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SV Rohrbach nach Elfmeterkrimi im Halbfinale

Am gestrigen Donnerstagabend kam es im Viertelfinale des Burgenland Raiffeisencups zum Duell zwischen dem SV Rohrbach und dem USV Halbturn. Beide Teams hatten sich mit starken Leistungen in die Runde der letzten Acht gespielt – Rohrbach eliminierte zuletzt den SV Leithaprodersdorf, während Halbturn mit dem SC Neusiedl am See 1919 sogar einen Regionalligisten aus dem Bewerb warf. Die Vorzeichen vor dem Spiel sprachen dennoch leicht für die Hausherren, da die Gäste mehrere Stammkräfte verletzungsbedingt vorgeben mussten. Am Ende entwickelte sich jedoch ein intensiver Pokalfight, der erst im Elfmeterschießen entschieden wurde – mit dem besseren Ausgang für Rohrbach.

 

Furioser Auftakt mit Chancen auf beiden Seiten

Von Beginn an präsentierten sich beide Mannschaften hellwach und suchten ihr Heil in der Offensive. Das Spiel war geprägt von hohem Tempo und direkten Angriffen, wodurch sich früh ein offener Schlagabtausch entwickelte. Bereits in der 8. Minute ging Halbturn in Führung: Nach einem sehenswert vorgetragenen Angriff fand eine präzise Flanke den frei stehenden Ratislav Kruzliak, der nicht zögerte und den Ball souverän zur 1:0-Führung im Tor unterbrachte.

Die Gäste blieben dran und hätten nur neun Minuten später nachlegen können, doch erneut Kruzliak scheiterte, dieses Mal am gut reagierenden Schlussmann der Rohrbacher. Die Hausherren ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und schlugen in der 17. Minute zurück: Jason Bauer setzte sich durch und schob den Ball am gegnerischen Torwart Rene Summer vorbei zum 1:1-Ausgleich.

Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Nur fünf Minuten später stellte Halbturn den alten Abstand wieder her: Nach einer sehenswerten Kombination stand Ivan Hlushko goldrichtig und verwertete eiskalt zur 2:1-Führung (22.). Die Anfangsphase erinnerte mit ihrem Tempo und der Anzahl an Chancen fast an ein hochklassiges internationales Pokalspiel. In der 28. Minute setzte Fabian Ziniel ein weiteres Ausrufezeichen, als sein wuchtiger Distanzschuss nur knapp über das Tor der Hausherren strich.

Kurz vor dem Pausenpfiff boten sich beiden Teams noch gute Möglichkeiten: Hlushko aufseiten der Gäste sowie Sandro Mandl für Rohrbach fanden jedoch jeweils ihren Meister im Torhüter oder verfehlten knapp. So ging es mit einer knappen, aber verdienten 2:1-Führung für Halbturn in die Kabinen.

Rohrbach drückt – und kommt zurück

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rohrbach den Druck spürbar und erspielte sich zunehmend eine optische Überlegenheit. Die Hausherren agierten nun dominanter im Mittelfeld und suchten konsequent den Weg nach vorn. Bereits in der 50. Minute wurden ihre Bemühungen belohnt: Nach einer Flanke aus abseitsverdächtiger Position segelte der Ball in den Strafraum, wo letztlich unklar blieb, ob Lukas Wenninger entscheidend einschob oder Jan Schneider ein Eigentor unterlief – fest stand jedoch der 2:2-Ausgleich.

In der Folge entwickelte sich ein packendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Beide Mannschaften wollten die Entscheidung noch in der regulären Spielzeit erzwingen, doch entweder fehlte die letzte Präzision im Abschluss oder die Defensivreihen klärten in höchster Not.

Für Gesprächsstoff sorgten insbesondere zwei Szenen in der 63. und 65. Minute: Schiedsrichter Dursun Tosun verweigerte jeweils einen klaren Elfmeterpfiff – zunächst für die Hausherren, kurz darauf auch für die Gäste. Entscheidungen, die auf beiden Seiten für Unverständnis sorgten und die hitzige Atmosphäre zusätzlich anheizten.

Entscheidung vom Punkt

Da in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer mehr fiel, musste das Elfmeterschießen über den Halbfinaleinzug entscheiden. Hier zeigte sich der SV Rohrbach nerven stärker und abgeklärter: Während die Hausherren ihre Versuche sicher verwandelten, ließ Halbturn alle drei Elfmeter ungenutzt. Mit einem klaren 3:0 im Shootout sicherte sich Rohrbach schließlich den verdienten Einzug ins Halbfinale des BFV-Raiffeisencups.

Ein packender Pokalabend mit allem, was das Fußballherz begehrt – Tempo, Tore, Emotionen und Dramatik bis zur letzten Minute.

Stimmen zum Spiel

Hannes Friesenbichler, Trainer SV Rohrbach:


„Es war eine gute Partie von beiden Mannschaften, besonders in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir defensiv kaum noch etwas zugelassen und waren insgesamt die gefährlichere Mannschaft. Der Ausgleich war aus unserer Sicht verdient. Schlussendlich sind wir natürlich sehr glücklich über den Aufstieg ins Halbfinale des Raiffeisencups. Jetzt gilt es, die Kräfte schnell zu bündeln, denn am kommenden Sonntag wartet mit dem Auswärtsspiel in Neutal bereits die nächste große Herausforderung.“

Werner Hoffmann, Sektionsleiter USV Halbturn:


„Der Ausgleich ist aus einer klaren Abseitsposition entstanden, zudem wurde uns ein eindeutiger Elfmeter verwehrt – mehr möchte ich zu diesem Spiel eigentlich gar nicht sagen. Allerdings muss man auch den Verband hinterfragen: Warum wird bei einem Pokal-Viertelfinale nur ein Linienrichter eingeteilt? Auch die terminliche Ansetzung des Spiels wirft Fragen auf.“

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