geschlagen und nach sechs Monaten endlich wieder einen Heimsieg feiern können.“
„Der Platz war heute für beide Mannschaften schwer bespielbar, deshalb ist in der ersten Halbzeit kein richtiger Spielfluss aufgekommen. Insgesamt war es kein gutes Spiel und sicher kein fußballerischer Leckerbissen für die Zuschauer. In der Burgenlandliga ist es oft so: Wer das erste Tor erzielt, gewinnt meist auch die Partie, weil man auf den derzeitigen Platzverhältnissen besser verteidigen als Angriffe aufziehen kann.“
Foto: Oskar Preis