Spielberichte

Später Elfmeter rettet Edelserpentin einen Punkt

Am Christi-Himmelfahrt-Feiertag stand in der Burgenland-Energie-Landesliga das vorgezogene Meisterschaftsspiel der 27. Runde zwischen der SpG Edelserpentin und dem SV Eberau auf dem Programm. Die Gastgeber aus Stuben wollten nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, nachdem man durch die jüngsten Rückschläge auf den zehnten Tabellenrang abgerutscht war. Vor allem defensiv präsentierte sich die Mannschaft zuletzt ungewohnt anfällig, weshalb man vor eigenem Publikum ein anderes Gesicht zeigen wollte. Gleichzeitig bot sich für die Heimischen die Chance, mit einem Erfolg sich im gesicherten Mittelfeld zu etablieren.

Bei den Gästen aus Eberau standen in den vergangenen Tagen hingegen weniger die sportlichen Leistungen als vielmehr zwei schwere Verletzungen im Mittelpunkt. Die Mannschaft von Trainer Christoph Herics musste diese bitteren Rückschläge erst verarbeiten, wodurch im Vorfeld abzuwarten blieb, wie befreit und konzentriert der Tabellenzweite in diese Begegnung gehen würde. Sportlich zählt der Aufsteiger aber weiterhin zu den großen Überraschungen dieser Saison und überzeugte bislang vorwiegend mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer stabilen Defensive. Trotz der schwierigen Umstände wollten die Südburgenländer ihre starke Saison bestätigen und auch aus Stuben Zählbares mitnehmen. In einem farblosen Fußballspiel ohne besondere Höhepunkte trennten sich beide Vereine mit einem 1:1-Remis.

 

Die Gäste kamen besser ins Spiel

Von Beginn an wirkten die Gäste aus Eberau hellwach. Sie hatten mehr Spielanteile, kontrollierten über weite Strecken das Geschehen und kamen in der 20. Minute zur verdienten Führung. Nach einem Vorstoß über die rechte Seite setzte Martin Bock seinen Mitspieler Márk Meskó mit einem präzisen Stanglpass in Szene. Meskó ließ zunächst einen Verteidiger aussteigen, scheiterte mit seinem scharfen Abschluss aber an Edelserpentin-Schlussmann Nico Reinprecht. Den Abpraller verwertete Mate Hanzl mit einem sehenswerten Kunststück und versenkte das Leder zur 1:0-Führung im Tor der Hausherren.

Zehn Minuten später bot sich der Heimelf die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem schnellen Konter wurde Michael Kirnbauer freigespielt, doch im Eins-gegen-eins-Duell blieb Eberau-Goalie Sebastian Kracher der Sieger. Danach verflachte die Partie zunehmend. Bis zum Pausenpfiff blieben weitere nennenswerte Höhepunkte aus, sodass die Gäste mit einer knappen, aber nicht unverdienten 1:0-Führung in die Kabinen gingen.

Eberau lässt die Entscheidung liegen

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit. Erst ab der 70. Minute nahm die Begegnung wieder Fahrt auf, als Eberau zu einer kleinen Angriffswelle ansetzte. Zunächst setzte Florian Wiesler einen Schuss an die Latte, den Abpraller konnte Márk Meskó nicht verwerten. Wenig später wurde ein weiterer Abschluss von Wiesler im letzten Moment geblockt. Auch beim nächsten Angriff stand Wiesler im Mittelpunkt: Sein genauer Stanglpass fand Meskó, doch dieser scheiterte erneut am stark reagierenden Nico Reinprecht.

Als bereits vieles auf einen knappen Auswärtssieg hindeutete, folgte in der Nachspielzeit die entscheidende Szene. Nach einem Handspiel eines Eberauer Spielers im eigenen Strafraum zeigte Schiedsrichter Kemal Kazanci auf den Punkt. Diese Entscheidung sorgte bei den Gästen für heftige Diskussionen, gleich vier Eberauer Spieler sahen wegen Kritik die Gelbe Karte. Márk Csaba Varga ließ sich davon nicht beirren und verwandelte den Strafstoß souverän zum späten 1:1-Ausgleich.

Stimmen zum Spiel

Peter Schönfeldinger, Obmann-Stellvertreter SpG Edelserpentin:


„Genau genommen war es eine langweilige Partie mit wenigen Torchancen, eine klassische 1:1-Partie. Unsere gesamte Sturmreihe ist verletzt, daher können wir vorn kaum Druck aufbauen. Das einzig Positive war der erkämpfte Punkt, denn damit können wir wohl den Haken unter den Klassenerhalt machen.“

Der Beste: Nico Reinprecht

Christoph Herics, Trainer SV Eberau:


„Momentan befinden wir uns auf der rue de la Gack. Heute mussten wir den dritten Schwerverletzten innerhalb von drei Wochen beklagen. Maximilian Mayer musste ich in der 15. Minute mit Verdacht auf Kreuzbandriss auswechseln. Das einzige Positive war, dass wir heute keinen Rettungswagen gebraucht haben. Leider haben wir unsere Offensivaktionen in der zweiten Halbzeit nicht in Tore umgemünzt, verdient wäre ein weiterer Treffer gewesen.“

Der Beste: Mate Hanzl