Spielberichte

Nullnummer mit Spannung: Horitschon scheitert vom Elfmeterpunkt

Der ASK Horitschon empfing in der 26. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga den SK Pama zu einem richtungsweisenden Duell im Kampf um den Klassenerhalt. Für die Hausherren war die Ausgangslage klar: Verlieren verboten. Nur mit einem weiteren Erfolg konnte die Mannschaft von Trainer Wirtitsch ihre schwierige Situation im Tabellenkeller verbessern und den Anschluss an die Konkurrenz halten. Der überzeugende 6:0-Auswärtssieg zuletzt in Stuben hatte dabei neues Selbstvertrauen und zusätzliche Energie in die Mannschaft gebracht.

Doch auch die Gäste aus Pama reisten keineswegs entspannt an. Zwar befindet sich der SK derzeit in einer etwas komfortableren Tabellenregion, bei noch fünf ausstehenden Meisterschaftsrunden ist der Vorsprung beruhigend. Die Zuschauer durften daher eine intensive und kampfbetonte Begegnung erwarten, in der es für die Hausherren um enorm wichtige Punkte ging. In einem Zweiteiler, was die Leistung in den beiden Spielhälften betrifft, gab es trotz guter Torchancen nur ein torloses Remis, was den Hausherren im Abstiegskampf wenig weiterhilft.

 

Pama war vor der Pause überlegen

Das heutige Fußballmatch lässt sich klar in zwei Hälften teilen. In der ersten Spielhälfte waren die Gäste aus Pama die tonangebende Mannschaft und erspielten sich eine optische Überlegenheit sowie einige echte Möglichkeiten. Marcel Szikonya, Sebastian Toth und Markus Szegner hatten Chancen, ihre Mannschaft in Führung zu bringen. Entweder wurden ihre Abschlüsse im letzten Moment von der Horitschoner Defensive geblockt oder sie wurden eine Beute des Heimtorhüters.

Von den Hausherren war offensiv in der ersten Halbzeit nur wenig zu sehen. Die beste Szene hatte Adam Bendeguz Horvath rund zehn Minuten vor dem Pausenpfiff, als er nur Aluminium traf. Somit ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Horitschon kam wie verwandelt aus der Kabine

Die Truppe von Trainer Luca Wirtitsch kam mit deutlich mehr Elan aus der Kabine, diktierte nun das Spielgeschehen und forcierte Angriffe auf das Tor des SK Pama. In der 58. Minute schwächten sich die Heimischen allerdings selbst, als Tobias Friedl mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz musste.

Bemerkenswert war, dass Horitschon auch in Unterzahl weiter die aktivere Mannschaft blieb. Zwingende Torchancen blieben jedoch Mangelware. In der 85. Minute wurde ein Treffer von Lukas Pollross aberkannt, nur vier Minuten später folgte die große Gelegenheit zur Entscheidung: Manuel Baumgartner wurde im Strafraum gefoult, trat selbst zum Elfmeter an, doch Pama-Torwart Niklas Groß fischte den Ball aus der Ecke.

Beinahe im Gegenzug hatten die Gäste noch die Chance auf den Lucky Punch, doch ein Freistoß von Marcel Szikonya strich haarscharf am Horitschoner Gehäuse vorbei. Somit blieb es beim torlosen 0:0.

Stimmen zum Spiel

Luca Wirtitsch, Trainer ASK Horitschon:


„Mit dem SK Pama hatten wir heute einen hervorragenden Gegner mit vielen routinierten Spielern und sind mit viel Glück mit 0:0 in die Halbzeit gegangen. Wir sind dann mit viel Elan in die zweite Spielhälfte gestartet, bekommen in der 58. Minute eine fragwürdige Gelb-Rote Karte und haben im Anschluss daran mit einem Mann weniger das Spiel beherrscht. Ich kann meiner Mannschaft für die gezeigte Leistung nur ein Kompliment machen. Wir müssen uns alles hart erarbeiten, und das Glück ist momentan nicht auf unserer Seite. Die heutige Schiedsrichterleistung lasse ich unkommentiert.“

Der Beste: Zsolt Ratkai

Oskar Preis, sportlicher Leiter SK Pama:


„In der ersten Halbzeit waren wir sehr spielbestimmend, haben viele Torraumszenen herausgespielt, aber das Leder nicht im Kasten des Gegners untergebracht. Wir haben den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lassen und im Mittelfeld ein gutes Pressing gespielt. Nach der Pause war Horitschon am Drücker, konnte seine Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen.“

Der Beste: Juraj Czibula