Für den SV Sankt Margarethen stand im gestrigen Meisterschaftsspiel der 24. Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga gegen den ASV Siegendorf eine richtungsweisende Partie auf dem Programm. Nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen befanden sich die Hausherren in einem spürbaren Abwärtstrend, der sie gefährlich nahe an die Abstiegsplätze herangebracht hatte. Entsprechend drängend war die Frage, wann es gelingen würde, diesen Negativlauf zu stoppen und vor eigenem Publikum endlich wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren.
Die Aufgabe hätte dabei kaum anspruchsvoller sein können, denn mit dem ASV Siegendorf reiste ein Gegner an, der zuletzt eindrucksvoll aufzeigte. Der klare 5:0-Erfolg gegen die Juniors aus Neudorf/Parndorf verlieh den Gästen zusätzliches Selbstvertrauen, und mit einem weiteren Sieg bestand sogar die Möglichkeit, sich auf einem Nichtabstiegsplatz vorzuarbeiten.
Die Ausgangslage versprach somit ein intensives Duell zweier Mannschaften, für die es um enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ging. In einer über weite Strecken chancenarmen Partie trennten sich der SV Sankt Margarethen und der ASV Siegendorf mit einem 1:1-Unentschieden.
Von Beginn an neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Der Fokus lag klar auf der Defensivarbeit, wodurch Torchancen zunächst Mangelware blieben. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatten die Hausherren in der 27. Minute: Martin Weixelbaum tauchte gefährlich vor dem Tor der Gäste auf, konnte die Situation jedoch nicht entscheidend nutzen. Zehn Minuten später verpasste Mario Wenzel einen scharfen Stanglpass von Florian Dörfler nur knapp.
Auch die Gäste kamen zu einer guten Gelegenheit: Lukas Grozurek setzte Shoma Shimooka mit einem präzisen Pass in Szene, doch dieser ließ die Führung ungenutzt. So ging es torlos in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Siegendorf den Druck. Zunächst vergab jedoch noch Igor Bosnjak für die Heimischen, als er mit einem Lupfer an Torhüter Jakub Krepelka scheiterte. In der 69. Minute fiel schließlich das 0:1: Shoma Shimooka reagierte nach einem Abpraller am schnellsten und schob den Ball über die Linie.
In der Schlussphase drängte Sankt Margarethen auf den Ausgleich – mit Erfolg. Thomas Jusits erkämpfte sich der Nachspielzeit den Ball und brachte ihn zur Mitte, wo der kurz zuvor eingewechselte David Granabetter zum 1:1 einschob.
„Es war ein Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten, das Unentschieden geht in Ordnung. Siegendorf hatte mehr Ballbesitz und die besseren Möglichkeiten. Im Vergleich zum Spiel in Bad Sauerbrunn haben wir uns aber deutlich gesteigert und gut dagegengehalten.“
„Wir wollten die erste Halbzeit ähnlich taktisch wie in Neudorf gestalten – defensiv stabil stehen, was uns auch gelungen ist. Allerdings haben wir offensiv zu wenig zwingende Chancen herausgespielt. Nach der Pause waren wir deutlich präsenter, und es war nur eine Frage der Zeit, bis wir in Führung gingen. Umso bitterer ist der Ausgleich in der Nachspielzeit. Mit einem Sieg wären wir näher an Klingenbach herangerückt. Jetzt müssen wir im nächsten Spiel nachlegen.“